Bad Laer in alten Ansichten Band 1

Bad Laer in alten Ansichten Band 1

Autor
:   Prof. Dr. H. Hiltermann
Gemeinde
:   Bad Laer
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4988-4
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Laer in alten Ansichten Band 1'

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59. Strohmanns Nußbaum wird gefällt, um einem Neubau und einer Straße Platz zu machen. Letztere wurde in jüngerer Zeit zu einer niedersächsischen Landesstraße, der L 94, ausgebaut, die mitten durch den Badeort führt und den historischen Thieplatz zweiteilt. Joseph Strohmann, verheiratet mit Elisabeth Lückefahr, betrieb um die Mitte des 19. Jahrhunderts noch eine beachtliche Landwirtschaft.

60. Die 'Große Wäsche' war in alter Zeit sehr mühselig. Ursprünglich hatte man, statt Seife, Holzasche. Diese streute man lagenweise zwischen die Wäsche, wenn sie die Tage vorher in dem Bükefatt eingeweicht wurde. Am Waschtag wurde sie wiederholt mit heißem Wasser übergossen, in flachere Molen umgefüllt und mit Füßen durchgetreten. Schließlich brachte man die Wäsche auf Schiebkarren zum Salzbach zum Spülen. Dieses Foto stammt schon aus der Zeit um 1900. Hier gab es neben Seife schon hochstehende Bottiche und Waschfässer.

61. Die 'Terrazzo- und Zementwaren-Fabrik Clemens Schlingmann' im Jahre 1915. Zur damaligen Zeit fand nur ein sehr bescheidener Abbau der Kies- und Sandvorkommen der Laerer Heide statt. Dieser Betrieb stand auf der Höhe unweit des Kalvarienberges. Da damals drei Brüder Schlingmann in Laer tätig waren, hieß dieser im Volksmund Pannemann.

62. Die Vorsteher gratulieren dem Müschener Silberpaar Klapphecke im Jahre 1908. Stehend von links: Glied-Hardensetten; Poppe, genannt Schaper; Anton Richard, Bürgermeister der Samtgemeinde; B. Maibaum- Westerwiede; Kaspar Steinbrink-Winkelsetten und der Gemeindediener Bernt Brinkwert in Uniform mit Säbel.

Die Oma Klapphecke trägt auf Bild 67 noch die charakteristische Laerer Tracht.

63. Der Kolpingverein mit seinem Präses Vikar Gerhard Brune. Letzterer betreute diese 'wandernden Gesellen' von 1906 bis 1913. Neben ihm - auf dem Bilde rechts - sitzt Johannes Thyes, später als Onkel Thyes bekannt, der 1901 mit einigen Handwerkersöhnen im Hofe Hohn (sehe Bild 75) den Gesellenverein gründete. Bis zum Jahre 1930 war Onkel Thyes Senior vom Kolping. Die Kolpingfamilie ist nach Ihrer Auflösung durch die Nazis nach dem Kriege neu erstanden und bildet heute eine Stütze des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens.

64. Der Wagen der Schmiede für den Festzug anläßlich des fünfundzwanzigjährigen Bestehens vom Gesellenverein im Jahre 1926. Wir befinden uns am Iburgertor (sehe Bild 56) vor dem Haus Buschmeyer. Der mittlere der Hämmernden ist Hermann Buschmeyer, der von 1951 bis 1970 Samtbürgermeister war.

Buschmeyer ermöglichte auch eine Darstellung des früheren Schmiedehandwerks in Laerschen Platt, publiziert 1974 von H. Niebaum (Band 22; Schrift. der Kommission für Mundartforschung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe).

65. 'Zwei getreue Nachbarn', so bezeichnete Wilhelm Heimsath (1851-1930) dieses vor 'Pastorstall' (sehe Bild 35) im Jahre 1904 gemachte Foto. Der einen Hut tragende Bauer Stöppelmann hatte auf den Hof Kemnade geheiratet. W. Heirnsath stammte aus der 'Conditorei und Bäckerei Fritz Heirnsath' am Thie (sehe Bild 72). Ihm verdankt Bad Laer die meisten Heimatgedichte und Lieder, die Rettung der einheimischen Trachten und einen 'Laerer Illustrierten Reiseführer', der 1913 erschien,

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66. Dat Loarske Led. Text von Wilhelm Heimsath. Melodie: Strömt herbei ihr Völkerscharen.

67. Frau Wilh. Klapphecke, Erbkötter in Müschen in der Tracht, die noch um die Jahrhundertwende in Laer bei festlichen Anlässen getragen wurde. Wie die westfälische Tracht, bestand sie aus einem fußlangen Wollkleid mit einem weiten Faltenrock, einer etwas kürzeren schillernden Seidenschürze ('Atlasschötten), dem buntbestickten Timpentuch ('Timpendook') und der Gold- oder Silberkappe ('Brusenmössen'). An letzterer war ein schmaler weißer plissierter 'Strich' befestigt; dazu kamen noch die an beiden Seiten lang hinunterhängenden, hellen seidenen Mundbänder.

68. Tischler Heinrich Hiltermann mit seiner Frau Elisabeth Schulte-Südhoff im Jahre 1909. Er ist gebürtig vom Bauonenkamp in Winkelsetten und hieß wegen seines rötlichen Bartes der 'Rauote Bauonenkämper'. Wir befinden uns an der Seite seines 1897 begonnenen Steinhauses, bei dessen Ausschachtung noch soviel Loarske Steene zu Tage kamen, daß noch welche verkauft wurden. Die Tracht zeigt die Prüllmütze, das lange Kleid mit Faltenrock, die dunkle Seidenschürze und das weiße, buntbestickte Mundtuch. Das Haus wurde 1956 ausgebaut zum Möbelhaus Paul Hiltermann.

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