Bad Salzuflen in alten Ansichten

Bad Salzuflen in alten Ansichten

Autor
:   Otto Pölert
Gemeinde
:   Bad Salzuflen
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2622-9
Seiten
:   120
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Salzuflen in alten Ansichten'

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59. Salzuflen hatte zur Beaufsichtigung seiner zum Teil weit entfernten Waldbezirke nicht nur vier Forstwarte verpflichtet, die als Waldhüter kleine Hofstätten in den verschiedenen Revieren als Dienstwohnungen erhielten, seit 1805 hatte die Stadt zur Verwaltung ihres Forstes auch einen regulär ausgebildeten Stadtförster. Der siebte in dieser Reihe war Förster Gödeke, dem seine Dienstherrin 1902 ein idyllisch gelegenes Forsthaus am Walde über den Teichen der Flachsheide baute mit der Genehmigung zum gelegentlichen Ausschank von Kaffee oder Bier. Die Lage war so einmalig schön, daß man bald dem Förster eine neue Dienstwohnung am Obernberge schuf und das 'Café-Restaurant Forsthaus' selber übernahm. 1m Jahre 1975 wurde es an den Landesverband Lippe verkauft, der das Gebäude bald darauf abriß, um das Gelände dem 'Bewegungszentrum' anzugliedern.

? .s::ulherische lirche.

6russ aus Bad Salzujlen.

60. Die kleine lutherische Kapelle an der Kirchstraße, die 1892 erbaut und 1909 zu der stattlichen Kirche mit dem hohen Kirchturme erweitert worden ist. Genau an der gleichen Stelle hat früher die Linde gestanden, unter welcher die Ratstagungen stattfanden und Gericht gehalten wurde.

61. Die schmale Brunnengasse hieß früher Schulstraße; sie führte, am Kantor- und Küsterhause vorbei, zur Schule und zur Stadtkirche hinauf. Diese Kirche, die nach der Reformation lutherisch und 1605 evangeIisch-reforrniert wurde, ist in vielen einzelnen Epochen erbaut worden. Der riesige spitze Turmhelm wurde, gleichzeitig mit dem Kirchendach und den Gewölben, am 5. November 1762 ein Opfer der Flammen. Danach ist ein kleinerer Kuppelturm daraufgesetzt worden; das Kirchenschiff erhielt ein Flachdach.

Bad 5a'lzuflen.

Reformierte Kirche.

62. Die evangelisch-reformierte Kirche auf dem Hallenbrinke, bis 1877 das einzige Gotteshaus in SaIzuflen. Diese Kirche war bis 1531 ein Filial der Kilianskirche in Schötmar und hatte keine eigenen Pfarrer. Rechts im Vordergrund das 1702 von Kammerrat Barckhausen errichtete Gebäude, das später dem Syndicus Gevecot und dem Medizinalrat Hasse gehörte (heute Maschke). Ganz im Hintergrund der 1909 erbaute Turm der lutherischen Kirche und ein Stück der 'neuen' Volksschule vom 1908.

63. Kupferstich von 'Saltzufflen' von Matthäus Merian, 1647 in der 'Topographia Westphaliae' mit einem beschreibenden Text von Martin Zeiller erschienen. Das Dörfchen Schötmar mit seiner berühmten Kilianskirche ist rechts im Hintergrund zu sehen.

64. Im Jahre 1910 fand ein großer Festzug durch Salzuflen statt anläßlich des sechzigjährigen Bestehens von Hoffmanns Stärkefabrik. Frauen und Töchter der Werksangehörigen marschieren weiß gekleidet hinter dem gekrönten Eselswagen,

65. Guirlanden- und Fahnenschmuck auf dem Marktplatz zur Vierhundertjahrfeier der Stadt am 28. Mai 1888. Fürst Woldemar konnte nicht herkommen, dafür hielt Regierungsrat Overbeek die G1ückwunschrede. Das Haus links, heute Drogerie Kellner, war damals noch ohne Verputz und Balkon und gehörte dem Kolonialwarenkaufmann Ado1f Barkhausen. Rechts davon die Bäckerei von Carl Siewecke, heute fälschlich genannt 'Altes Bürgermeisterhaus'.

BAD SALZUFLEN

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Marktplatz

66. Das Rathaus von Salzuflen um 1910, noch ohne die drei steinernen Wappenbilder in der Giebelfront. Über den Marktplatz laufen die Schienen der 1909 angelegten Pferdebahn.

67. Ein neueres Bild vom Salzufler Rathaus, erbaut 1530. Das Erdgeschoß war von jeher Gastwirtschaft. Bis 1814 gab es hier drei hintereinander liegende Gaststuben, 'der Herren Keller' genannt.

68. An der Stelle der ehemaligen Stätte von Vedder baute 1620 der Kramer und Weinhändler Jobst Klodt ein Haus mit der Inschrift Hilf mit freundlicher Rede! Mißgunst vermag nichts. Über zwei Generationen Barkhausen kam es 1792 an den Apotheker Gottlieb Brandes, dessen Nachkommen es bis heute noch als Apotheke besitzen.

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