Bad Salzuflen in alten Ansichten

Bad Salzuflen in alten Ansichten

Autor
:   Otto Pölert
Gemeinde
:   Bad Salzuflen
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2622-9
Seiten
:   120
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Salzuflen in alten Ansichten'

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Bad Salzuflen

Tennisplatz.

39. Am oberen Ende des dritten Gradierwerkes wurden 1909 die ersten Tennisplätze angelegt, wo noch heute der 'weiße Sport' ausgeübt wird. Interessant ist der Sportdreß der Damen in langen Röcken.

Bad Salzuflen,

Boolstalion

40. Der erste Gondelteich von Salzuflen auf dem alten Kunstgraben (im heutigen Kleingolf-Gebiete). Gekahnt wurde hier seit 1898. Der große Teich wurde zehn Jahre später etwas oberhalb an der Salze ausgeschachtet. Hier sind sechzig Jahre lang Kähne vermietet worden.

Gondelplets

,Söölbad ,Salzuflen

41. Zur Hinleitung des im Kunstteiche gestauten Wassers zum Gradierwerk diente der Kunstgraben. Er wurde 1898 von der Fürstlichen Badeverwaltung als Gondelteich ausersehen und 'zur Unterhaltung der Badegäste und Schmückung des ganzen Parkes' mit einer Gondel besetzt, die 225 MR gekostet hatte.

42. Die Salze war nach dem Ankauf der Saline durch den lippischen Landesherrn im Jahre 1766 oberhalb des Lietholzes zu einem 'Kunstteich' aufgestaut worden, der das Wasser zum Betrieb der Pumpen am Gradierwerk lieferte. Hier gab es spater nach der Anlage des Kurparkes Schwäne, auch die bei jüngeren Kurgästen so beliebte 'Seufzerallee' (rechts im Bilde).

43. Der ehemalige Kunstgraben war in seiner unteren Hälfte durch ein Stauwerk mit zwei Brücken gesperrt. Hier war ein Seitenarm des Grabens überdacht; er diente im Herbst zum Auslegen von Aalreusen, woher dieser Teil des Kurparks noch heute 'Aalfang' genannt wird,

44. Dieses Foto aus der Zeit um 1910 zeigt von oben her das älteste der drei Gradierwerke von Salzuf1en. Es ist angelegt worden, nachdem der lippische Landesherr das Salzwerk im Jahre 1766 angekauft hatte. Ihm war durch einen bedeutenden Salinisten geraten worden, die Sole vor dem Eindampfen zunächst an Schwarzdornwänden herabrieseln zu lassen. Durch solchen Gradierprozeß wurde die Sole aufbereitet, das heißt von 6 Prozent auf 26 Prozent Salz angereichert, wodurch der Verbrauch an Brennholz enorm gesenkt wurde. Dieses erste Gradierwerk hatte zuerst ein richtiges Dach mit Fensterehen und hieß darum 'Gradierhaus', Es wurde 1770 in Betrieb genommen. Noch heute rieselt hier die Sole über Dornen, obwohl die Salzgewinnung schon 1945 eingestellt ist.

45. Das alljährliche Fest der SaJzulfer Schützen erinnert an eine fünfhundertjährige Tradition. Nach einer völligen Zerstörung SaJzuf1ens in der Soester Fehde im Jahre 1447 hatten die aus ihren Waldversteeken zurückkommenden Einwohner sofort mit dem Wiederaufbau begonnen und in fünfundzwanzigjähriger Arbeit nicht nur die zweihundertdreiundvierzig Bürgerstätten neu errichtet, sondern eine Festungsmauer mit vier Toren und drei Wehrtürmen herurngebaut, Alle Männer der Stadt schlossen sich zu einer Bürgerwehr mit militärischem Charakter zusammen, übten sich im Gebrauch der Waffen und schossen alljährlich ihren 'König' aus. 1911 war der Gastwirt Willy Eigenrauch Schützenkönig in Salzuf1en; seine Partnerin war Frau Luise Reibke, nach der spater der 'Luisenhof' benannt worden ist.

46. Reit-, Spring- und Fahrtourniere, die später im Stadion auf der Flachsheide stattfanden, gab es bis zum Ersten Weltkriege auf dem Wiesengelände am Schwaghof.

47. Inzwischen abgebrochene Häuser an der Unteren Mühlenstraße Nummer 7,9 und 11. Von links:

Fr. Luckja, Fremdenheim; Rud. Tietz, Drechler; Gerhard Lehbrink, Maler, Fremdenheim. Das Haus Nummer 9 war 1801 durch Blitzschlag vernichtet. Die Inschrift an dem neu erbauten Hause hieß darum: Was durch Gottes Macht plötzlich durch Feuer zernichtet, ist durch Gottes Gnade und Menschen Hände bald wieder errichtet.

48. Pension Kleemann. Untere Mühlenstraße 16 (alte Haus Nummer 131) war bis zu dem Abbruch 1974 eine sehr beliebte schlicht bürgerliche Kurpension. Die Inschrift von 1603 nannte als Erbauer einen Henrik Bulte. Nach diesem waren die Inhaber des Hauses Moritz Stockfisch, Dietrich Stackelbeck, nach 1767 Otto Schmidtpott, 1813 die Schäfer Franz Wilhelm und Caspar Richter. Der letztere verkaufte es 1865 an den Tischler Georg Kleemann.

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