Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 2

Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Karl Günter Werber
Gemeinde
:   Bad Honnef am Rhein
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6625-6
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

Lieferzeit: 2-3 Wochen (unverbindlich). Der gezeigte Umschlag kann abweichen.

   


Auszüge aus dem Buch 'Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

29 Das Hotel Klein wurde um 1720 als Wohnhaus der Gerichtsschreiberfamili e Steffens erbaut, etwa hundert Iahre später von dem Kölner Bankier Philipp JosefLenné erworben (dem Bruder des 'Königlichen Gartenbaudirektors' in Potsdam ), später von dem Gastwirt Bernhard Klein zum Hotel eingerichtet, nach dessen Tod von seiner Frau Berta weitergeführt und zu einem führenden Haus gemacht. Unser Bild entstammt einem Reiseführer von 1871. Die Phantasie des Zeichners hat das Haus in eine Gebirgslandschaft versetzt! Heute steht an der Stelle des Hotels die Volksbank.

30 Ein paar Iahre nach dem Erwerb des späteren Hotels Klein ließ sich Philipp Josef Lenné im Iahre 1829 etwas oberhalb ein stattliches Haus errichten, das später unter dem Namen 'Villa Adams' bekannt wurde, benannt nach der Familie seines

N effen, des Weinguts besitzers Clemens Joseph Adams (1831-1876),der sich um 1855 in Honnef niedergelassen und das Haus erworben hatte. Adams spielte eine führende Rolle in der Kommunalpolitik und bemühte sich unermüdlich um die Rückgewinnung von Honnefs kommunaler Selbständigkeit. Als dieses Ziel erreicht war (imjahre 1862), wählte man ihn zum ersten

Bürgermeister. An die Villa Adams erinnert noch die mächtige, mehrstämmige Zeder an der heutigen Bernhard - Klein -Straße.

3 1 Auch das Hotel Dell zählte zu den führenden Häusern der Honnefer Gastronomie. Über hundert Iahre war es im Besitz von Mitgliedern der aus Zweibrücken in der Pfalz zugewanderten Familie, die zuerst Steinbrüche an der Wolken burg betrieben. Das hier abgebildete Gebäude stammt aus dem Iahre 1904 und wurde über einem Vorgängerbau von 1828 errichtet (s. Bild Nr. 1 2) . Der Hotelgarten erstreckte sich ursprünglich an der Hauptstraße entlang bis zur Hirschapotheke und ging auf säkularisierten Besitz des Kölner Jesuitenkollegs zurück (Lohhof).

Bad Honne! a. Rh.

HOlel Deli mit Bahnhof.traßa.

32 Das Hotel Breuer zählte zu den beliebtesten Lokalitäten der Stadt. In seinem Saal gab es Konzerte und Theateraufführungen meist heimischer Talente, die Gaststube wurde gern von Banner Studenten besucht, es war Stammlokal des Korps 'Borussia.', und der preußische Kronprinz, der spätere Kaiser Wilhelm Il., zählte, will man der Überlieferung Glauben schenken, während seiner Banner Studentenzeit zu seinen Gästen. Das Haus (Ecke Hauptstraße/Kirchstraße) verbarg sein schönes Fachwerk noch unter Verputz.

Hotel- Restaur

lr@~w~~~~.

33 Das Weinhaus Kickel, erbaut 1898. Vorher hatte hier der Gasthof der Familie Blaumeiser gelegen, ein wuchtiger Fachwerkbau mit einem massiven 'burgverliesartigen' Keller, der heute noch unter dem Straßenpflaster liegen soll. In diesem Keller hat, einer Überlieferung zufolge, der Honnefer pfarrer Hermann Joseph Strunck (17761833) in der 'Franzosenzeit' die wertvollen Kirchengeräte einmauern lassen. Engelbert Kickel war Weingutsbesitzer, lange Iahre SPD-Stadtrat und Beigeordneter. Seinen Beziehungen zum preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun ist es zu verdanken,

daß die Insel Grafenwerth in den Besitz der Stadt gelangte.

34 Nach dem großen Brand des Iahres 1689 entstanden beim Wiederaufbau Häuser, 'nicht eines Städtchens, sondern einer Großstadt würdig', wie der Lokalchronist Franz Xaver Trips schreibt. Der stattlichste Fachwerkbau aus jener Zeit war das Haus Hauptstraße 50. Im Iahre 1885 erwarb es der Kaufmann Iohann Heinrich Sass, der hier ein 'Kolonialwarengeschäft' eröffnete (später Hauptstraße na). Um die Jahrhundertwende mußte das Haus wegen Baufälligkeit abgerissen werden und dem Neubau des Modenhauses Kolfenbach weichen. Unser Foto entstand wohl kurz vor dem Abbruch.

35 Der Altbau der Stadtsparkasse an der Hauptstraße. Die Bank wurde im Iahre 1897 gegründet und entwickelte sich rasch. Im Iahre 1921 bezog sie ihr neues Domizil, das umgebaute Haus Hauptstraße 34, das 1 975 abgerissen wurde, um einem wesentlich erweiterten Neubau Platz zu machen.

36 Nach derWiedergewinnung der kommunalen Selbständigkeit im Iahre 1861 tagte der Gemeinderat zunächst im Hontes am Markt, danach, bis zur Errichtung des Rathauses, im Hause Bahnhofstraße 26, dem Haus links auf unserem Bild. Die Fassade ziert eine Tafel mit der Aufschrift 'Bürgermeisteramt' (so sagte man damals) mit dem preußischen Adler, an den Fahnenstangen weht neben der deutschen auch die schwedische Flagge. Wahrscheinlich war wieder einmal königlicher Besuch angesagt.

37 Für das schwedische Königspaar standen verschiedene herrschaftliche Häuser zur Verfügung.

Hier ist es die Villa BrinckN eviandt, früher in großem Garten an der Abzweigung der Bismarckstraße von der Hauptstraße gelegen. Soeben nimmt vom Balkon des Hauses der schwedische Kronprinz Gustaf die Huldigung des Honnefer Männergesangvereins entgegen. Weiter rechts (am Bildrand) Bürgermeister Theodor Waechter mit einer Abordnung des Magistrats und einem weiß gekleideten Mädchen, einer ausgewählten Bürgertochter, die ein eigens zu diesem Anlaß verfaßtes Widmungsgedicht vorzutragen hatte.

38 Bei den Rundfahrten der königlichen Gäste kam es oft zu 'spontanen Huldigungen seitens der Bürgerschaft' - wie die Lokalpresse regelmäßig berichtete. Handelt es sich hier um eine solche? Die Szene auf unserem Bild gehörte wohl doch zum offiziellen Programm. Das feierlich gekleidete Herrentrio (Bürgermeister Waechter und die Beigeordneten Andreas Braun und Emil Mayer) und der links am Wegrand postierte Fotograf sprechen gegen eine 'zufällige' Begegnung. Hier sind es übrigens Kronprinz Gustaf und seine Gemahlin, die den Vertretern der Stadt eine Audienz gewähren.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Kolophon | Privacy | Haftungsausschluss | Lieferbedingungen | © 2009 - 2019 Europäische Bibliothek Verlag