Bad Iburg in alten Ansichten

Bad Iburg in alten Ansichten

Autor
:   Heinz Köhne
Gemeinde
:   Bad Iburg
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5109-2
Seiten
:   64
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Iburg in alten Ansichten'

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37. Die Große Straße mit den Häusern Timpe (jetzt Große-Rechtien), Vornbäumen (jetzt Hannibal), Kaufmann Heuer und Heemarm (jetzt Ostennöller), im Vordergrund Math. Gellenbeck. Das im Jahre 1959 abgebrochene Haus Timpe konnte auf eine 270jährige Vergangenheit zurückblicken, die Hintergebäude wurden als noch älter angesehen. Als Eigentümer dieses Hauses werden genannt: Vogt (1821), Zumbrink, H. Heuer, Klingenberg, Timpe (1840) und Große-Rechtien (1912).

38. Die Große Straße mit den Häusern Vornbäumen (heute Hanniba1) und Heuer. In dem Fachwerkhaus Heuer, das im Jahre 1956 einem Neubau weichen mußte, wurde seit 1750 ein Einze1handelsgeschäft betrieben, zu dem auch eine Gastwirtschaft gehörte.

39. Der Mühlendamm mit dem Hotel Stapenhorst (rechts), der Grewe'schen Mühle und dem Schornstein für die Gerberei Stapenhorst. Die Lohgerberei wurde im Jahre 1882 von Josef Stapenhorst gegründet. 1910 begann er mit dem Aufbau einer elektrischen Strornerzeugungsanlage, die zunächst etwa dreißig Abnehmer versorgte. 1921 wurde eine Verbindung zum Netz der Nike hergestellt. Die Mühle, die vorher von Schierhölter und Frommeyer bewirtschaftet wurde, ging 1880 in das Eigentum der Familie Grewe über.

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40. Bischof Engelbrecht begründete 1226 die Nikolaus-Kirche, heute Fleckenskirche genannt. Die Kirche wurde aus 'Opfern der Gläubigen' errichtet. Spender waren größtenteils Kaufleute, die auf dem Weg von Osnabrück nach Münster im Schutze der Burg wohnten und St. Nikolaus als ihren Patron verehrten. Nach Auflösung des Klosters ging die Funktion der Pfarrkirche von der Fleckenskirche auf die Schloßkirche St. Klemens über. Der 1906 aufgetragene Putz wurde 1976 entfernt.

41. Die parallel mit der Großen Straße verlaufende Rathausstraße erhielt ihren Namen von dem vor der Fleckenskirche St. Nikolaus stehenden Rathaus. Im Zuge der Verrnögensauseinandersetzung zwischen dem Flecken Iburg und der Katholischen Kirchengemeinde wurde das Rathaus der Kirchengemeinde zu Eigentum zugewiesen. Viele Jahre beherbergte das frühere Rathaus die Rektoratsschule. Diese Schule bereitete den Besuch des Gymnasiums vor.

42. Drei Tore - Porten genannt - öffneten die Mauern des Fleckens Iburg. Die nördliche Pforte wurde nach dem benachbarten Fischteich des Klosters - Beckerteich - genannt. Diese Pforte hat erst in den letzten Jahrzehnten ihr in vielen Jahrhunderten entstandenes altes Gesicht verloren (rechts Haus Mentrup).

IBURG

Franzisku s-Hospital

43. Das Hauptgebäude des Franziskus Hospitals wurde im Jahre 1885 erbaut, in den Jahren 1891 und 1896 erweitert. Der Gedanke an ein Krankenhaus ist in Iburg früh aufgetaucht: 1659 stiftete Klostervogt Lucas Potthoff sein Haus am Hagenbergischen Tor für ein Hospital. Der 1866 verstorbene Kaufmann Franz Frecker vermachte der Kirchengemeinde 3 800 Taler für eine Anstalt zur Pflege der Kranken. 1883 kaufte Pfarrer Bernhard Klus das Baugrundstück von der Königlichen Klosterkammer.

44. An eine Walkenmühle erinnert heute die Straßenbezeichnung 'An der Walkenmühle'. Seit 1293 hatte es eine solche Mühle für Tuchmacher gegeben. 1661 erneuerte Jacobus Thorwarth, der vierzigste Abt des Iburger Klosters, die Wa1kmühle für Hanf und Flachs. Darüber kam es zu einem Rechtsstreit mit Bernhard Joharm Jacob Henderson, Erbe des Gutes Scheventorf. Dieser Streit wurde vom Kloster gewonnen. Aus dem Walkenteich wurde noch in unserem Jahrhundert Wasser für die Dampfmaschine der Drahtseilerei Vornbäumen entnommen.

45. Am 19. Juli 1901 fuhr der erste Zug der Teutoburger Wald-Eisenbahn aus Laer in den Iburger Bahnhof ein. An diesem Tage wurde der Betrieb auf der Strecke Laer-Ibbenbüren eröffnet. Schon vorher hatte man am 1. November 1900 den Betrieb auf der Strecke Gütersloh-Laer eröffnet. Am 19. April 1903 wurde der Betrieb auf dem letzten Streckenabschnitt Gütersloh-Hövelhof eröffnet.

46. Der Dahlkamp war der Iburg nächstgelegene Teil der früheren Gemeinde Mäscher. An der Rennbahn - zeitweise Lindenallee und Hagener Straße genannt - errichtete der Schulverband Iburg-Mäscher in den Jahren 1904/1905 das Volksschulgebäude, 'Heggerschule' genannt. Neben der Schule stand das Haus des Rechnungsrates Knickenberg.

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