Bad Laer in alten Ansichten Band 1

Bad Laer in alten Ansichten Band 1

Autor
:   Prof. Dr. H. Hiltermann
Gemeinde
:   Bad Laer
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4988-4
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

Lieferzeit: 2 - 3 Arbeitstage (unverbindlich). Der gezeigte Umschlag kann abweichen.

   


Auszüge aus dem Buch 'Bad Laer in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

49. Der Schützenkönig mit der Königin und dem Hofstaat im Kutschwagen im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts. Die Trachten der Laerer Frauen sind auf dem Bild 50 näher erläutert. Man beachte bei diesem Foto, daß östlich der Bahnhofstraße, wo heute eine geschlossene Häuserreihe steht, noch freies Feld ist, was auch für den Blomberghang gilt.

50. Der Laerer Schützenkönig des Jahres 1906 mit seinem Hofstaat, der Kesselschmied und Brennereibesitzer Ferdinand Vieth. Die drei Hofdamen tragen die kostbaren Osnabrücker Goldkappen, gezeichnet durch breite, weiße plissierte Rüschen ('Striche') und breite Seidenbänder ('Mundbänder'), die Atlasschürze und das Timpentuch, beide von schwarzer Taffet- oder Atlas-Seide mit lila oder grünem Schimmer. Die Königin ist Luise Beverrnann-Müschen. Die Hofdame an ihrer Seite ist Frau Geiner von der Kesselstraße; die andere Hofdame ist Frau Hollmann.

51. Franz Geiner, der Schützenkönig des Jahres 1922, mit Anna Hörstkamp als Königin. Der schwarze Seidenrock mit der Schürze ist noch die einzige Erinnerung an die vergangegen Trachten von Laer. Die Plakette an der Königskette trägt neben dem Namen Gerardus de Haar die Jahreszahl1652, wo das erste Schützenfest nach den Greueln des Dreißigjährigen Krieges stattfand. Die Hofdamen sind Elisabeth Schürbrock und Gertrud Hörstkamp.

52. Sängerfest des Männergesangvereins Cäcilia in Laer am 18. Juni 1905. Damals fand ein Festzug von zwanzig Vereinen aus dem Osnabrücker Südkreis und dem benachbarten westfälischem Raum statt. Die Gesangvorträge fanden in dem Saale von Bierbaum am Paulbrink statt. Der Dirigent war Joseph Markus, der von 1898 bis 1901 in Hardensetten und dann bis 1936 in Bad Laer als Lehrer tätig war.

53. Ortsansicht um 1905, vom Fuß des Blomberges aus gesehen. Östlich von der für die damalige Zeit breiten Remsederstraße fällt ein Schornstein auf. Dieser gehörte zu der Dampfmaschine, die Springmeyers Mühle mit Kraft versorgte, wenn die Wassermenge des Mühlensees nicht ausreichte. Der Schornstein wurde abgebrochen, wie die Mühlenbetrieb eingestellt wurde. Auf dem unbebauten Gelände hinter den Güterwagen entstand später das Bahnhofsgebäude.

54. Die Brennerei von Vieth um 1910, später J. Heimsath. Nach einem Brande wurde sie 1912 noch kurze Zeit an C. Langemeyer-Mettingen verpachtet. 1913 wurde ein Teil umgebaut zum 'Elektrizitätswerk Laer Heimsath-Vieth", Heute stehen auf dem Gelände verschiedene andere Gebäude. Das rechts sichtbare Steinhaus ist heute der Taxibetneb Heinrich Freye.

55. Giebelseite von Goeings Schuppen, wie sie noch 1954 aussah. Die Aufnahme wurde von J. Steinkamp gemacht durch eine Baulücke, die beim Abbruch des alten Krankenhauses entstand. Es ist das 1768 nach dem großen Derfbrand wieder aufgebaute Wohnhaus Nummer 16 von Beckmann, einem Nachfahren des J ohann Niklas Beckmann, der van 1746 bis 1764 Vogt von Laer und bis 1759 gleichzeitig von Glandorf war. Um 1920 nannte sich der Besitzer Beckmann-Niehaus.

56. Das Iburger Tor, auch 'Auf dem Polle' genannt, kurz nach der Jahrhundertwende. An der Westseite der Straße standen noch keine Häuser. Man sieht gerade noch die eine Ecke der Steinbrücke, die über den Salzbach führte. Auf der Gegenseite liegt die Bäckerei 'Wilhelm Dreyer am Bache, Brotfabrik mit Kraftbetrieb'. Links stehen Wohnhaus und Werkstatt des Schmiedes Buschmeyer, auch Pollschmied genannt.

57. Dieses Fachwerkhaus Blankefort lag an der Kesselstraße Ecke Swinestraße. Über dem Einfahrttor stand: 'Anno D 1725 den 16. May'. Es soll sich um ein fürstliches Jagdhaus gehandelt haben. Bis etwa 1900 hatte Heinrich Poppe hier seine Schmiede; der zugemauerte Eingang ist noch zu erkennen. Das rechts sichtbare Steinhaus gehört Klare. Das Ständerhaus war zuletzt bewohnt von Klaren Hinnerk, der den mit Pferden bespannten Botenwagen regelmäßig nach Osnabrück fuhr.

-

58. Im Jahre 1906 beim 'Alten Brumm' rnit Schlütershus und rechts mit dem Pulvertorn. Beide Ständerhäuser stammen aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts. Der letzte Bewohner, Bernhard Schlüter, hieß im Volksmund 'Brummenbernt'. Wie sein Nachbar 'Klaren Hinnerk' (sehe Bild 57) fuhr er mit einem Botenwagen nach Osnabrück. Um 1870 war hier eine 'Herberge zur Heimat'. Auf dem Foto kann man auch Wilhelm Heimsath erkennen, der rnit einem Besen die Einwohner zum Fotografieren anleitete, was damals noch viele Minuten Stillhalten bedeutete.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Kolophon | Privacy | Haftungsausschluss | Lieferbedingungen | © 2009 - 2019 Europäische Bibliothek Verlag