Bad Iburg in alten Ansichten

Bad Iburg in alten Ansichten

Autor
:   Heinz Köhne
Gemeinde
:   Bad Iburg
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5109-2
Seiten
:   64
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Iburg in alten Ansichten'

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17. Nach einem Brand im Jahre 1845 wurde an der oberen Schloßstraße für die evangelische Gemeinde ein neues Schulgebäude nebst Lehrerwohnung errichtet. Unterhalb des evangelischen Schulgebäudes befanden sich zwei Fachwerkhäuser. Die Besitzung führte die Bezeichnung 'Der Fryevogelshoff'. 1882 erwarb die Baronin von Bardeleben aus Hannover das Grundstück und errichtete hier ihren Sommerwohnsitz. 1921 kaufte Martin Wi1smann (t 1935) das Anwesen und nannte es Hubertushof.

18. Zu den feinsten malerischen Winkeln in Alt-Iburg zählte schon immer die alte Sägemühle zwischen Langenberg und Schloßberg an der Rennbahn. Still versunken in sich träumte sie im Schutze breitästiger Eschen und Linden. Schon vor Schaffung des Charlottensees übte die Mühle auf viele Besucher einen heimlichen Zauber aus.

19. Die massiven Sandsteinmauern der im 16. Jahrhundert von Bischof Philipp-Sigisrnund von Braunschweig Lüneburg erbauten Schloßmühle haben Jahrhunderte überdauert. Andere Gebäudeteile - wie ein Bild aus den letzten Jahren des vorigen Jahrhunderts zeigt - sind dem Verfall unterworfen worden. Der mit dem Wege zum Burghagen parallel laufende Fachwerkflügel ist erst im Anfange der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts angefügt worden.

20. Lange Zeit diente die Schloßmühle als Mahlmühle, wie es auch vom Erbauer beabsichtigt war. Im Laufe der Jahrhunderte fand sie dann zu anderen Zwecken Verwendung. Auch den Besitzer wechselte die Mühle wiederholt. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg richtete der damalige Besitzer eine Sägemühle ein.

21. Das Bild vom Baum der Liebe am Fuß des Schloßberges beflügelt noch heute die Phantasie vieler Iburger. Bevor dieser Begriff geprägt wurde, sprach man von der Zwillingsulme am Kohlbach. Frühere Hochwasser unterspülten den Standort der Ulmen. Die Aushöhlung bildete eine schattige Laube, die der Iburger Verschönerungsverein mit Bänken versah.

22. Die noch unbefestigte Rennbahn (rnit dem Gasthof Felsenkeller) erhielt erst Ende der zwanziger Jahre die Funktion einer kleinen Umgehungsstraße. Damals wurde die Rennbahn zum erstenmal zur Freimachung des damaligen Fleckens ausgebaut. Bis dahin führte die Verkehrsader vieler Jahrhunderte - zeitweise Provinziallandstraße genannt - über die Große Straße mitten durch den Flecken.

IBURG. Schlo8stra8e

23. Die Schloßstraße mit den Häusern Dreesmann, Gasthof Bitter und Apotheke Schlotheuber führte in leichter Steigung zum eisernen Tor des Schlosses. Kein Hochbord oder Bürgersteig behinderte die Fahrt der Pferdefuhrwerke und ersten Automobile. Im Winter sausten die Rodelschlitten von der Klotzbahn die Schloßstraße hinab.

24. Der Name des Waldhotels Felsenkeller wird von dem höhlenartigen Keller abgeleitet, der von den Mönchen als Wein- und Bierkeller geschaffen wurde. Nach Aufgabe der elterlichen Bauerei eröffnete der Gründer Josef Tovar, ein gelernter Bierbrauer, im Jahre 1890 eine Gaststätte, die damals an einem unbedeutenden Nebenweg lag. Schon vorher hatte Josef Tovar an dieser Stelle eine Se1terswasserfabrikation und einen Bierverlag betrieben. 1929 wurde der Waldgaststätte ein Hotel und ein Kaffeehaus angegliedert. Im Zweiten Weltkrieg diente das Hotel zeitweise dem Landratsamt als Bürogebäude.

25. Am Abhange des Langenberges wurde seit 1873 das Kalkwerk Koke und Sanders betrieben. Im Jahre 1908 kaufte der Bergrat Dütting das umgebende Gelände am Langenberg an. Dütting erbaute auf dem Kalkfelsen ein Landhaus. Als letzter Zeuge des vormaligen Kalkwerkes stand bis zum Ausbau der Bundesstraße 51 der efeubewachsene Kalkofen. Das Bild zeigt den Kaufmann Conrad Sanders.

26. Im Jahre 1834 errichtete der Apotheker Friedrich August Nettelnhorst ein neues Apothekengebäude 'ganz von Stein'. 1870 kaufte der Apotheker Friedrich Schlotheuber aus Duingen bei Ah1fe1d Anwesen und Apotheke. Mit dem Weinstock an der Apotheke Schlotheuber verbinden alte Iburger Erinnerungen an Jugendstreiche. Vor der Apotheke stand die alte Pumpe. Der Gasthof Bitter veränderte noch einmal seine bauliche Gestalt, bevor er endlich abgebrochen wurde.

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