Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 2

Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Karl Günter Werber
Gemeinde
:   Bad Honnef am Rhein
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6625-6
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten Band 2'

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69 Der RhöndorferWaldfriedhof ist mit dem Namen des Kölner Bildhauers Karl Menser (1872192 9) eng verknüpft. Menser schuf nicht nur

Grabdenkmäler und die Entwürfe für die Friedhofskapelle. Die Gesamtanlage mit Wegeverlauf und Baumbestand liegt seinen Plänen zugrunde. Dabei

entstand das bemerkenswerte Beispiel einer nach einheitlicher Konzeption gestalteten Gartenarchitektur. Unser Foto, ein seltenes Bilddokument, das

kurz nach Fertigstellung des Friedhofs entstanden sein muß, läßt dies gut erkennen.

70 Im Iahre 1904wurde der Hagerhofum zusätzliche Neubauten erweitert. Auf unserem Foto, das wohl anläßlich des Richtfestes entstand, sieht man den Rohbau der Reithalle, die als 'Gut Limpich' im Iahre 1959 vom Hagerhof getrennt wurde.

71 Der diplomierte Landwirt und Forschungsreisende Emil Arntz ließ sich im Iahre 1903 imLohfeld van den Honnefer Architekten Himmel und Abels einen 'heiter-verspielten'

Landsitz errichten, der vom Schwager des Bauherrn, Professor Wilhelm Kreis später umgestaltet und, vor allem in der Dachzone, vereinheitlicht wurde. Wilhelm Kreis war

damals Direktor der Kunstgewerbeschule in Düsseldorf, wo er bedeutende Bauten schuf. Er zählte zu den führenden Architekten seiner Zeit und verbrachte seine letzten Lebensjahre in

der 'Burg Amtz', wo auch sein Nachlaß aufbewahrt wird, und die noch heute im Besitz der Familie Arntz ist.

72 Es gab verschiedene Möglichkeiten, in Honnef anzukommen - oder von Honnef abzureisen. In der Regel kam man am Bahnhof an. Der Bahnhof empfing den Reisenden - auf dem Bahnhofvorplatz stand ein Bahnhofshotel mit einer Freitreppe und einem aufkorinthischen Säulen basierenden, dreibogigen Portal: Beispiel

i ener preußisch- klassizistischen Bahnhofsarchitektur, wie sie sich in den Nachbarstädten Königswinter, Beuel und Unkel erhalten hat. Aus dem Honnefer Bahnhofmachte der Zeitgeschmack der fünfziger Iahre bei der Renovierung einen tristen Zweckbau im puristisch - konformistischen Stil dieser Iahre.

73 Ein weiteres Verkehrsmittel (seit der Errichtung der Anlegestelle auf der Insel Grafenwerth im Iahre 1908) war die weiße Flotte

B- d Hormet a. Rh.

der 'Köln-DüsseldorferDampfschiffahrt -Gesellschaft' _ Damals war die Insel noch von Honnef getrennt. Erst der Bau der

Brücke von 1911 schuf die Verbindung mit dem Festland.

Dempîer-Lendesteüe Grafenwerth

..

74 Für Reisende, die vom anderen Rheinufer übersetzen wollten, gab es die Fährverbindung mit Rolandseck. Hier, in einer

Aufnahme aus der Zeit um 1900, war es eine 'Gierponte' : das Fährschiff schwang an einer eisernen Kette von einem Ufer ans

andere, die Kette wurde van sogenannten Buchtnachen getragen, van denen einer am äußersten linken Rand sichtbar ist.

75 Für kürzere Strecken botsichdieimJahre 1905 gegründete 'Omnibus-Gesellschaft' an. Sie unterhielt die Verbindung von Königswinter über Honnef, durch das Schmelztal nach Aegidienberg, das damals noch zu Königswinter gehörte. Der Verkehr wurde anfangs mit pferden bestritten. Die Gesellschaft bot von Zeit zu Zeit durch Inserate in der Honnefer Volkszeitung 'pferdedünger' zum Verkauf an, ein umweltfreundliches Abfallprodukt. Im Iahre 1921 übernahm die Reichspost den Verkehr (unser Bild) .

76 Ein letzter 'Cruß aus Honnef': eine lithographierte Karte aus dem Verlag Carl Werber, die auf der Rückseite den Stempel 1899 trägt. Sie zeigt oben links ein Gesamtbild von Honnefim Stil der Romantik, wobei künstlerische Freiheit die Sonne an den Nordhimmel versetzt hat; links unten der Markt, mit der katholischen Kirche; oben rechts die alte evangelische Kirche, die spätere Synagoge der jüdischen Gemeinde an der Linzer Straße.

Ein letzter Gruß aus Honnef, zugleich ein Abschied von einer versunkenen Epoche, von der die Bilder unseres Buches als kleine optische Dokumente erhalten blieben.

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