Bad Salzuflen in alten Ansichten

Bad Salzuflen in alten Ansichten

Autor
:   Otto Pölert
Gemeinde
:   Bad Salzuflen
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2622-9
Seiten
:   120
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Salzuflen in alten Ansichten'

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109. Gutsbesitzer Albrecht Meier an der Bega Holzhausen bei Schötmar Nummer 2. Die beiden großen Gehöfte Lindemann Nummer 1 und Meier an der Bega Nummer 2 grenzen aneinander.

110. In Ahmsen mußte vor kurzem die Gastwirtschaft Büxten, genannt der 'Neue Krug', wegen einer Erweiterung der Autobahnlinie Hannover/Köln abgerissen werden. In ihrem Garten war ein großer Grabstein aufgestellt, der ursprünglich auf dem Friedhof der Herforder Münsterkirche gestanden und ein Sammelgrab von fünf ermordeten Personen gekennzeichnet hatte. Dieser Grabstein, der heute vor dem Museum in Bad Salzuf1en steht, nennt in seiner Beschriftung die Namen der fünf Menschen, die in der Nacht zum 18. Juni 1724 in Ahmser Kruge järnmerlich urngebracht worden sind. Das Herforder Kirchenbuch macht nähere Angaben über die Person der Ermordeten, und im Bürgerbuch Nummer 1 der Stadt Salzuf1en findet sich eine genaue Beschreibung dessen, was man am Morgen nach der Tat im Neuen Kruge vorgefunden hat. Entsetzlich verstümmelt waren der Wirt Sirnon Beckmann (siebenundzwanzig Jahre alt), seine Ehefrau Anna Elis. geborene Neuenkrüger, der Ahmser Schäfer, der beim Kruge seine HÜIde aufgeschlagen hatte und auf die Hilferufe herbeigeeilt war, das zweiundzwanzigjährige Hausmädchen Amilia Anna lIsab. Pameyer und der junge Hausbursche Joh. Hermann auf dem Schilde, der einzige, der trotz schrecklicher Verwundungen des Morgens noch Auskünfte geben konnte über die Geschehnisse in der Mordnacht.

111. 'Vinnen' (Vinnitti, Vinnete) war ein alter Amtmeierhof (Haupthof, Villikation), dessen Meier den Tribut der untergeordneten Höfe für die Paderborner Domkirche zu sammeln hatte. Im 12. Jahrhundert waren Vinnen dreizehn Höfe unterstellt, 1550 waren es noch neun Höfe, darunter Nacke in Ehrsen und Meier zu Werl. 1439 haben die Herren von Wend den Burghof zu 'Vynden' an den Meier zu Bexten verkauft. Dieser Burghof war damals mit Wall und Graben befestigt. 1880 wurde Vinnen von dem israelitischen Kaufmann Hochfeld in Lemgo erworben, der Landbesitz stark verkleinert und der Rest mit vierhundertdreißig Scheffel Land an König in Lockhausen verkauft. Vinne zog nach Lerngo.

112. Das Rittergut Papenhausen wird auf einem Aquarell von Emil Zeiß aus dem Jahre 1875 dargestellt. Hier sieht man in der Bildmitte noch das mächtige alte Herrenhaus im Fachwerkstil, welches inzwischen durch einen Steinbau ersetzt ist. Als Inhaber des Hofes Papenhausen wird 1345 Gerd Milinctorpe und 1411 Johan Milentorp genannt. Später zogen die Adelsfamilien aus den Stadten auf das Land und verdrangten als ritterbürtige Grundherren die Meier von ihren Bauernhöfen. So kam Peter von Offen 1553 auf das Gut Papenhausen, das er 1577 für fünfundfünfzighundert Florins an Moritz von Donop verkaufte. Unter dessen Sohn Christian wurde Papenhausen ein Rittergut, das 1606 an die Familie von Wendt aus Wiedenbrück kam. Mehrere noch vorhandene Wappensteine nennen aus dem Jahre 1650 den Caspar Ernst de Wendt und seine Gattin von Friesenhausen. Seit dem Fortzuge der Familie Wendt im Jahre 1796 ist Papenhausen verpachtet.

113. Aus dem Jahre 1496 werden die beiden Dörfer übern- und Niedernsylbeke genannt. In Niedernsylbeke war ein Meierhof, dessen Besitzer (Lehnsinhaber) Erasmus von der Lippe war. Seine Nachkommen verkauften im 17. Jahrhundert Sylbach an Rave von Wrede. Später kam es an die Familien von Donop und von Blomberg. Der Charakter des alten Gutes Sylbach als Adelssitz zeigt sich vor allem in seiner Beschaffenheit als Gräftehof, dessen Befestigungen in einem den Hof einschließenden Wassergraben bestanden. Ältere Flurkarten zeigen nicht nur diese 'Gräfte', sondern auch vier Straßen, welche sternförrnig auf die Gutsanlage zulaufen.

114. Die Bauernschaft Holzhausen bei Schötma

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