Bad Pyrmont in alten Ansichten

Bad Pyrmont in alten Ansichten

Autor
:   Dr. Dieter Alfter
Gemeinde
:   Bad Pyrmont
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4683-8
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Pyrmont in alten Ansichten'

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59. Bad Pyrmont, Liboriushaus. Die historische Postkarte zeigt das stattliche Gebäude des Liboriushauses an der Ecke von Lägerstraße und heutiger Hermannstraße. Es bot damals noch einen freien Bliek nach Osten zu auf den Königsberg. 1908 kaufte der Verlagsbuchhändler Ferdinand Schöningh, Paderborn für etwa 111 000 Mark das in Konkurs geratene Haus, ließ es für 10000 Mark umbauen und trat es ab an den Verein katholischer Lehrerinnen, die es heute noch nutzen. Der Stadtpatron von Paderborn, der heilige Liborius (Bischof von Le Mans, gestorben 397), gab dem Heim seinen Namen. A.T.

Bad Pvrmont

Helenen-Kinderheim

60. Bad Pyrmont, Helenenkinderheim, ohne Angaben. Das Gebäude wurde 1892 auf dem von der fürstlichen Domänenkammer zur Verfügung gestellten zwei Morgen groBen Grundstück an der MarienstraBe errichtet. Es war bestimmt zur Aufnahme kranker Kinder aus unbemittelten Familien. Prinzessin Elisabeth von WaldeckPyrmont als Gründerin, hatte damit den Plan ihrer früh verstorbenen Mutter, der Fürstin Helene, Gemahlin Georg Viktors (reg. 1852-1893) verwirklicht und durch Wohltätigkeitsveranstaltungen mit zur Finanzierung des Heimes beigetragen. Der Architekt war Baurat Queissner aus Arolsen. Professor Dr. Schücking leitete als Arzt das Heim ab 1893 ehrenamtlich, sein Sohn setzte diese Arbeit für weitere fünfzig Jahre fort. Das Helenenkinderheim war eine 'Gemeinnützige milde Stiftung' und dem ZentralausschuB der Deutschen Evangelischen Kirche angeschlossen. Es wurde von Waldecker Schwestern des Sophienheimes in Arolsen sowie Diakonissen aus Bethel betreut. Seit 1979 ist das Haus Aussenheim der Diakonischen Werke Hildesheim e.V. für geistig und körperlich behinderte junge Männer. A.T.

Bad pyrmont-

61. Bad Pyrmont, Gedenkstein fûr Friedrich den Großen, Verlag M. Glückstadt & Mûnden, Hamburg 1907. Während seiner Kuraufenthalte in den Jahren 1744 und 1746liebte Friedrich der Große diesen Ruheplatz am südlichen Hang des Oesberges mit weitem Bliek über das Pyrmonter Tal ganz besonders. Ihm zu Ehren erhielt dieser im Nordosten der Stadt gelegene 'Wächter des Tales' den Namen Königsberg. Ein schlichter Marmorstein unter schönen alten Bäumen erinnert an den großen König. Die Inschrift lautet: Friedridt der Große erfreute sich dieses Ruheplatzes, da er an heilbringender Quelle seine Kräfte wieder herzustellen vermochte. A. T.

62. Restauration 'Zum Felsenkeller', Bad Pyrmont, Inhaber F. Jahn, P. Stecher, Bad Pyrmont. Die Farbpostkarte des Pyrmonter Fotografen Steeher atmet die beschauliche Gemütlichkeit eines sommerlichen Ausflugsbetriebes im ländlichen Lokal 'Zum FelsenkelIer' . Das Anwesen lag gegenüber der Dunsthöhle mit ihren giftigen Kohlenmonoxydgasen, an der Südseite des FelsenkelIers inmitten schön belaubter alter Bäume und Büsche. Das Ausflugslokal war gleichzeitig eine beliebte Tanz- und Glücksspielstätte. Die Fama berichtet von manchen hier geknüpften zarten Banden sowie von Spielern, die sich beim Spiel um Gut und Geld gebracht, sich voll Verzweiflung die Stufen hinab zur Dunsthöhle begaben. Das Restaurant wurde in den fünfziger Jahren abgerissen und die Vorratskellergewölbe in dem Felsen geschlossen. Auch die ernstenund heiteren Theateraufführungen am angrenzenden Helvetiushügel, die um die Jahrhundertwende viele Kurgäste anzogen, sind lange verklungen. A.T.

FriedensthaI (Bad Pyrmont) Telefon No. 19 Inhaber louis Wesefoh

63. Friedensthal (Bad Pyrmont) Telefon No. 19, Inhaber Louis Weseloh, E. Hermann's Kunstanstalt Bad Pyrmont, Sammlung Stephan Hohmann, Bad Pyrmont. Die um 1911 entstandene Farbfotografie von E. Hermann zeigt das um die Jahrhundertwende sehr beliebte und von den Kurgästen viel besuchte 'Café FriedensthaI' . Dieses Ausflugslokalliegt in ein kleinen Tal zwischen dem Schellen- und dem Königsberg im Nordosten der Stadt Pyrmont. Hier hatte sich der seiner religiös pietistischen Anschauungen wegen aus Schaumburg und Preußen ausgewiesene Krämer Ludwig Seebohm 1790 mit einigen gleichgesinnten Freunden niedergelassen und eine kleine Quäkersiedlung gegründet. Die Errichtung mehrerer kleiner Handwerks- und Gewerbebetriebe wurde vom Pyrmonter Fürsten wohlwollend und großzügig unterstützt. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts geriet diese idyllische Ansiedlung allmählich in Verfall. Heute erinnert nur noch der Name des kleinen Ortes mit dem Café-Restaurant an die einst hier ansässigen Quäker. A.T.

