Bad Laer in alten Ansichten Band 1

Bad Laer in alten Ansichten Band 1

Autor
:   Prof. Dr. H. Hiltermann
Gemeinde
:   Bad Laer
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4988-4
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Laer in alten Ansichten Band 1'

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39. Die Mittelklasse irn Jahre 1884 vor der Schule am Thie. Die zweiundachtzig Mädchen und Jungen wurden hier zusammen vom Lehrer Bernhard Masbaum unterrichtet, und zwar nachmittags, Bernhard Masbaum hatte von 1856 bis 1894 die zweite Lehrerstelle inne, die gleichzeitig zum Dienst als Küster und Organist verpflichtete, Das aus Laerer Sinterkalken erbaute Schulgebäude war einstöckig. Auf seinem First befand sich ein Glockentürmchen mit einer kleinen Glocke, die eifrig benutzt wurde.

40. Die Mittelklasse der Laerer Mädchenschule im Jahre 1903. Die aus fünfundfünfzig Kindern bestehende Klasse des Lehrers Anton Pohlmann erhielt ihren Unterricht in der Mädchenschule am Kirchplatz. Dort befand sich auch die Dienstwohnung der Lehrerin Maria Biedendieck. Diese hatte die Klasse zur Anfertigung der Fotografie vor der Knabenschule am Thie aufgestellt.

41. Der Brautwagen (Ringsewagen). Hiermit erfolgte am Vortage der Hochzeit die Einholung der Aussteuer der Braut. Vorne saß die Braut mit Spinnrad, Flachsrocken, Haspel, Hart- und Schlagbrocke, Hechel, Brautbett, Leinentruhe und Zinngeschirr. Die gezeigten Laerer Trachten unterscheiden sich durch ihre Kopfbedeckung. Man vergleiche hierzu die Erläuterungen zu den Bildern 50, 67 und 69.

42. Die Hochzeit von Heinrich Stricker und Anna Sandfort im Jahre 1910 in Müschen, Viele der Frauen trugen noch die herkömmlichen Laerer Volkstracht. Solche Bauernhochzeiten fanden gelegentlich unter Beteiligung der ganzen Bauerschaft statt, so daß bis zu fünfhundert Personen zusammen kamen. Die Nachbarn hatten ganz bestimmte Verpflichtungen, wie Kränze binden oder Stellung eines Brautwagens. Diese Nachbarpflicht war so fest verankert, daß deren Verletzung noch Anfang des 19. Jahrhunderts vom Brüchtengericht bestraft wurde.

43. Im Jahre 1909 fand im Hotel Storck, damals Heinrich Hiltermann, genannt Brümmer, eine Doppelhochzeit statt. Des Besitzers Schwester Toni verheiratete sich mit Christoph Richard, dem Sohn des Samtbürgermeisters Anton Richard. Der Besitzer selbst heiratete seine Cousine Antonia, genannt Schinkentoni. Ch. Richard übernahm in Bissendorf ein Gasthaus, das heute noch seine Familie besitzt. Die Brümmersche Linie dagegen blieb ohne Nachkommen. Das den Hintergrund bildende Vierständerhaus ist dank der Pflege seiner Besitzer bis heute sehr gut erhalten geblieben.

44. In der Eßküche des Vollerben Rieger um 1910 in Westerwiede (Hof Bild 26). Die Bäuerin trägt ihre Sonntagstracht, einen langen Faltenrock mit Seidenschürze, helle buntbestickte Mundbänder und die Brusenmütze mit schmalem Strich. Auf dem Tisch stehen zwei Näppkes, aus denen noch wenige Jahre vorher mit Holzlöffeln gegessen wurde.

45. Nach der Jagd am Fischteich von Richards. Es sind von links nach rechts: Christoph Richard, Laer; Heinrich Hiltermann genannt Brümmer, Laer; Paul Lohmeyer, Hardensetten; Joh. Schürbrock sen., Laer; Heinrich Gr. Börger (sitzend), Hardensetten; August Knemeyer sen., Laer; Gastwirt Heinrich Bierbaum, Laer; Joh. Dieckmeyer, Laer; Bernh. Musenbrock, seines Zeichens Uhrmacher auf der 'Legge' , der bei den Jägern als lustiges Faktotum bekannt war im das Jahr 1909.

46. Sammeln der Vereine anläßlich des zweihundertundfünfzigjährigen Schützenfestes auf dem Paulbrink im Jahre 1902. Das beflaggte Steinhaus ist Cohrs Schuppen. Das Nachbarhaus, unten mit wildem Wein bewachsen, war die Sattlerei von Franz Bühren. Der Fachwerkgiebel im Hintergrund ist die Gastwirtschaft Heinrich Hiltermann, genannt Brürnmer, heute Hotel Storck. Die links vorn sichtbare Platte ist der Verschluß des Notbrunnens, der im Jahre 1838 für Feuerlöschzwecke ausgebaut worden war.

47. Die Schießstände für das Schützenfest des Jahres 1902 auf der Festwiese am Blomberg. Heute steht an dieser Stelle das 1953 erbaute Schützenhaus. Das Schützenwesen diente ursprünglich der Selbstverteidigung. Aus dem Jahre 1598 liegt im Pfarramt Laer in einem alten Rechnungsbuch noch folgende Eintragung vor: 'Mondags noch de Kirrnihs denn Vogillgescheten dern Koning sinen hodt und kranss den kerspeel geguin een tunne beer'. Weiterhin findet sich eine Liste der besten Schützen des Jahres 1630 mit sechsundsechzig Namen.

48. Schützenzug an der Stelle, wo der Weg vom Blomberg auf die heutige Bahnhofstraße mündet. Der traditionelle Herold auf dem Schimmel und der mit breiter Schärpe und langem Degen geschmückte Kommandant waren gewichtige Persönlichkeiten des Schützenfestes. Diese und das Musikkorps mit Schellenbaum und die historische Fahne, die heute noch bei feierlichen Anlässen benutzt und von Kar! Beutelmann sorgfältig verwahrt wird, begleitet von fünf Trommlern eröffneten den Schützenzug.

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