Bad Salzuflen in alten Ansichten

Bad Salzuflen in alten Ansichten

Autor
:   Otto Pölert
Gemeinde
:   Bad Salzuflen
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2622-9
Seiten
:   120
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Salzuflen in alten Ansichten'

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89. Das alte Haus Nummer 10, das 1924 für die Anlage der Salzepromenade abgebrochen wurde, hatte 1549 der Familie Slortholt gehört und dann als Schmiede gedient. Seit 1952 gehörte es als Nebenhaus zu Nummer 9 (Volckhausen, Reischauer, Barkhausen) und wurde 1901 von der Stadt angekauft. Bei der Schnitzerei fielen die achtzehn Halbscheiben (Palmetten) mit ihren beständig varüerenden Mustern sowie ein zehnteiliger frommer Spruch in niederdeutscher Sprache auf.

Uniere MühlensTrasse.

90. Die Hofstätte an der Salze mitten in der Stadt, ehemals Nummer 125, gehörte 1549 der Familie Hartmann, dann dem Kramer (das heißt Kaufmann) Kahre. 1658 wurden für zweihundertzwanzig Jahre die Pegel Besitzer des Hofes. Die letzten 'Salzebauern' waren seit 1879 die Fuhrleute Niemeier und Frodermann, bis das Haus 1909 an die Stadt verkauft und 1912 im Zuge der Salze-Uberbrückung abgerissen wurde. Im Bilde ist neben dem Wohnhause die Scheune zu sehen, daneben die Einfahrt zur Unteren Mühlenstraße, Das kleine Fachwerkhaus am Anfang derselben war nacheinander bewohnt von einem Schneider, einem Wandmacher (= Wollspinner) und zuletzt von der Schneiderin Hollmann. Das Haus ist 1958 abgebrochen.

91. An der Steege W3I die Salze 1912 durch eine Betondecke überbrückt, aber die neue Straße W3I noch nicht befahrbar. Für die seit 1909 verkehrende Pferdebahn W3I eine kleine Brücke über das Flüßchen gebaut. Auf dem Foto sieht man ein altes Haus mit Fachwerkgiebel, das einst sehr prominente Besitzer hatte:

Henrich Pottharst, Rittmeister Peter Lamt, Bürgermeister Hermann Witte, Pastor Hermann Krecke, Pastor Pleßmann und Amtmann Meyer zu Oerlinghausen. Die lippische Rentkammer kaufte das Haus 1784 an als Dienstwohnung für ihre Salineninspektoren, Rendanten und Badekommissare, Seit Ausbau des 'Postecks' ist das historisch bedeutsame Gebäude verschwunden.

?arlhie an der Salze.

Gruss aus Salzujlen.

92. Altes Fachwerkhaus im Winkel Salze/Steege, das 1901 abgebrochen ist. Hier hatten seit 1780 die Maurer, beziehungsweise Glaser Schäfer gewohnt. Den Neubau bewohnte Dr. Strunk, dann Dr. Siewecke. Dieses Haus ist zu sehen auf dem Foto von den Eindeckungsarbeiten an der Salze.

93. Gut erhaltenes Fachwerkhaus an der Steege, erbaut 1572. Hier wohnte der Stadtrichter und Geograph Caspar Pott (gestorben 1599). Der schmale Fußweg 'die Steege' war seit 1900 gegen die Salze abgegittert. Am anderen Ufer des Flüßchens ist das Hofgebäude des Salzebauern zu sehen, wo zweihundertzwanzig Jahre lang die Pegel residiert hatten. Dahinter die Schlachterei Sirnon Silberbach (seit 1901 Victor Kutschra).

94. Das Salzef1üßchen an der Steege mit dem Gebäude des Salzebauern Pegel und daneben gebauter Scheune. In den Jahren 1912-1913 wurde die Salze abgedeckt und gleichzeitig das alte Bauerngehöft beseitigt,

95. Haus und Scheune des 'Salzebauern' von der Giebelseite vor dem Abbruch 1912. Links der schmale Fußweg 'die Steege'. Das eiserne Gitter war erst 1900 an das Salzeufer gesetzt worden, nachdem drei Ratsherren in den Fluß gepurzelt waren, die spät von einer Sitzung im Rathaus nach Hause geschwankt kamen.

96. Fachwerkhaus Schäfer an der Steege (bis 1901); Neubau Siewecke Arbeiten an der Eindeckung der Salze.

97. Dieses alte Bürgerhaus Nummer 8 wurde von dem ersten Barkhausen erbaut, der in unsere Stadt kam. Von 1564 bis 1834, also zweihundertsiebzig Jahre lang, hat die reiche Familie Barkhausen hier ihr Stammhaus gehabt und sich in der Stadt verbreitet. Alle waren sie Landwirte mit großem Besitz, Kaufleute, Ratsherren und teilweise Bürgermeister. Von ihrem Reichtum legt die Giebelfassade ein beredtes Zeugnis ab, die das Haus zu einem einzigartigen Juwel im Raume der Weserrenaissance macht. Die horizontalen Gesimse, die Pilaster mit ihren üppigen Kapitellen, die vielen rundbogigen Fenster mit Zahnschnittbogen und der kühn flatternde Saum von Muscheln, Voluten und Rollbändern zeigen sorgfältigste Steinmetzarbeit.

98. Das Rathaus in Schötmar ist 1828 von dem Kaufmann Valentin als Geschäftshaus gebaut worden. August W. Bri.iggemann, der Manufaktur- und Eisenwaren verkaufte, ließ 1899 den Vorbau mit Terrasse aufführen und das Obergeschoß mit Schieferbelag versehen. Brüggernann war lange Zeit Bürgermeister von Schötmar und hat in dieser Zeit seine Gemeinde schwer geschädigt. Daraufhin hat im Jahre 1909 die Dorfschaft das große Gebäude übernommen und die Wirtschaft 'Ratskeller' hineingelegt. Ab 1910 hielt auch der Gemeindevorstand, der bisher in den verschiedenen Wirtschaften getagt hatte, seine Sitzungen im Rathaus ab.

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