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Sennhütte

64. Bad Pyrmont, Sennhütte, Verlag M. Glûckstadt & Mûnden, Hamburg, 1908. Auf einem 12 Morgen großem Anwesen, inmitten schöner Anlagen wurde die 'Sennhütte' 1898199 von C.R. Böger im Schweizer Stil auf dem Plateau des Bomberges erbaut. Der Besitzer betrieb hier eine kleine Sennerei in der Absicht, Kurgäste und andere Ausflügler mit Milcherzeugnissen aller Art bewirten zu können. Wegen Wassermangels und anderer Schwierigkeiten wurde dieses Vorhaben kein großer Erfolg; das Anwesen gelangte nach einigen Jahren in andere Hände und wurde 1916 durch einen Brand zerstört. 1920 wurde an gleicher Stelle eine neue Gaststätte errichtet und vom Forstverband als Eigentümer 1957 erweitert. Es ist noch heute unter dem alten Namen 'Sennhütte' ein beliebtes Ausflugsziel und Berghotel. A.T.

65. Bad Pyrmont, Brunnenplatz mit Wandelhalle, Verlag Georg Uslar, Hofbuchhandlung, Inhaber Rudolf Koeppel, Bad Pyrmont. In den Jahren 1923/24 begann mit dem Neubau des Brunnentempels und der Wandelhalle eine groß angelegte Neubauphase der wichtigsten Kureinrichtungen. Nach den Plänen des Architekten Sasse aus Hannover wurde an Stelle des gußeisernen Brunnentempels ein monumentaler, auf zwölfSandsteinsäulen ruhender Kuppelbau über dem Hylligen Born errichtet. Die 53 Meter lange und 35 Meter breite Wandelhalle ist ein klargegliederter Bau um einen Lichthof herum. Im Lichthof selbst wurde das marmorne Denkmal der Königin Luise inmitten schöner Blumenanlagen aufgestellt. Der Bliek vom Balkon des Fürstenhofes zeigt eindrucksvoll die neugeschaffene Anlage.

66. Bad Pyrmont, Wandelhalle, lnnenansicht, Verlag Georg Uslar, Hofbuchhandlung, Inhaber Rudolf Koeppel, Bad Pyrmont. Diese Kupfertiefdruckkarte zeigt das Innere der neuen Wandelhalle. Den nördlichen Abschluß der arkadenartig gestalteten Räume bilden zwei Brunnen aus dunklem Marmor mit je einer dem Moorbade entsteigenden weiblichen und männlichen Gestalt aus Bronze. Im Hintergrund sind Ladengeschäfte angesiedelt. Um den Lichthof verlaufen drei Wandelgänge. Der Mittlere ist 10 Meter breit und wird von hohen antikisierenden Säulen flankiert. Die symbolischen Gemälde auf den Wandfeldem stammen von Professor Jordan, Hannover.

67. Bad Pyrmont, Königin-Luisen-Denkmal, earl Maltzahn, Bad Pyrmont. Königin Luise war 1777, 1797 und 1806 zur Kur in Bad Pyrmont und logierte im ältesten Kurhaus der Stadt, im 'Fürstlichen Badehaus' , dem jetzigen Fürstenhof. Zur Erinnerung an sie schuf Prof. Hundrieser das Denkmal in weißem Marmor, das im Lichthof der Wandelhalle seinen Platz fand, später am Ende der Springbrunnenallee hinter dem großen Goldfischteich aufgestellt war. Um schädlichen Witterungseinflüssen auszuweichen, wurde die Skulptur vor wenigen Jahren wieder in die Wandelhalle gestellt. Wegen ihres Liebreizes und ihrer menschlichen Güte wurde die Königin zu Lebzeiten von ihrem Volk geliebt und verehrt und noch heute findet man hier an ihrem Denkmal fast immer einen Strauß frischer Blumen von Menschen, die ihrer in Verehrung und Liebe gedenken. Wie sehr die Königin Pyrmont schätzte, geht aus einem Brief an den König Friedrich Wilhelm lIl. vom 23. Juli 1806 hervor: Gestem machten wir einen Ausflug halb zu Pferde, halb zu Wagen, nach Schell-Pyrmont, wo der gute Prinz von Waldeck uns mlt einem netten Vesperbrot ûberraschte und einer köstlichen Musik, die auf dem höchsten Berge versteekt war. Wir sahen göttliche Gegenden, wie ich sie noch nie in meinem Leben gesehen habe, steile Abhänge, schreckliche Abgründe, unfruchtbare Gegenden und gut angebaute Täler, dicht belaubte prächtige Wälder, kurz, es fehlte nichts als Du, mein lieber Freund ... A.T.

BAD PYRMONT

BrunnenstraBe mit neuer Wandelhalle

68. Bad Pyrmont, Brunnenstraße mit neuer Wandelhalle, Hermann Lorch, Kunstanstalt, Dortmund, Sammlung Stephan Hohmann, Bad Pyrmont. Wie gut sich die neue Wandelhalle mit Brunnentempel in das historische Stadtbild einfügt, wird auf der Postkarte von 1924 sichtbar. Der monumentale Tempel mit seinem mächtigen Wandelhallenanbau gibt dem Brunnenplatz aus Sicht der Brunnenstraße einen neuen prägenden Akzent, der bis heute Bestand hat.

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