Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 1

Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 1

Autor
:   Karl Günter Werber
Gemeinde
:   Bad Honnef am Rhein
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4861-0
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 1'

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Bad lIonnef. - liauptstrasse.

Allee nach Rhöndorf.

9. Die Hauptstraße im Jahre 1909. Die alten Dell'schen Hotelgebäude sind verschwunden, der Bürgersteig wurde zurückverlegt, die Häuser Hauptstraße 40 und 38d sind bereits errichtet. Der DelI'· sehe Garten endet am Haus Hauptstraße 40.

BOod Honnef a. Rh.

Hauptstraße

10. Hier ein Bliek in die entgegengesetzte Richtung ein paar Jahre später: links das Hotel Klein, rechts eine schon fast geschlossene Häuserzeile.

11. Den Platz dieser Häusergruppe an der Hauptstraße nimmt heute die Stadtsparkasse ein. Im Haus Nr. 34 hatte der Arzt Dr. Weeg seine Praxis, in dem danebenliegenden Eckhaus unterhielt die aus Königswinter stammende Familie Tillewein eine Pension mit dem Namen 'Bad zur Erholung' ('alle Arten Bäder zu jeder Tageszeit') und - von 1870 bis 1893 - die Postagentur.

12. Das andere Eckhaus an der Abzweigung der im Jahre 1897 angelegten Weyermannallee und sein Nebenhaus (unser Bild) gehörte dem Kolonialwarenhändler Godfried Stang; Nachfolger war sein Schwiegersohn Franz Kreymborg (Hoflieferant). Das Haus war auch eine beliebte Fremdenpension, geleitet von zwei Schwestern des Inhabers, die noch ein zusätzliches Gewerbe betrieben: im Hinterhaus entstand Honnefs erste Konservenfabrik. Das Haus wurde im Volksmund auch 'Casino Stang' genannt, weil es Versammlungsort der Casino-Gesellschaft war. Hier, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kurgarten, begann die nur mit wenigen Landhäusern bebaute Chaussee nach Rhöndorf.

Bad Honnri a. Rhein. firn Kurhaus

13. Die Straßenfront des Städtischen Kurhauses vor Errichtung des modernen Restauranttraktes: der Giebel des Kursaals in seiner ursprünglichen Form, reich mit lugendstilstuck verziert, ein breites Einfahrtstor in den Kurgarten, die Straße noch eine Landstraße von alten Bäumen gesäumt. Das Kurhaus war damals Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens der kleinen Stadt. Im Musikpavillon spielte die Kurkapelle unter dem Leitung des holländischen Dirigenten Willem van Hoogstraaten, im Saal die Militärkapelle des 6. Rheinischen Infanterie-Regiments No. 68 aus Koblenz. Daneben gas es Gastspiele auswärtiger Bühnen, Benefizvorstellungen, Matinéen, Tanzréunions ...

Kursaal, Inneres

gao }fonne! a. Rh.

Kurhaus

Kursaal, Inneres

14. Unter den - meist sehr vermögenden - 'Zugereistcn', die sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in Honnef niederließen, befanden sich zahlreiche Familien aus dem Wuppertaler Raum. Die Familie Weyermann aus Elberfeld erwarb den Hagerhof, der pensionierte Oberbürgermeister von Elberfe!d, Geheimrat Bredt, bezog die Villa des Generals von Seydlitz an der unteren Hauptstraße, die Familie Haarhaus aus Barmen errichtete das Gebäude auf unserem Bild rechts: die spätere Kurhaus-Villa, die im Jahre 1901 von der Stadt erworben wurde und als Kurhote! diente. Der Park der Villa Haarhaus wurde zum Kurgarten, es entstanden nacheinander eine Wandelhalle, ein Musikpavillon und - im Jahre 1906 (links auf unserem Bild) der Kursaal. Die Villa wurde Ende der fünfziger Jahre zwecks Vergrößerung des Kurgartens abgerissen.

15. Das Jahr 1897 war für Honnef als Badestadt ein denkwürdiges Jahr. Am 7. Februar meldete die Heimatzeitung: Dem Mineralbrunnen Königlich Fachinger steht demnächst große Konkurrenz bevor. Es bestätigt sich, daß Herr Weckbecker auf seinem umfangreichen Besitztum eine Mineralquelle erbohrt hat. Das Wasser enthält viel freie und gebundene Kohlensäure... es ist von angenehmem Geschmack und leicht abführender Wirkung... Bald entstand im Gelände zwischen Austraße und Steinstraße nahe der Eisenbahn ein 'cornfortables Badehaus'. die Gäste promenierten durch Laubengänge, vorbei an steinernen Balustraden und verweilten in Pavillons, errichtet aus Grottengestein vom nahen Rodderberg. Heute ist die Pracht längst dahin. Die Drachenquelle, als Wirtschaftsunternehmen, sprudelt freilich noch immer.

Bad Honnef a. Rhein

Orachen-Quelle

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16. Die Villa der Familie Weckbecker an der Austraße war vorher im Besitz des Theaterdirektors Ferdinand Roeder. Das Schicksal seiner früh verstorbenen Tochter, einer gefeierten Sängerin, deren Mausoleum auf dem Alten Friedhof steht, hat den Honnefer Heimatdichter Franzjosef Schneider zu einer Erzählung inspiriert, die unter dem Titel 'Das Sterben der Unsterblichen' die Herzen zahlreicher Leser angerührt hat. Die turmbekrönte Villa im Stil der oberitalienischen Renaissance mußte dem Bau der EB 42 weichen.

17. Die mittlere Hauptstraße vorn Altbau des Hotels Dell aufwärts: die Filiale der Bonner Drogerie Hasenmüller (später Adolf Zalewski), das einzige Haus das heute - wenn auch mit verändertem Giebel noch steht; daneben der 'Fünfzig-Pfcnnig-Basar' des Schuhmachermeisters Besgen und die mechanische Werkstatt des JosefSimon, von den Honnefern mit dem Spitznamen 'Engk der Woch' bedacht.

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I

18. Von der alten Bebauung der mittleren Hauptstraße hatte sich nur das Rechmannshaus bis in die ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten. Zuletzt stand es eingezwängt zwischen die Neubauten des Modenhauses Kolfenbach (heute Pool) und der Gastwirtschaft Kickei (heute Drogerie Walz). Die Baulücke wurde schließlich von Haus Nr. 54 überbaut.

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