Bad Laer in alten Ansichten Band 1

Bad Laer in alten Ansichten Band 1

Autor
:   Prof. Dr. H. Hiltermann
Gemeinde
:   Bad Laer
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4988-4
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Laer in alten Ansichten Band 1'

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9. Die Legge aus dem Jahre 1710, ein Denkmal auf dem Thieplatz, Der Vogt Gerhard Docen baute sie als seinen Wohn- und Verwaltungssitz. Da dieses Haus besonders große Fenster hatte, wurde es zwanzig Jahre später zur Laerer 'Legge'. Dort prüfte man neben dem gängigen Hausmacherleinen auch das feste Segeltuch (Seidook) und das durch ein 'L' geschützte 'Cordes-Leinen'. Diese letzte gut erhaltene Legge des Osnabrücker Landes wurde 1955 abgebrochen.

10. Die zum Thiep1atz führende Seitentür der Legge aus dem Jahre 1710. Die grüngestrichene Eichentür war zweigeteilt und aufrecht profiliert mit aufgesetzten nach außen regelmäßig runden Stäben. Diese Aufnahme wurde in den dreißiger Jahren gemacht von Lehrer Hans Hasekamp, Georgsmarienhütte, der viele Laerer Bauten und Denkmäler im Bilde festhielt.

11. Die Iburger Straße um das Jahr 1925. Auf dem Foto rechts sieht man die Giebelfront des Ständerhauses von August Kälker, heute Schuhaus Beckrnann-Kälker. Davor steht der Besitzer mit einer seiner beiden Kühe; noch in den dreißiger Jahren betrieben viele Handwerker nebenbei ihre Landwirtschaft. Im Hintergrund steht das 'Butkenhus'. Dieses heute noch erhaltene Zweiständer-Fachwerkhaus stammt aus dem Jahre 1725 und ist der älteste, heute noch erhaltene Profanbau des Ortes. (Siehe: Kleiner Führer durch Solbad Laer, Seite 49.) Vor dem Haus steht mit dem Fahrrad Maria Heirnsath, die 'LiboriusOma', die in dem Haus zur Miete wohnte.

12. Die Westseite des Thies wird von den Häusern Smits und Richard begrenzt. Eine Kostbarkeit war das links anschließende Fachwerkhaus von Smits. Der Spruchbalken, der beim 1969 erfolgten Abbruch gerettet wurde, trägt in Inschrift: HEINRICH TORCK UND MARIA KATHARINA HILTERMANS Eheleute Anno 1771. Hier wohnte bis 1936 der Bürgermeister Anton Richard. Über Bad Laer hinaus bekannt ist aus diesem Hause eine Grisaille-Tapete, um 1820 in der Werkstatt von J. Dufour in Paris angefertigt. Eine Abbildung dieser Seidentapete befindet sich in dem 1951 vom Osnabrücker Museum publizierten Ausstellungskatalog 'Alte und neue Bildtapeten'.

13. So sah 1910 das Geburtshaus von dem früher weit über Laer hinaus bekarmten Schulvikar Mathias Sommer (I80 1-1881) aus. Dieses in der Südwestecke des Thieplatzes stehende Fachwerkhaus gehört heute dem Malermeister Karl Beutelmann. Ihm wurde für die vorbildliche Pflege des Dreiständerhauses vom Heimatbund Osnabrücker Land im letzten Jahr eine öffentliche Anerkennung ausgesprochen.

14. Das 1742 erbaute Ständerhaus Berghegger war eines der schönsten Baudenkmäler von Bad Laer. Es wurde 1970 abgebrochen. Mit dem Nachbarhaus Sornrner-Beutelmann (Bild 13), das heute noch erhalten ist, bildete es den Abschluß des Thieplatzes nach Südwesten. Beide Querbalken trugen Inschriften. Das Deelentor zeigte ein großes, strahlenförmig gegliedertes Oberlicht in Form eines Halbkreises. Auf dem Torsturz stand: Johann Heinrich Springrose Margarethen Elisabetli Poppe Eheleute Anno 1742 den 4. September.

15. Ein Doppelkotten aus dem Jahre 1767. Er wurde um die Jahrhundertwende kurz vor dem Abbruch fotografiert. Über dem rechten Dee1entor stand: DIE- LEITUNG- GOTTESHABE- ICH- IMMER- HOCH- GEACHT- DIE- HOLLANDISCHE- UND- FRANZÖSISCHE- SEEFAHRT- HAT- MICH- HIERHER- GEBRACHT ERB- UNDMARKKÖTTER WILHELM DOTHAGE.

16. Zu der Südostecke des Thieplatzes lag 'Mersch Spieker'. Durch eine Erbschaft ist er 1871 zu dem Hof Felix Hiltermann, Winkelsetten, gekommen. Es ist die Stelle, wo heute die Konditorei Asehenberg steht. Dreißig Jahre wohnte darin zur Miete der Tischler Heinrich Hiltermann (Bild 68), nachdem sein altes Haus auf dem Bauonenkamp in Winkelsetten abgerissen war. Nach seiner 1901 erfolgten Übersiedlung an die Warendorfer Straße war der gut erhaltene Speicher noch bis zu seinem 1924 erfolgten Abbruch bewohnt.

17. Dieses Bild vom Paulbrink aus dem Jahre 1902 hat einen Bliekwinkel von seiner Südwestecke. Zwischen den in den Bildern 4 und 7 genannten Häusern sind hier die von Westing, Maas und Bierbaum sichtbar. Auch die Holzverschalung des Notbrunnens, von dem ein Stollen zum Kirchhöfer Hiltermann ('Schinkenhinnerk') führte, ist erkennbar. Der Kutschwagen vor dem Haus Bühren wartet auf Reparaturen. Vor dem Haus Niehaus steht Wilhelm Heimsath, der dieses Bild anfertigen ließ.

18. Das Geschäft für 'Manufaktur- und Modewaren, Aussteuer-Artikel, Herrenkleidung, Damenkostüme' und 'Verlag für Ansichtskarten und Reiseandenken' von W. Heimsath-Hundorf im Jahre 1911. Es ist das heute noch an der gleichen Stelle liegende Bettenhaus am Paulbrink. Der sich um die Laerer Geschichte verdient gemachte Wilhelm Heimsath (Bild 65) war hier viele Jahre tätig. Die Besitzer der Häuser, die die Kirche umgaben, bezeichnete man als 'Kirchhöfer', was auch hier der Fall war.

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