Bad Iburg in alten Ansichten

Bad Iburg in alten Ansichten

Autor
:   Heinz Köhne
Gemeinde
:   Bad Iburg
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5109-2
Seiten
:   64
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Iburg in alten Ansichten'

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47. Der Schwimmsport kann in Bad Iburg auf eine lange Tradition zurückblicken. Im Jahre 1926 wurde am 'Offenen Holz' die KernzelIe des heutigen Freibades - damals Licht- und Luftbad genannt - als erstes irn späteren Landkreis Osnabrück vollendet. Im gleichen Jahr wurde auch die bis in die heutige Zeit erfolgreiche Schwimmabteilung des damaligen VfB gegründet. Erster Leiter der Schwimmabteilung wurde Paul Gerhardus, der vielen Iburgern als langjähriger Kreisbaumeister in Erinnerung ist.

48. Das alte Forsthaus Freudenthai - ursprünglich Poggenburg genannt - lag zuerst in unmittelbarer Nähe des Burgberges. Das im Jahre 1595 errichtete Gebäude wurde im Jahre 1650 von Bischof Franz Wilhelm an seine jetzige Stelle gesetzt. Der von Bischof Phillip Sigismund in den Jahren 1594 bis 1597 angelegte Lustgarten verfiel unter der Herrschaft des Bischefs Ernst-August I.

49. Nach der Säkularisation wurde das bischöfliche Lustschlößchen Freudenthal Besitz der staatlichen Forstverwaltung. Das Haus wurde Försterwohnung. Dem jeweiligen Förster gestattete man die Ausübung der Waldwirtschaft. Ab 1927 wurde die Bewirtschaftung an Privatpersonen verpachtet. Aus dieser Zeit stammt auch der östliche Saalanbau. 1958 ging Freudenthal in das Eigentum der Stadt Iburg über,

50. An der höchsten Stelle des 331 Meter hohen Dörenberges stand seit 1898 ein eiserner Aussichtsturm. Lange hatte der Iburger Verschönerungsverein gespart und geplant, um den Bau durchzuführen. Erst eine großzügige Stiftung der Geschwister Sudfe1d aus Bielefeld ermöglichte den Bau des Turmes.

51. Am 18. Mai 1877 wurde der Auktionator Hermann Pohlmann (oben links) zum Nachfolger des bis dahin amtierenden Bürgerrneisters Hiltermann gewählt. Dem Bürgerrneister standen damals die Ratmänner Kocke und Dr. Lamby sowie die Bürgervorsteher Stapenhorst, Winninghoff, Sander und Egberts zur Seite. Bis zu seinem Tode am 17. Januar 1908 blieb Pohlmann Bürgermeister. Zu seinem Nachfolger wurde am 8. Februar 1908 Fabrikant Johannes Vornbäumen (oben rechts) gewählt. Im September 1919 übernahm Heinrich Stapenhorst (unten links) das Amt des Bürgermeisters. Sein Nachfolger wurde am 21. Mai 1924 Hermann Rinklake (unten rechts), der Iburgs Geschicke durch die Weltwirtschaftskrise und den Zweiten Weltkrieg leitete.

52. Stammtisch im Hotel Gersemann. Stammtische, die in einer fernsehlosen Zeit lange Winterabende und heiße Sommernächte verkürzten, hat es in Iburg an verschiedenen Stellen gegeben. Zu den bedeutungsvollsten Stammtischen gehörte der im Gersemann'schen Hotel. Von links nach rechts: Kaufmann Carl Petermöller (t 1929), Kaufmann Georg Hiltermann, Amtsgerichtsrat August Lamby (t 1916), Amtsgerichtsrat Oskar Bauer (t 1927) (?), Kaufmann Conrad Sand (t 1907), Bürgermeister Auktionator Hermann Poh1mann (t 1908), Kaufmann Carl Hiltermann (t 1907), Amtsgerichtsrat Georg Dütemeyer (t 1921), Kaufmann Louis Greve (t 1937), Professor Rudo1f Segge1 (t 1934) und Theologe Bernhard Thörner.

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53. Im Jahre 1912 wurde in Iburg die erste Fußballmannschaft des TC Alemannia aufgestellt. Pennäler importierten damals das Fußballspiel aus Osnabrück. Kar1 Haverkamp, Josef Suerbaum und Heini Tovar waren die Gründer des Vereins. Der Erste Weltkrieg setzte der hoffnungsvollen Gründung ein vorschnelles Ende. Unser Bild: F. Tovar, A. Klare, Voge1sang, A. Richter, A. Hölscher, H. Wacker, G. Sautmann, A. Hartlage, E. Richter, H. Peters, B. Niermann und H. Meyer.

54. Die Schützenformation versammelte sich vor den Gasthöfen Stapenhorst und Vogelpohl (später Oelckers) zum Abmarsch zum Schützenplatz. Wie überall in den deutschen Landen entwickelte sich bereits im vergangenen Jahrhundert das Schützenfest zu einem echten Volksfest. Auf dem Schützenfest 1888 wurde angeregt, erneut einen Schützenverein zu gründen, um 'die regelmäßige Wiederkehr des schönen Volksfestes zu ermöglichen'. Auf der ersten Versammlung irn Gasthof Stapenhorst wurde Gerichtssekretär Kniekenberg zum Vorsitzenden, Kaufmann Heemann zum Stellvertreter und Gastwirt Oelckers zum Kassierer und Schriftführer gewählt. Drei Monate später wurde auf einer Versammlung im Vogelpohl'schen Gasthaus beschlossen, am 15., 16. und 17. Juni ein Schützenfest abzuhalten und ein Comité zu bilden: Knickenberg, Heemann, Oelckers, Salje, Haferkamp, Landgraf und J. Vornbäumen.

55. Das Schützenfest 1889 wurde 'in den am Rott gelegenen Tovar'schen Anlagen, deren Eröffnung zugleich bei dieser Gelegenheit stattfinden' sollte, durchgeführt. Es spielte die Kapelle des 78. Infanterieregiments. Der Volksbelustigung dienten zahlreiche Schaubuden und vier Tanzzelte. Der Bildhauer Pohlmann aus Berlin 'arrangierte ein lebendes Bild'. Beim Adlerschießen erhielt Gastwirt Heinrich Stapenhorst den ersten Preis (Rumpf) und wurde König. Die weiteren Preise errangen: W. Tepe, Aug. Heuer, Hermann Wedekämper, B. Thörner, Ferd. Meyer, C. Heemann, Oberst Eichholz (Mäscher), Salje und Adolf Bruns.

56. Am 1. Dezember 1890 wurde in Iburg der Männergesangverein gegründet. Den Vorsitz übernahm der Küster Heinrich Wiemann (1890-1900). Erster Chormeister wurde Lehrer Rumphost. Auf unserem Bild sehen wir von links nach rechts, vordere Reihe: Lisb. Seinkühler, Adlh. Egberts, Wilh. Tepe, Toni Heuer und Maria Egberts. Mittlere Reihe: H. Schäffer, A. Niemeyer, Fr. Mühlmeyer, H. Wedekämper, H. Tepe, Lehrer Ahrens (Chormeister 1892-1900), H. Wiemann, M. Suerbaum, H. Voge1poh1, M. Egberts, A. Hankers und H. Heuer. Hintere Reihe: J. Tovar, A. Körner, H. Rinklake, W. Wiemann, Fr. Bentrup, B. Nül1e, H. Steinkühler und H. Tovar.

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