Bad Krozingen in alten Ansichten Band 1

Bad Krozingen in alten Ansichten Band 1

Autor
:   Peter Krusche
Gemeinde
:   Bad Krozingen
Bundesland
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5716-2
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Krozingen in alten Ansichten Band 1'

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29. Die 'Kapelle Rietsch', 1912. In der Mitte steht der seit 1877 tätige Dirigent Josef Rietsch. Von links: 2. Hermann Mutterer, 3. Rudolf Schieß, 4. August Schieß, 6. Alban Schieß (Vater). Von rechts: 1. JosefBleile (genannt 'Heuliecher'), 2. Peter Steurenthaler, 3. Emil Hauser (Landwirt und Straßenwart), 4. Josef Alber (Schmied). Die Blasmusik wurde 1864 als 'Musikgesellschaft' gegründet. 1866 entstanden daraus die 'Feuerwehrmusik' und 1877 dann der 'Musikverein - Kapelle Rietsch'. Im Jahre 1890 waren neun Mitglieder aus dem Verein ausgetreten und hatten die 'Kapelle Schillinger' gegründet. 1920 fand dann bei der 'Kapelle Rietseh' ein stürmischer Generationswechsel statt. Der Musikverein, nun 'Kapelle Schieß', spielte unter den Dirigenten August Schieß (1920-1933) und Adolf Schieß (1933-1945).

30. Die Musikkapelle Rietsch am 24. Mai 1914 zum 50jährigen Stiftungsfest mit 2. Fahnenweihe - alte Fahne links, neue Fahne rechts. Von vorne links, 1. Reihe: loser Graner, Albert Linsenmeier , Kar! Steiert und Kar! Graner. 2. Reihe: Johann Heckle, loser Bleile AS, August BleiIe, Alban Schiess, JosefHettiger (Vorsitzender), Josef Rietsch (Dirigent), Alban Felder, Hermann Mutterer, Alois Kind und Peter Steurentaler. 3. Reihe: Josef Steurentaler, Rudolf Schiess, Josef Mutterer, Karl Alber, Albert Striegel, Gustav Linsenmeier , Franz Baumgartner, Karl Lauber, JuJius BleiJe, Karl Daiger und Kar! Motsch. 4. Reihe: Dierenbach, Emil Hauser, loser Alber, Josef Rubsamen, Alban Bleile und Franz Daiger.

31. Die Mannschaft des 1906 gegründeten Turnvereins im Jahre 1926. Die jüngste Jugend steht links und rechts im Bild. Die Mädchen und Darnen in der Mitte. Die Herren in den festlichen Anzügen gehören zum Vorstand, von links: 1. Alfons Schurer, 2. Hermann Roeder. 3. Heinrich Schütz (Maler), 4. Josef Kaiser (Vorsitzender), 5. Emil Zipfel (Schmied), 6. Heinrich Fuß, 7. Josef Heitz (Turnwart). Liegend rechts: Hermann Meng. Jugend von links: 2. Albert Bär, 3. Dieriger. Damen von links: 1. Glockner, 2. Zipfel. 3. Tochter des Bahnhofsvorstands (Name unbekannt).

32. Der Krozinger Fußballclub war 1920 bei einer Spielerversammlung im Hotel 'Rössle' gegründet worden. Die Aufnahme zeigt die Meistermannschaft des Spieljahres 1923/24, die mit dem letzten Aufstiegsspiel zur B-Klasse am 6. April 1924 gegen die 1. Mannschaft des FC St. Georgen mit 4:0Toren Breisgaumeisterwurde. Die Mannschaft war im letzten Spiel wie folgt aufgestellt. Im Tor: Willi Noth. In der Verteidigung: Albin Faller und Guldenschuh. In der Läuferreihe: Alfred Spahr, Heinrich und Eugen Radatt. Im Sturm: A. Baier, Schattong. K. Baier, Wagner und Rappenecker. Großen Einfluß auf die spätere Entwicklung des Vereins hatten besonders die Wirte Albert Bleile (Schloßkaffee), Gossi Siegel (Ochsen, Vereinslokal) und der Skifabrikant Alfred Spahr.

33. Oben: bei Feierlichkeiten zur Nenaquelle fand 1912 ein Festumzug statt. Der Organisator war Franz Bleile, damals Zahlmeister beim Regiment Nr. 74 in Freiburg. Im Bild oben sehen wir den von Pferden gezogenen Bierwagen mit dem Bierkutscher 'Marti' auf dem Kutschbock. Daneben sieht man eine Gruppe festlich in Weiß gekleideter junger Damen. Vorne ein Bote mit einem Fahrrad. Die Gruppe hat vor dem 1867 erbauten Haus des Fotografen Schneider einen Halt eingelegt. Berta Moser, eine Tochter Trudpert Schneiders, wohnte damals hier. Später ging das Gebäude an Ihre Tochter Wilhelmine (verheiratete Trunzer) über. Unten: der Wagen der Krozinger 'Restaurationen' auf der Bahnhofstraße. Auf dem mit Reisig geschmückten Wagen sieht man von links: Heinrich Schütz, Paula Heckle (Zimmerei Heckle).

