Bad Salzuflen in alten Ansichten

Bad Salzuflen in alten Ansichten

Autor
:   Otto Pölert
Gemeinde
:   Bad Salzuflen
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2622-9
Seiten
:   120
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Salzuflen in alten Ansichten'

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99. Ahmsen war bis 1825 ein Adelssitz der Herren von Exterde und gehörte zu den Gütern, die die berühmte Reichsabtei Corvey auf lippischem Boden besaß. Seit 1536 werden die Edlen von Exterde als Gutsverwalter, Erbeingesessene oder Rittmeister auf Ahmsen genannt. Der 1635 geborene Joh. Anton von Exterde schrieb sich 'Lippischer Oberforst- und Jägermeister zu Ahmsen'. Genau hundert Jahre später war Simon August von Exterde 'Fürstlich Lippischer Drost zu Ahmsen' . Sein Sohn Wilhelm von Exterde, Forstinspektor und Inhaber zweier Mühlen und des Neuen Kruges, mußte 1825 den gesamten Gutsbesitz, den er angeblich in einer einzigen Nacht verspielt hatte, an den Nathan Spanier in Herford verkaufen. Er selbst ist als letzter Sproß dieser Adelsfamilie nach dem magyarischen Arad ausgewandert. Zu dem adeligen Besitz gehörten der Krug, eine Wind- und eine Wassermühle. Diese letztere ist noch gut erhalten; alles andere ist verschwunden. Der alte Edelhof mit seinem mächtigen Gebalk wurde im Februar 1959 ein Raub der Flammen.

100. Am Markt in Schötmar. Wir sehen von links nach rechts: Gastwirtschaft Wilh. Leding (früher C. Wolft) Litex-Geschäft, vormalig Wilh. Albert (früher Klempner Bicker, F.C. Wolft), Imbiß-Stube Rich, Nier (Haus im Bilde abgebrochen), Buchhandlung Siebert (früher Fritz Hebrock, davor Senlachtermeister Wilh. Korte,davor C. Pecher).

101. Rittergut Sylbach, heute Jugendheim.

102. Klöpperteich, Sylbach,

103. Schötmars Marktplatz um 1890. Im Bilde links die Dorflinde, gepflanzt am 7. September 1854; links dahinter die Krugscheune, rechts der Linde der alte herrschaftliche Krug. Beides fiel der Brandkatastrophe von 1892 zum Opfer. Das neuerbaute Hotel gehörte nacheinander Aug. Meier, Brüggemann, Korf, Böttger und ist heute noch als 'Hotel Korf bekannt. Das Eckhaus rechts ist erbaut von Seiff und dient heute als Apotheke.

104. Das älteste Volksschulgebäude in Schötrnar, 1585 als Kirchspielschule erbaut, zunächst ohne den Vorbau rechts im Bilde. Dieser ist erst 1684 hinzugefügt, Der volkstümliche Name 'Villa Wuppdich' ist zurückzuführen auf ehemalige Erziehungsmethoden. 1870 wurde das Haus an die Familie HamIet verkauft, 1914 an den Maurermeister Wind, 1919 an Wischmann und Lappenbusch. Während des Ersten Weltkrieges hatten die 67er ihre Waffen- und Bek leidungskarnmer in dem Hause, das 1927 abgebrochen wurde. Heute steht hier die Volksbank.

105. Die Heerser Mühle vor dem Brande von 1925. In der Mitte die Wohnung des Heerser Müllers mit dem Wasserrade, rechts der auf Pfählen stehende Kornspeicher, im Hintergrund links die Gastwirtschaft Brüggenhaus, Heerse war ursprünglich ein Amt der Paderborner Stiftskirche, Es war als 'Tafelgut' zum Unterhalt des bischöflichen Hofstaates bestimrnt. Die ihm unterstellten Meierhöfe (Amtmeierhöfe) waren Bexten, Vinnen, Hündersen und Volkhausen. Die grundherrlichen Rechte in diesen Amtsbereichen wurden 1612 von dem Grafen zur Lippe erworben. Die ersten Konduktoren (= Verwalter) waren auf der jetzigen Domäne die Herren von Wrede zu Steinbeck. Nach dem Ersten Weltkrieg kam die nun nicht mehr dem Fürsten unterstehende Domäne zur Gemeinde Schötmar, welche die Wasserkraft der 1925 abgebrannten Heerser Mühle sich zunutze machte und ein Elektrizitätswerk anlegte, das seit 1928 Schötmar mit Strom versorgt,

106. Die erste Erwähnung des Namens Retzen dürfte die aus dem Jahre 1363 sein, nach der ein Lemgoer Bürger namens Barchusen Haus und Land zu 'Rettersen' mit zugehörigem Gehölz besaß. Als Grundherren in Retzen werden genannt: Tönnies von Zerßen (1475) und Reineke de Wend (1532). Die ersten namentlich genannten Bauern waren Lebrink zu Retzen (1438-1618), Bicker, der 1475 einen Hof zu Retzen 'telet und buwet' (das heißt beackert) und Beninck Nummer 4. Dieses Gehöft, das heute Beining heißt und schon 1562 einen Berndt Beninek gehörte, nennt in der Inschrift über den Torbogen als Erbauer des heute noch gut erhaltenen Fachwerkhauses die Brüder Tönnies und Bartolt, sowie die Schwestern Anna und Margaretha Beninek. Drei fromme Sprüche sind nur mit ihren Initialen eingeschnitz 1.

107. Eine erste Kapelle in Retzen hat früher auf dem Kolonate Burmeier Nummer 13 gestanden; sie ist um 1555 verfallen. Die Bewohner von Retzen haben um die Ländereien der einstigen Kapelle lange gestritten. Den Abendmahlskelch haben sie an die Kirche in Schötmar verkauft. Ein christliches Gemeindehaus in Retzen ist 1913 erbaut worden. Eine reformierte Kirche konnte 1960 eingeweiht werden.

108. Die Kapelle von Bexten, die 1446 erstmals urkundlich erwähnt wird, lag neben dem heutigen 'Waldkrug'. Einer der Vorsteher dieser frommen Stiftung war bis 1522 ein Geistlicher aus Paderborn, der Rektor Konrad Mone. Stifter und Patronatsherr der Kapelle war der Arntmeier zu Bexten. Die reichen Naturaleinkünfte wurden vom Konsistorium als 'Bexter Kommende' der 1620 gestifteten Kirche in Wüsten geschenkt. Das Gebäude der Kapelle ist seit 1632 verfallen. Das Glöckchen hing zuletzt auf dem Dache der Dornäne Bexten.

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