Bad Hönningen in alten Ansichten Band 2

Bad Hönningen in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Gregor Krämer
Gemeinde
:   Bad Hönningen
Bundesland
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1213-0
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Hönningen in alten Ansichten Band 2'

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49. Als diese Aufnahme gemacht wurde, wohnte an der Hauptstraße neben dem Sanitärgeschäft Both der Schuhmachermeister Herwig. Gegenüber betrieb der jüdische Metzger Levi mit seiner Frau sein Gewerbe. Das oben rechts zu sehende Fachwerkhaus wurde während des Beschusses im März 1945 völlig zerstört.

50. Kurgäste kamen schon nach Hönningen, als es noch kein Thermal- und auch noch kein Hallenbad gab. Große Naturanlagen entlang des Rheines und ausgedehnte Waldungen luden die Gäste zum Verweilen ein, wie auf dem Bild, das die einst romantische Schultheißgasse mit der Familie Jäkel zeigt. Daneben, zum Rheinweg zu, sind noch die Anwesen Markus Klutmann und Fritz Pauly zu sehen. Leider sind sämtliche Häuser der Spitzhacke zum Opfer gefallen.

51. Vor ihren alten Scheune stehen hier vier Geschwister der Familie Röhrig aus der Schultheißgasse: Berta, Peter, Wilhelm und Gretchen. Besonders gefallen sie sich in der damals üblichen Kleidung. Während die beiden Mädchen schon sehr gepflegte Frisuren trugen, waren die Jungen, wie allgemein üblich, kurz geschoren. Unsere Aufnahme wurde bei strahlendem Sonnenschein während des Ersten Weltkrieges gemacht.

52. Der Primiziant Peter Braun feierte mit der ganzen Hönninger Bevölkerung seine erste Messfeier. Die reichgeschmückte Moltke-Straße und die dichtgedrängten Anwohner zeigen, wie stark an einem solchen Fest eines ihrer Mitbürger Anteil genommen wurde und sich als nachbarliche und bürgerliche Gemeinschaft fühlte. Herr Pater Braun wirkte einige Jahrzehnte segensreich im fernen Indien und verstarb leider zu früh an einer heimtückischen Erkrankung, die er sich in der Mission zugezogen hatte.

53. Das erste Kammerorchester der Stadt Bad Hönningen wurde schon um 1910 gebildet. Geleitet wurde die musikalische Gemeinschaft von Herrn Kiesewetter. Auf unserem Bild sind zu sehen, von links sitzend: Koch, ein Unbekannter, stehend Wilhelrn Graben, Rademacher, Kesselheim, König, Stiasny, Kiesewetter, Schmitz, ein Unbekannter, Fritz Syre, Rennefahrt und Strunk.

54. Diese Karte aus dem Jahre 1929 zeigt, etwas undeutlich, den Panoramabliek vorn heutigen Vogelsberg. Auf dem Bild links sieht man den ehemaligen Gasthof Müller an der Ecke der früheren Bismarckstraße/Güterbahnhof. 1945 wurde der Bau durch Kriegseinwirkung völlig zerstört. Heute steht dort ein moderner Wohnblock.

55. Von der 'Schönen Aussicht' geht der Bliek über noch unbebautes Land hin bis Ariendorf im Hintergrund. Das helle Grundstück im Vordergrund war der Sportplatz. In den letzten vierzig bis fünfzig Jahren wurde rechts der Bahnlinie das Land als Baugelände erschlossen. Somit hat sich Ariendorf auch optisch als Teil der Stadt Bad Hönningen angefugt.

56. Die Aussicht auf den Stadtteil Ariendorf vermittelt einen Eindruck des Ortes aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Dominierendes Gebäude war die bruchsteinerne Burg des Grafen von Westerholt. In seinem Buch 'Bad Hönningen Chronik einer jungen Stadt' schreibt der anerkannte Heimatforscher Jakob Weiler: In der jetzigen Form kann die Burg nicht auf ein hohes Alter zunicke blicken, die meisten Fachwerkhduser im Ort sind ganz sicher älter als die Burg. Die Kapelle mitten im Ort wurde um 1712 erbaut. Die Bürger mit ausgeprägtem, gesundem Lokalpatriotismus verstanden es von alters her, ihre Kirchweih und auch andere Feste eigenständig zu begehen. Schon im Jahre 1967 feierten die Ariendorfer das 750jährige Bestehen ihres Ortes.

57. Ein bekanntes Motivaus Ariendorf war schon immer die Häuserfront an der Rheinseite bei der Bahnlinie, Wir sehen sie hier in nördlicher Blickrichtung beim Hochwasser der Jahreswende 1925/1926. Links die Weinlaube der Gaststätte Bertram Rüssel, Daneben das schmucke Haus der Eheleute Engels. Vor den kahlen Lindenbäumen ein Kahn mit einigen Anwohnern. Von links: Toni Probst, Heinrich Weißenfels, Bertram Rüssel und Markus Arzdorf. Im Vordergrund die fast überflutete Bahnlinie.

58. Einer der Hönninger Missionare, die in fernen Landen Christus und den Menschen dienten, war der im Februar 1979 verstorbene Pater Bertram Rüssel. Er wurde am 17. April 1899 in Hönningen geboren. Mit dreizehn Jahren kam er nach St. Wende!, 1919 wurde er in St. Gabriel bei Wien ins Noviziat aufgenommen und am 13. Mai 1926 dort zum Priester geweiht. Spater in China war er fast fünfundzwanzig Jahre lang in der Diözese Tsingtau. Nach jahrelanger Kerkerhaft wurde er Anfang der fünfziger Jahre ausgewiesen und kehrte krank in die Heimat zurück. Hier sieht der Betrachter Pater Bertram bei froher und gütiger Ausübung seiner sich selbst gestellten Ausgabe.

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