34. Beim Festumzug 1912. Auf dem Wagen sitzt die Kurkommission. Ein Schild an der Vorderseite besagt: 'Krozingen ist zum Dank verpflichtet Herrn Rasehig der das Werk errichtet - und die Quelle dann gefunden - zum Heil der Kranken und Gesunden.' Der Chemie-Fabrikant und Finanzier Dr. F. Rasehig war Leiter der Nenagesellschaft und hatte daher wesentlichen Anteil an der Erschließung der Quelle. Unten: der Wagen des Hotel-, Dienst- und Badepersonals fährt am Stellwerk am Bahnübergang Staufener Straße vorbei. Hier war der Arbeitsplatz von Stellwerkmeister Franz Eberle. Auf dem Wagen von links: 1. Maria Hettiger (Baumgartner), 2. Josefine Bihlmann (Kiefer). Von rechts: 1. Ida Hettiger (Steiger) 3. Hermann Roeder.

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35. Um die lahrhundertwende stehen Krozinger Bürger auf dem Kirchplatz vor dem Haus C.A. Bihlmann. Das Haus mit dem Gemischtwarengeschäft lag direkt an der Hauptstraße. Die Leute tragen die Kleidung der Zeit. Zweiter von links ist Julius Dirr (Conditor). Links neben dem Fahrrad steht Josef Ruh, 'Bachsepp' genannt (das heißt er war Bachmeister) . Links hinter den Männem der alte steingehauene Dorfbrunnen der 1892 erbaut wurde. Er hat seinen Standort im Laufe der Zeit mehrfach gewechselt. Die Familie Bihlmann hatte drei Töchter. Davon war eine Tochter eine verheiratete Kiefer. Die Familie Hans Kiefer, die das Geschäft ab 1919 weiter führte, hatte drei Söhne (Herbert, Kar!, Josef) und eine Tochter (Else, verh. Kerkermeier).

36. Eine Bliek in das Tagesgeschehen um 1908. Auf der Hauptstraße geht man ruhig spazieren oder schiebt bei einem Plausch sein Fahrrad. Rechts im Bild, mit Laterne und Schild an der Hauswand, die Brauerei Zeiler, in der der Gemeinderat regelmäßig tagte. Manchmal sollen die Sitzungen etwas feuchtfröhlich gewesen sein! Vor dem Eingang zum Gasthaus stehen zwei steinerne Löwen. Der gekrönte Löwe war das Herrschaftssymbol der Ortsherren von Pfirt (1661-1806). Links im Bild steht Paula Dirr vor der Tür des väterlichen Kolonialwarengeschäfts. Neben ihr auf der Treppe steht Julius Dirr mit seiner Tochter Chlodhilde. Das nächste Haus ist das Hotel 'Rössle', Besitzer Josef Bleile (Bruder von Maria Dirr). Ganz hinten auf der Straße fährt ein Bauer mit einem Fuhrwerk.

37. Rechts: die Brauerei Zeiler 1917. Das Gebäude war 1736 erbaut worden und gehörte nun der bürgerlich gebliebenen Linie der Litschgi, deren Nachfahren die Zeilers waren. Die Eingangstür wurde von zwei steinernen Löwen bewacht. Diese warenven Eduard Zeiler aus dem N achlaß der Ortsherren von Pfirt erworben worden. Unten: die Zeilers hatten neben der Brauerei noch ein Fuhrgeschäft. Der Bruder Ernst Zeiler war Ingenieur geworden und hatte schon 1911 ein 'Gritzner'Motorrad. Auf dem Bild von links: ein Knecht, Baptist Rietsch, Ernst Zeiler, Eduard Zeiler, Emma Zeiler und ein Unbekannter mit Hut. Der Sohn Willy Zeiler führte die Gastwirtschaft von 1933 bis 1958 weiter. Später war dort die Ratsapotheke. Heute ist hier ein Bettenladen.

rauerei Zeiler, Bes. Eduard Zeiler.

38. Das Kolonialwarengeschäft war 1889 gegründet worden. Marie Bleiie, die mit ihrem Bruder Josef das 'Rössle' bewirtschaftete, heiratete den 'Zuckerbäck' Friedrich Mutterer. Nach dessen Tod ehelichte sie den Conditor Julius Dirr. Dirr hatte beruflich unter anderem in Hamburg und auf dem Passagierdampfer 'Lessing' gearbeitet. Hier auf dem Lande besaß er deshalb als Konditor ein 'Monopol'. Im Jahre 1914 eröffnete er das Café im Obergeschoß. Er erhielt die Konzession, 'Champagner, Liköre und Südweine auszuschenken', und stellte auch Sodalimonade her. 1929 verpachtete er das Geschäft an Johann Friedrich Schmitt, den Mann seiner ältesten Tochter Elisabeth. Schmitt war Chefpatissier in Saarbrücken gewesen. Er baute das Erdgeschoß des Hauses um und richtete auch dort eine Kaffeestube ein. Die Ansichten stammen aus den zwanziger Jahren.

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