Bad Iburg in alten Ansichten

Bad Iburg in alten Ansichten

Autor
:   Heinz Köhne
Gemeinde
:   Bad Iburg
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5109-2
Seiten
:   64
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Iburg in alten Ansichten'

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27. Der Beginn der Schloßstraße mit dem Eymann'schen Gasthaus (links) und dem Postamt (rechts). Das Eyrnann'sche Gasthaus war im vorigen Jahrhundert das Stammlokal der Iburger Justizangehörigen, von diesen 'Giftkapelle' oder 'Börse' genannt. Neben dem von Eymann selbst gebrauten 'Leckerbier' wurde im Gasthof 'bayrisch Bier' geführt. Bekannt muß auch - wie uns Ludwig Windthorst, der berühmte Zentrumsführer, berichtet - das Eymann'sche Haferbrot gewesen sein.

28. Die Bewohner der Schloßstraße stellen sich dem Fotografen 1885 (vorn zweiter von links: der spätere Bürgermeister Rinklake). Das auf der rechten Straßenseite hervortretende Haus mußte im Jahre 1957 dem Neubau des Geschäftshauses Kuenen weichen. Beim Abbruch zeigte sich auf einem Balken sowie an einem Schornstein die Jahreszahl 1601. Ein Teil der Umgehungsmauer (1532-1553) wies Brandspuren auf. Sie dürften von dem großen Feuer des Jahres 1581 stammen, das damals mehr als fünfzig Häuser vernichtete.

29. Im Jahre 1880 erwarb Heinrich Gersemann, der 1940 verstarb, das Anwesen an der Schloßstraße (rechts) und baute hier einen Hotelbetrieb auf', der bis 1955 in Familienbesitz verblieb. An der Ecke zur Großen Straße ist noch nicht der Neubau (1904/1905) des Textilgeschäftes Schräder errichtet. 1862 erwarb der Kaufmann Schrader aus Telgte das Anwesen von Diekamp-Drewer.

30. Das Eckhaus Große Straße/Schloßstraße wurde 1904/1905 von Kaufmann August Schrader (Telgte) gebaut, 1912 an den Justizrat Oppen verkauft. Im Ersten Weltkrieg wurde Andreas Schrader Eigentümer, der aber nicht aus dem Krieg zurückkehrte. 1919 übernahm sein Bruder FranzJosef Eigentum und Geschäft. 1928 ging das Gebäude in das Eigentum der Sparkasse für den Kreis Iburg über. Bis zur Kreisauflösung im Jahre 1932 verblieb in dem Gebäude die Leitung der damaligen Kreissparkasse.

31. Die Große Straße, die sich früher einmal Poststraße nannte, war im vorigen J ahrhundert nicht nur Hauptgeschäftsstraße, sondern auch Ortsdurchfahrt. Zur Jahrhundertwende wurde das heutige Haus Salon Wagner von der Familie Hersmeyer-Lügering bewohnt. Das Haus des Schmiedemeisters Fr. Winter gehörte vorher zur Besitzung LinkGlied. Anschließend erkennen wir das noch ältere Fachwerkhaus der Fleischerei Böggemann.

32. Die Ecke Schloßstraße/Große Straße (heute Haus Schengber) beherrschte eine Remise (ein alter Ausspann) des Gersemann'schen Hotels. Im Jahre 1934 wurde die Remise abgebrochen. Durch diesen Abbruch konnte die Große Straße verbreitert und verschönert werden. Vorher reichte der ummauerte und vergitterte Vorgarten dieses Grundstücks bis an den Straßenrand.

33. Die Große Straße mit den Häusern (linke Straßenseite) Bäckerei Steinküh1er (jetzt Thür), Wedekämper, Dünnewa1d (jetzt Hankers) und (rechte Straßenseite) Kupferschmied Egbers, Math. Gellenbeck, Glied (jetzt Böggemann und Winter) sowie Lügering (jetzt Wagner). Im Hause Heinrich Steinküh1er wurde seit 1870 eine Bäckerei betrieben. Vor den Geschäftshäusern Geschwister Gellenbeck, davor Kramer, stand bis zum Jahre 1920 ein Ziehbrunnen, der dann abgedeckt wurde.

34. Das im Jahre 1927 abgerissene Haus der Bäckerei Wedekämper an der Großen Straße verkörperte ein großes Stück Iburger Geschichte, da es zu den ältesten Häusern des Fleckens gehörte. Im Jahre 1586 erbaut, ist es immer im Besitz einer der wenigen evangelischen Familien gewesen. 1850 wurde das Haus von der Familie Wedekämper erworben. Vorher war viele Jahrzehnte im Haus die Apotheke untergebracht.

35. Im sonntäglichen Gewand versammelten sich im Jahre 1886 die Bürger und die Jugend der Großen Straße. Die beiden ersten Häuser auf der linken Seite gehörten zum Besitztum Böggemann, das dann folgende Haus dem Uhrmacher Gellenbeck. Ebenfalls zu erkennen sind auf der linken Seite die Häuser Egberts und Eversmann (mit Vorbau). Auf der rechten Seite kennzeichnet die Laterne das Haus Conrad Hankers (Dünnewald).

36. Im Jahre 1780 erbaute Conrad Frecker neben der Fleckenskirche an der Große Straße ein Wohn- und Geschäftshaus. Frecker betrieb einen landesweiten Getreidehandel und benötigte für sein Geschäft viele Getreideböden und Lagerräume. Geschäftliche Notwendigkeiten prägten so den einmaligen Baustil des Hauses. Erst im vergangenen Jahrzehnt wurde in diesem Haus die 'Nikolaus-Apotheke' eingerichtet.

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