Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 1

Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 1

Autor
:   Karl Günter Werber
Gemeinde
:   Bad Honnef am Rhein
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4861-0
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 1'

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19. Das Küsterhaus am Markt, einst Besitz der Familie Mundorf. 'Et Mundorfs Tilles', ein stadtbekanntes Original, betrieb im gegenüberliegenden Gebäudekomplex (im ehemaligen Siegburger Hof) ihren 'Kruutkoches', eine Krautfabrik, deren Produkt als 'Rheinisches Apfelkraut' verschickt wurde. Auf unserem Foto besitzt das Haus noch weitere Anbauten, die später abgerissen wurden. Damals war das reiche Fachwerk noch unter der Verschieferung verborgen. Erst während der Renovierung wurde es freigelegt. Heute zählt das Haus mit dem Doppelgiebel zu den schönsten Fachwerkgebäuden in Bad Honnef.

20. Dies ist Honnefs älteste Schule. Sie lag hinter dem Chor der Pfarrkirche. Der ehemalige Kirchhof diente als Schulhof. Unser Foto entstand während einer Schulpause. Der Vorplatz der Schule war damals, vor der baulichen Erweiterung der Kirche, wesentlich größer. An der Ostseite stand die alte Sakristei, die dem Erweiterungsbau weichen mußte. In das rechte Seitenschiff führte noch das (heute vermauerte) 'Schöffentörchen' .

21. Der Clever Hof an der Bergstraße, einst ein 'mit allen Rechten und Herrlichkeiten' ausgestattetes Besitztum adliger Herren, in seinen letzten Lebensjahren abwechselnd Schule , Proberaum des Kirchenchores, Kinderbewahranstalt und Behausung asozialer Familien. Links am Bildrand der Torbogen an der Bergstraße, der sich bis heute erhalten hat und dessen Inschrift an einen Zeitabschnitt seiner wechselvollen Geschichte erinnert.

22. Die alte Pfarrkirche St. Johann Baptist wurde im Jahre 1913 durch ein großes Querschiff erweitert und erhielt damit ihre heutige Gestalt. Vorher besaß sie nur eine Chorapsis. Unser Foto entstand vor dem Ausbau: es zeigt den im Jahre 1862 gestifteten neugotischen Hochalter (der nach der Erweiterung dem heutigen weichen mußte), den (verschollenen) barocken Sebastianusaltar und die barocke Kanzel. Die ornamentalen Malereien in den Gewölbezwickeln ähneln denen, die erst nach der letzten Restaurierung (1979-1980) aufgedeckt und in ihrem Bestand gesichert wurden. Vielleicht waren sie damals noch, wenn auch symmetrisch ergänzt, sichtbar.

23. Wundervoll erhebt sich zur Linken, umgeben von saftigem Grûn, hinter einem prächtigen Springbrunnen, das im Jahre 1888 errichtete Kriegerdenkmal: ein sterbender Krieger ... heißt es in einem zeitgenössischen 'Führer durch die Badestadt Honnef. Das Denkmal, eine pathetische Erinnerung an den siegreich beendeten Deutsch-Französischen Krieg, lag in der kleinen Parkanlage zwischen Pfarrkirche und Hauptstraße, der Springbrunnen etwa dort, wo heute der Vogelbrunnen des Bildhauers Bonifatius Stirnberg steht. Das Kriegerdenkmal wurde in den Märztagen des Jahres 1945 vom Sockel gestürzt und später endgültig beseitigt.

Bad J{ónnef a. Rhein

Kriegerdcnkmll.

24. Auf dem Gelände, auf dem heute das Katholische Pfarrhaus von St. Johann Baptist steht, lag der Siegburger Hof, der vom 11. Jahrhundert bis zur Säkularisierung der Benediktinerabtei Siegburg gehörte. Der Abt des Michaelsberges war ein einflußreicher Grundherr. Der spätromanische Torbogen, hier noch in die Gebäudefront eingelassen, stammt der Überlieferung nach vom Kloster Heisterbach. In den Räumen über dem Torbogen begannen die Schwestern der Dernbacher Ordensgemeinschaft der Armen Dienstmägde Christi ihre Tätigkeit bevor sie - für Jahrzehnte - das Krankenhaus betreuten. Die Gebäude des Siegburger Hofes gelangten im Jahre 1864 durch Schenkung an die Pfarrgemeinde. Nach dem Abbruch der alten Gebäude in den dreiBiger Jahren wurde der Torbogen in die Pfarrhausmauer an der Bergstraße versetzt.

25. Der Dauhof an der Bergstraße, ursprünglich Besitz der Unbeschuhten Karmeliter (Discalceaten) aus Köln, benannt nach der Kölner Straße 'Im Dau', wo der Orden seine Hauptniederlassung hatte. Später war der Hof Wohnsitz der Familie von Frantz. Vier Angehörige dieser Familie waren im 18. Jahrhundert Rentmeister des Amtes Löwenburg. Der baufällige Hof wurde Anfang der fünfziger Jahre abgerissen. Heute steht an seiner Stelle die Turnhalle.

26. Das alte Gymnasium an der Bergstraße, im Jahre 1878 zunächst als Volksschule für Mädchen errichtet. Erst 1959 - dem Jahre der Einweihung des heutigen Siebengebirgsgymnasiums an der Rommersdorfer Straße - verlor das Haus seine Funktion. Heute steht an seiner Stelle der Neubau der katholischen Grundschule.

27. Die Villa Adams an der oberen Bernhard-Klein-Straße wurde im Jahre 1829 von dem Kölner Bankier Philipp Josef Lenné erbaut. Er war der Bruder des berühmten Gartenarchitekten, der die Zeder gepflanzt haben soll, die heute der markanteste Baum im Stadtgebiet ist. 1855 wurde das Gebäude von seinem Neffen C1emens Adams erworben. Als Fremdenpension beherbergte es prominente Gäste. Am 1. Juni 1892 meldete die HVZ: Ihre Majestäten, die Königin Emma und die Konigin-Regentin Wilhelmina der Niederlande werden am Donnerstag dem 2. cr.abends mitte1st Sonderzug von Potsdam eintreffen und in der Villa Adams Wohnung nehmen. Auf dem Aquarell, das unserem Bild als Vorlage gedient hat, weht deshalb auch die holländische Flagge.

28. Kirchstraße (Nr. 16-18). Die Häuser mußten dem Ausbau der Straße am Sayn'schen Hof weichen. Übrig blieb, als Eckhaus der neuen Straße, das Haus Kirchstraße 20 (der hohe Giebel ist am Ende der Häuserzeile noch sichtbar) das um 1820 als Schulhaus errichtet wurde und heute zu den wenigen denkmalwerten Bürgerhäusern aus der Zeit des Klassizismus zählt.

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