Bad Laer in alten Ansichten Band 1

Bad Laer in alten Ansichten Band 1

Autor
:   Prof. Dr. H. Hiltermann
Gemeinde
:   Bad Laer
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4988-4
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Laer in alten Ansichten Band 1'

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69. Dieses Trachtenbild war als kolorierte Postkarte im Verkehr. Der Glandorfer Volkskundler Franz Jostes ließ es malen und veröffentlichte es 1904 in seinem 'Westfälischen Trachtenbuch' . Bei der links stehenden Frau aus Glane fallen das bestickte Schu1tertuch und die Bandmütze mit breitem 'Strich' auf. Die sitzende Laerer Frau trägt die Kirchgangskleidung: Samtkäppchen mit schmalen Strich, das Bindken ist eine Gold1itze. Die rechts stehende Frau trägt die hochfestliche Glandorfer Kirchgangskleidung: Kleid farbig, Schürze und Schultertuch in schwarz, weißer Kragen und große Goldkappe. Bei dem stehenden Laerer Mädchen fallen die breiten Mundbänder auf; statt Kappe trägt es eine Prüllmütze.

70. Die Inbetriebnahme des Arbeitszuges der Teutoburgerwald-Eisenbahn in Laer am 12. März 1900. Die irn September 1899 begonnenen Bauarbeiten ermöglichten es, den ersten fahrplanmäßigen Zug am 1. November 1900 zwischen Laer und Gütersloh verkehren zu lassen. Diese dreiunddreißig Kilometer waren der erste Bauabschnitt der heute von Hövelhof bis lbbenbüren ausgebauten Strecke. Bis zum Jahr 1967 wurde ein regelmäßiger Personen- und Güterverkehr durchgeführt, wobei Lengerich für die Laerer Gäste als Umsteigestation eine große Rolle spielte. Heute durchqueren nur noch einige Güterzüge Bad Laer.

71. Bliek auf Bad Laer um die Jahrhundertwende. Der Bauzug fährt an Springmeyers Mühlenteich vorbei und wird gleich die Rernsederstraße überqueren. Die in der linken unteren Bildecke sichtbaren Pferdewagen warten vor dem Kalkofen von Becker. Der Kalkofen kam 1915 zum Erliegen und wurde später abgebrochen. An seiner Stelle steht heute das Ehrenmal für die Gefallenen beider Weltkriege.

72. Das Süd- und Westende des Thieplatzes mit neu angepflanzten Kastanien, an deren Stelle früher Linden standen. Das Auto des Kaufmannes Blase war das zweite Auto von Laer; das erste hatte Dr. med. Stertenbrink. Links sieht man die Bäckerei Fritz Heimsath, heute ein bekanntes Pensionshaus. Den Westabschluß des altsächsischen Thieplatzes bilden die beiden Fachwerkbauten Smits und Richard (sehe Bild 12).

73. Haus Holkenbrink, eine der ältesten Bauten der Bauerschaft Hardensetten. Das Haus lag an einer Stelle, die im Volksmunde 'Auf dem Arnte' hieß. Die Bewohner hießen dementsprechend 'Amtmänner', Eine der bekarmtesten Gestalten war der Postillion Wilhelm Holkenbrink. Er ist im 'Jahrbuch 1931 des Kreises Iburg' mit siebenundachtzig Jahren als einer der Ältesten des Kreises abgebildet worden.

74. Erich Merse mit seiner Schulklasse im Jahre 1923. Lehrer Merse (1889-1959) trat 1919 seine erste Lehrerstelle in Laer an. Er war anfangs außerdem ehrenamtlicher Standesbeam ter, Vizepräses des Gesellenvereins, Vorstandsmitglied des Verkehrs- und Verschönerungsvereins und Regisseur der Laienspiele. Für das volkskundliche Seminar der Universität Münster und den Kreisheimatverein, den er 1932 nach Laer eingeladen hatte, übernahm er Führungen und Vorträge.

75. Bliek auf die Kesselstraße nach Süden mit der riesigen Linde zwischen Geiners und Hohns Erbe im Jahre 1910. Von dem heute noch vorhandenen Hof Hohn, jetzt Pension Isidor Oberhülsmann, sehen wir die eine aus sechzehn Gefachen bestehende Traufenseite. Die uns abgewandte Giebelseite bildet mit ihrem großen Deelentor und den aus dem Jahre 1724 stammenden Inschriften heute noch einen einmaligen Schmuck des Hauses Isidor (sehe 'Kleine Führer durch Solbad Laer', Seite 47). Geiners Linde besaß einen breiten Spalt, durch den die Kinder in den hohlen Baum schlüpften. Das im Hintergrund liegende Fachwerkhaus gehörte Blankefort (sehe Bild 57).

76. Die Südostseite des alten Kirchplatzes mit den Ständerhäusern der Kirchhöfer Lauhof und Brune im Jahre 1905. Es waren Geschäftshäuser, damals noch ohne Schaufenster. Beides sind Reste der ursprünglichen Kirchenfestung. Daher liegt ihr Deelentor am Kirchplatz, während die Straßenseite einen Steinsockel zeigte. Das größere Haus, die Schlächterei Lauhof, wurde vom Nachbarn, Schuster Brune, gekauft und zunächst an den Totengräber Hartlage verpachtet. Das am Rande sichtbare Steinhaus ist die 1890 abgebrochene und erweitert aufgebaute Mädchenschule, heute Besitztum des Elektroinstallateurs Josef Schöning.

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