Bad Salzuflen in alten Ansichten

Bad Salzuflen in alten Ansichten

Autor
:   Otto Pölert
Gemeinde
:   Bad Salzuflen
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2622-9
Seiten
:   120
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Salzuflen in alten Ansichten'

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49. Die alte Stadtmühle von Salzuflen, die zeitweise mit vier Mahlgängen gearbeitet hat. Auf dem Foto ist nur noch eins der vier Mühlräder zu sehen. Der Salzekolk ist überbaut mit der Scheune und dem Lagerschuppen des Schmiedemeisters Peter (zuletzt Friedr. Redeker). Bei dem Gerümpel liegt auch eins der alten Mühlräder.

50. Der frühere Mühlteich auf dem Bleichplatz, 1465 gleichzeitig mit dem Kauf der Mühle angelegt. Die Stadtmühle wird auf dem Foto so eben sichtbar hinter dem Kölling'schen Hause. Hinter dem Salzewehr ist der Lagerschuppen und rechts davon die Scheune des Schmiedes Peter zu sehen, (Beides ist jetzt abgebrochen.) Ganz rechts das Wohnhaus und die Werkstatt von Peter, beziehungsweise Redeker.

51. Der 'Stumpfe Turm' ist die Ruine eines alten Wachtturmes an der Kärrnerstraße zur Weser, Dieser zur Sicherung des alten Handelsweges nach Vlotho erbaute Ausguckposten ist im 14. Jahrhundert erbaut worden, vermutlich an der Stelle der zerstörten Burg Gestinghen. Der Turm besaß zwei Sehschlitze, zu denen die Wächter über eine hölzerne Wendeltreppe im Turminnern gelangen konnten, ferner ein Kegeldach und ein angebautes Wachthäuschen aus Holz. Bei einem Überfall auf SalzufJen durch kaiserliche Truppen im Jahre 1632 wurde der Turm zerstört.

6russ aus Bad Salzuf en.

~ismarckslrasse.

Veriac .? ou. Heinrich Uebrman.n, Sah:llfteD.

52. Die Bismarckstraße im Jahre 1903, aufgenommen vom Hause Dr. Reinholf Meyer (Kurverwaltung). Das Gartengelände vorn rechts ist heute bebaut von den Häusern Bismarckstraße 6-12 und dem Leopold-Badehaus, Zu sehen ist rechts das Kinderbadehaus für die Kinderheilanstalt, erbaut 1878, darüber (hinter Bäumen) die erste Anstalt 'Bethesda', Links der Bismarckstraße das Haus Lembke (Nummer 19, mit Turm), an dem der schmale Lembkenbrink hinaufführt, der oben die Kleinbahnschienen überquert und neben der Bismarckstraße zum Schützenhause fortläuft.

53. Das Stadtinnere aus der Vogelschau 1920. Unter den Siedekotten ist besonders deutlich der große, doppelte Kotten mit dem Trockenraum und dem Salzspeicher zu sehen, davor der Holzturm über der 1802 erbohrten Paulinenquelle. Vorne rechts das Rathaus. Der Salzhof ist 1766 vom lippischen Landesherrn gekauft und 1913 wieder an die Stadt verkauft worden.

54. Die Paulinenquelie, 1802 auf Veranlassung der lippischen Landesherrin Fürstin Pauline in zwölf Meter Entfernung von dem uralten Salzbrunnen mit dreiundsechzig Meter Tiefe erbohrt. Eine neue Enfassung mit Reliefbildern des Bildhauers Reitner wurde 1934 als Ergebnis eines Wettbewerbes hergeste llt.

55. Der Salzhof ist das Herz von Salzuflen gewesen. Auf seinem Gelande entsprang die uralte Salzquelle ('Hauptsoot'), die den Bauern der Umgegend die Sole zur Gewinnung von Kochsalz geliefert hat. Nach der Zerstörungen des dreißigjährigen Krieges konnten nur noch sechs der ehemaligen zwölf Siedekotten Salz produzieren. Ein Gemälde von Ohlmer zeigt den Salzhof , mit dem Holzturm über der 1802-1806 erbohrten Paulinenquelle; ein späteres Foto zeigt die Steineinfassung von 1934 auf. Wie der Salzhof zur Zeit des Siedebetriebes (bis 1926) aussah, wird auf einem Foto von der Salzebrücke aus und auf einer Aufnahme vom Kirchturm aus gezeigt.

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Du Salzhej.

Gruss aus Salzujlen,

56. Das erste bekannte Sekretsiegel von Salzuflen und auch wohl das älteste überhaupt zeigt ebenso wie alle späteren Salzufler Siegel den Salzbrunnen mit zwei Pfosten, Zieharmen und Eimern, darüber den achtstrahligen Stern der Grafschaft Sternberg, zu welcher das Weichbild Salzuflen bis 1400 gehörte. Auf diesem ältesten Wappenbilde ist die Brunneneinfassung quadratisch und ohne Sockel, im Gegensatz zu allen späteren Ausführungen. Das Petschaft, dessen Bildfläche einen Durchmesser von sechsunddreißig Millimeter hatte, war aus reinem Silber gefertigt. Ein Pergament aus dem Jahre 1375 (Staatsarchiv Münster) trägt schon einen Wachsabdruck dieses Silberpetschafts. Im Stadtarchiv von Salzuflen liegen sehr viele Urkunden mit diesem Siegelstempel, die älteste vom 30. Mai 1487 (Kauf des Amthofes Selgenwörden).

57. In den Wäldern des Obernberges liegen versteekt zwölf alte behauene Grenzsteine. Sie sollten ursprünglich den Grenzverlauf zwischen den Herrschaften Lippe und Jülich-Ravensberg markieren, deren Hoheitssymbole sie auf beiden Seiten tragen. In dieser Grenzziehung vom 2. August 1536 wird aber auch betont, daß der Hof zu Schwabedissen (Schwaghof), obwohl er rings von lippischem Gebiet umgeben sei, doch dem Amte Ravensberg angehören und dem Drosten zu Vlotho unterstehen solle. Daraus haben sich endlose, oft mit brutaler Gewalt ausgefochtene Streitigkeiten ergeben, die zweihundertfünfzig Jahre lang zwischen dem Schwabmeier und der Stadt Salzuflen geherrscht haben. Durch Höfetausch wurde 1787 der Schwaghof lippisch, durch Belehnung kam er 1846 an Kronshage, durch Verkauf 1871 an Steinbeck. Im Jahre 1928 wurde der lippische Staat Besitzer des großen Hofes, der inzwischen zweimal umgebaut und zu einem hochfeudalen Café-Restaurant geworden ist und heute ein modernes Hotel beherbergt.

58. An der Stelle des bekarmten 'Luisenhofes' hat zuerst ein Gastwirt Schäfer 1892 ein Wohnhaus gebaut, der auch die Konzession zur Wirtschaft erhielt, nachdem er Saal und Kegelbahn angebaut hatte. Seine Pächter Zimmermann und Kaiser, letzterer bekannt durch seine Kunst im Erzählen von Anekdoten, wurden 1919 abgelöst durch Heinrich Koch aus Porta, der es 1926 an Reibke verkaufte. Ein furchtbarer Brand im Jahre 1931 vernichtete das Haus vollständig, das nun im modernen Stile als 'Luisenhof' wieder erstand.

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