Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 1

Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 1

Autor
:   Karl Günter Werber
Gemeinde
:   Bad Honnef am Rhein
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4861-0
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

Lieferzeit: 2 - 3 Arbeitstage (unverbindlich). Der gezeigte Umschlag kann abweichen.

   


Auszüge aus dem Buch 'Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

AD HO . TEF a. Rh. iebenzebirge

Wittler's Park-Hotel und Familiea-Pension

69. An der Bahnhofstraße, etwa in Höhe des Hauses Nr. 6lag vor dem Ersten Weltkrieg WittIers Parkhotel, vormals Bense's Hotel 'Zum Weinstock', in dem die Karnevalsgesellschaft 'Halt Pol' häufig zu ihren Sitzungen zusammentrat. Unweit der Häuser Deli und Klein dämmerte es dahin. Dramatisch war nur sein Ende: Es brannte ab. Die HVZ berichtete: Wie es von Anfang an den Anschein hatte, dûrfte die Ursache des am Sonntagabend plötzlich an allen Ecken des Parkhotels ausgebrochenen, verheerenden Feuers Brandstiftung sein. Als vermutlicher Tater wurde der Sohn des Gastwirts Kollbach gestem verhaftet. Ebenfalls verhaftet wurde der Wirt, der telegrafisch nach hier beordert worden war. Er steht im Verdacht, seinen Sohn zu der Brandstiftung angeregt zu haben ...

70. Das Restaurant Rheingold war ein beliebter Treffpunkt an Sonntagvormittagen. Es war ein typisches Ausflugslokal mit allen Merkmalen der Improvisation, die solchen Lokalitäten erst ihren Reiz geben. Es lag unterhalb von Hohenhonnef. Ein Laubengang führte von der Reichenberger Straße durch die Weinberge hinauf. Errichtet hatte es der Weingutsbesitzer Emil Mayer, später wurde es von der Familie Dix bewirtschaftet.

Der Rhein

81id( von der Insel Gra'en'lIert au' das S'eberçebtrç«

71. Beliebt war (vor der Erbauung der Brücke im Jahre 1912) an Wochenenden eine Überfahrt mit dem Nachen zur Insel Grafenwerth: Auszug aus der Polizei Verordnung betr. die Überfahrt nach der Insel Grafenwerth. § I. Die Kurtaxe für die Überfahrt beträgt [ûr [ede Person fünf Pfg. - § 2. Gegenwärtige Verordnung tritt mit dem 1. December er. in Kraft. Dieselbe hat der Kahnführer stets bei sich zu führen und den Fahrgästen aufVerlangen vorzuzeigen - § 3. Zuwiderhandlungen werden mit einer Geldbuße bis zu 9 Mk. geahndet, an deren Stelle im Unvermögensfalle verháltnismàßige Haft tritt. Honnef den 15. November 1890. Die Polizeiverwaltung.

72. In einem zeitgenössischen Führer heißt es über das beliebte Ausflugsziel: Spargel mit Schinken und am Nachmittage Waffeln sind eine gerühmte Spezialität der herrlich gelegenen Restauration, in deren Räumen der rheinische Frohsinn oft zu seinem Recht kommt... Unser Foto: das alte Insel-Restaurant, davor die Damen des Marienchores mit ihrem Dirigenten Gottfried Stang.

73. Nicht nur bei Honnefer Bürgern und Bonner Studenten war das Inselrestaurant beliebt. Die Lokalzeitung weiß auch von anderen Gästen zu berichten: 12. Juni 1902: Am gestrigen Nachmittag unternahm I.M. die Konigin von Schweden eine Kahnfahrt. Die hohen Herrschaften ließen an der reizend gelegenen Insel Grafenwerth anlegen und sich, trotz des windigen Wetters, durch den Restaurateur des Grafenwerther Hofes mit Kaffee und den so beliebten warmen Waffeln bedienen ... 11. Juni 1903: Ein Araberhengst aus dem Marstalle S. Kgl. Hoheit des Prinzen Eitel Friedrich v. Preußen befindet sich zur Zeit auf der Weide der Insel Grafenwerth. Das Pferd ist ein Geschenk des Sultans von Konstantinopel.

BAD HO NEF a. Rhein

74. Das Sanatorium Hohenhonnef wurde im Jahre 1882 als privates Unternehmen gegründet und war in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg Zufluchtsort von Lungenkranken der 'großen Welt', ein Haus mit aristokratisch-feudalern Gepräge, ein Zauberberg' , der Honnef zu einer - wenn auch umstrittenen Berühmtheit verhalf. Das Sanatorium besaß ein eigenes Postamt. Viele seiner Gäste fanden ihre letzte Zuflucht auf dem 'Pompbeuel', Honnefs altem Friedhof. Auf Grabsteinen sind ihre Namen zu lesen, Namen von teils exotischem Klang. Die Ernsthütte lag in der Nähe des Sanatoriums. Sie war nur ein beliebter Ruheplatz am Fußweg zur Löwenburg.

75. Die Siebengebirgsbahn auf ihrer 'Jungfernfahrt'. Bereits im Jahre 1913 war die Bahnstrecke von Bonn bis Königswinter in Betrieb genommen worden. Jahrelanger Verhandlungen hatte es bedurft, erhebliche Widerstände mußten beseitigt werden, bis es endlich so weit war: im Jahre 1925, nach einjähriger Bauzeit, war die letzte Strecke fertiggestellt. Die Eröffnungsfahrt, an der auch Honnefs Bürgermeister Dl. Albert Berns teilnahm, fand im bekränzten Sonderzug vormittags um 11.20 Uhr statt. Unser Bild zeigt die Haltestelle Rhöndorf.

Gruf; aus

Rheinlands Paradies

Du Rheinlands schönste Stätte, Du Rbeingolds Edelstein!

Der sieben ßerge Kette Schließt deinen Zauber ein.

Durch reiche U!er windet Der Strom sein Silberband, Kein bunt'res Leben findet Er sonst an seinem trand.

Hier liegt im Schutz der Höhen Bad Honne!, traut und mild,

In linder Lü1te Wehen

Ein sonnig Friedensbild.

H ier ruht in grünen Bäumen Das stille Nonnenwerth,

Als sei'e zu frommen Träumen Der Welt von Gott beschert.

Hiel' ragt der Rolandsbogen, Verkündend alte :Mär,

Und drunten auf den Wogen Eilt Schiff um Schijf einher.

Und alles atmet Freude

Und Frieden hold und süß. Sag', liegt nicht hier noch heate Ein Stück vom Paradies?

Karl Röhrig.

76. 'Rheinlands Paradies' - so ist ein Gedicht überschrieben, das auf zahlreichen Ansichtskarten verbreitet wurde und in schwelgerischer, dem Stil der späten Rheinromantik nachempfundenen Sprache Honnefs Vorzüge pries. Verfaßt hat es Kar! Röhrig, der von 1895 bis 1905 evangelischer Pfarrer in Honnef war. Später wurde es von Gottfried Stang, dem Organisten an der katholischen Pfarrkirche, vertont. Honnef wie es einmal war? Man muß schon einen entfernten Standpunkt einnehmen wie der Künstler, der die Vorlage zu dieser siebzig Jahre alten Ansichtskarte zeichnete. Dann verschwimmen die Unterschiede zwischen damals und heute, die großen Veränderungen verlieren an Bedeutung und man ist versucht zu sagen: Honnef, wie es noch immer ist.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Kolophon | Privacy | Haftungsausschluss | Lieferbedingungen | © 2009 - 2019 Europäische Bibliothek Verlag