Bad Hönningen in alten Ansichten Band 2

Bad Hönningen in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Gregor Krämer
Gemeinde
:   Bad Hönningen
Bundesland
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1213-0
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Hönningen in alten Ansichten Band 2'

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29. Einen kleinen Bliek in die ausgedehnten Naturanlagen am Rhein vermittelt dieses in den zwanziger Jahren gemachte Foto. Es ist die älteste städtische Parkanlage überhaupt und bei den Hönningern sowie den Gästen ungemein beliebt. Der Kinderspielplatz im Zentrum war schon vor der Jahrhundertwende Ziel der Vorschulkinder mit der Kindergartenschwester und ist auch in unserer Zeit noch so beliebt wie kein anderer Bad Hönningens.

30. Der Hubertussprudel ist 1896 erbohrt worden. Die Firma, die seit 1965 den Namen Artus, gebildet aus der Anfangssilbe des Arienheller-Sprudels und der Schluss-Silbe des Hubertussprudels, führt, liefert Mineralwässer, Tafelwässer, Limonaden, Fruchtsäfte und auch Diät-Getränke in das ganze Bundesgebiet zwischen München und Norderney. Heute gilt Artus als einer der ergiebigsten und modernsten Brunnen Deutschlands, bei dem einige hundert Mitarbeiter beschäftigt sind. Unsere Glückwunschkarte ist datiert vom 30. Dezember 1898, 11 3/4 Uhr Postzeit.

31. Einen schönen Anblick bot das Fachwerkhaus oberhalb des Schlosses auf dem Burgland. Das Haus diente in früheren Jahren als Kavaliershaus für Junggesellen, die Gaste auf Schloss Arenfels waren. Sie wurden in diesem Haus untergebracht, damit sie nicht gestört wurden oder auch, daß sie nicht stören konnten. In der Nähe waren in den früheren Jahren die Schafe untergebracht, daher rührt noch die Bezeichnung 'Am Schafstall'. Von dem Schafstall ftihrte noch ein direkter Weg bis zum Homborn, der jedoch zugewachsen ist. Aber der Hauptweg, quer durch die Felder, ist noch begehbar. Das Bild wurde etwa um 1930 aufgenommen.

32. Die vornehmste Wohngegend in Hönningen lag im nördlichen Bereich zwischen der Hauptstraße und dem zunächst noch nicht ausgebauten Rheinweg. Hier stand in der Nähe des Tempelhofes die Villa des Fabrikbesitzers Dr. Bunge in einem recht großzügig angelegten Park. Diese Aufnahme dürfte etwa 1905 entstanden sein. Der linke Gebäudeteil wurde 1945 durch Kriegseinwirkung zerstört. Heute ist dort ein gepflegtes Wohnviertel.

33. Die Teilansicht der Kirchstraße, vom Pfarrplatz aus gesehen, beginnt, noch zur katholischen Kirchengemeinde gehörig, mit dem Eingang zum Pfarrsaal und dem alten Kloster, das abgerissen und durch ein modernes Pfarrzentrum ersetzt wurde. Rechts sieht man die Hauswand des Küsterhauses und das noch erhaltene Dillmann'sche Haus. Die Kirchstraße war für die Goldhochzeit Weidgen geschmückt.

34. Das Foto aus dem Jahre 1926 zeigt die Neustraße mit dem Haus des Schuhmachers Pütz, links anschließend das Grundstück Honnef, daneben das Haus des Rottenftihrers Kaiser und des Gärtners Vogel. Dahinter erkennen wir unschwer das 'Steife Eck' und das Gebäude der Familie Weber. Was uns auf den ersten Blick auffällt, ist die im Vergleich zu anderen, schon asphaltierten Straßen, die noch gepflasterte Fahrstraße. Vorn an der Türe steht Frau Wolfgang Roth mit einer Passantin, oben am Fenster Frau Braun mit Tochter.

35. Die untere Neustraße zeigt um 1924 das Aussehen, das ihr für viele Jahrzehnte im wesentlichen geblieben ist. Das Haus im Vordergrund ist die heute noch bestehende Bäckerei Thiermann. Im Hintergrund die Metzgerei Jakobson, heutiger Inhaber ist die Familie Lotzmann. Bäckermeister Friedrich Thiermann mit Frau, Tochter Therese und Sohn Max stellten sich dem Fotografen. Johannes Bündgen steht mit kurzer Hose vor dem Haus seines Vaters.

36. In Hönningen war viele Jahrzehnte die Frau des Anstreichermeisters Franz Wagner aus der Neustraße segensreich als Hebamme tätig. Sie übte ihren Beruf bis ins hohe Alter aus. Sie galt als liebenswertes Hönninger Original und wurde hochgeachtet. Ihr Humor übertrug sich auch auf ihre sechs Kinder. Diese Ansichtskarte zeigt Frau Wagner mit ihren Kindern Maria (Thiebes), Käthe, Theo (im Fenster), Franz und Helene (Lötsch) im Jahre 1911. Sohn Karl war zu diesem Zeitpunkt noch nicht geboren.

37. Ein Beispiel eines typischen, pflichtbewussten Briefträgers zeigen wir auf vorliegendem Bild. Es war der Postbeamte Matthias Lacher aus der Neustraße. Zusanimen mit seinem Bruder Johann brachte er die Post in die entfernten Ortschaften Homborn, Reidenbruch, Girgenrath und in den frühen Jahren auch bis zum zwölf Kilometern entfernten Waldbreitbach. Hier steht Matthias Lacher vor seinem Haus im zweireihig geknöpften Uniformrock, daneben seine Frau, Tochter Christiene und Sohn Konrad. üben im Fenster steht der langjährige Wegemeister der Stadt Josef Bündgen mit seiner Frau.

38. Ein Original im besten Sinne war der ehemalige Schuhmachermeister Jakob Schmitz. Für ihn gab es nichts Schöneres, als in geselliger Runde und in unverfälschtem Hönninger Dialekt sich zu unterhalten. Jahrzehntelang war er Glöckner von Bad Hönningen. Bei jeder Witterung verkaufte er am Kirchenportal sein 'Pfarrblättchen'. Sein immer wiederkehrender 'a batt' (soviel wie 'nein') oder 'was gefällig' waren charakteristisch für ihn. Viele Anekdoten ranken sich um Jakob Schmitz, eine sei hier wiedergegeben: Dem hochwürdigen Diözesanbischof DI. DI. Wehr wurde anlässlich einer Firmung vom Kirchenchor ein Ständchen vorgetragen. Danach ging der Bischof hocherfreut auf Jakob Schmitz zu und sagte: Dass Sie im Chor noch mitsingen, ist schön, aber darf man [ragen, wie alt Sie sind? Schmitz: Euch sein siebenundsechzig, um Uhr? (Ich bin siebenundsechzig, und Sie?) Hier Jakob Schmitz mit Enkelin Irmgard in der Neustraße.

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