Bad Salzuflen in alten Ansichten

Bad Salzuflen in alten Ansichten

Autor
:   Otto Pölert
Gemeinde
:   Bad Salzuflen
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2622-9
Seiten
:   120
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Salzuflen in alten Ansichten'

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69. Der schöne Erker vor dem Hause des Klempners Möller am Markt. Das Wohnhaus gehörte um 1600 der Familie Hausemann und wurde 1611 an den Stadtrichter Johann Wippermarm verkauft, der 1628 den Erker vorbaute, welcher genau dreihundert Jahre gestanden hat. Zwei Bibelsprüche waren in die Steinplatten eingehauen: Si Deus pro nobis, quis contra nos und: Initium sapientia est timos domini (Zu deutsch:

Ist Gott fiir uns, wer kann wider uns sein; Der Weisheit Anfang ist die Gottesfurcht.}

70. Das heutige 'Arrninius-Hotel' war früher das Haus Nummer 220 'am Obermarkt'. Es zeigt die eingehauenen Jahreszahlen 1577 und 1700, ist aber älter. Besitzer waren nach 1549 Hinrich van Volkerdissen und Bürgermeister Johann Volkhausen. Nach 1680 gehörte es dem Pfarrer Vincator, 1736 wurde es an Cornelius Schröder aus Amsterdam verkauft, der hier eine bedeutende Gastwirtschaft eröffnete. Der 'Gasthof bei Schröders Erben' hatte 1851 Saal, Kegelbahn und Tanzkammer. Das Haus gehörte noch lange als Fideikommiß den Nachkommen Lehmann in Halberstadt. Die Inhaber waren C. Dieter Grimme und die Gastwirte Schäfer, Hartrnann, Bessel und (noch heute) Bonnermann.

71. Drei Häuser am Marktplatz im Jahre 1892. Das erste links ist die alte Marktapotheke, 1792 von der Witwe des Leutnants Barkhausen an den Apotheker Gottlieb Brandes verkauft. Der unsinnige Zementverputz an dem Fachwerkhause ist 1931 wieder entfernt, wodurch die reiche Holzschnitzerei aufs neue sichtbar wurde. Das zweite Haus von links zeigt die Drogerie Kenner, noch als Fachwerkhaus und ohne den 1894 vorgebauten Balkon. Es gehörte schon 1632 einem Kaufmann. Das dritte Haus, ein massiver Steinbau mit sehr feiner Steinmetzarbeit an der ganzen Giebelfassade, ist 1564 durch Johann to Barckhusen erbaut und hat bis 1835 der Familie Barkhausen als Wohn- und Geschäftshaus gedient. Danach war es Bäckerei, Konditorei und Gastwirtschaft.

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- c 72. Die Drogerie Kellner am Markt ist hervorgegangen aus dem Kaufladen des Heinrich Carl Kleine (1785-1831) und des Schwiegersohnes Ad. Barkhausen (1818-1886). Gustav Kellner aus Detmold, der das Haus 1894 erwarb und umbaute, stellte in seinem Laboratorium 'Kellners Elasticum Lederfett' her. Auf dem Reklameplakat unterhalten sich zwei Männer in plattdeutscher Mundart über nasse Füße.

73. Neubau des Hauses Nummer 15, durch den Pfarrer Johann Loofher aus Blomberg, im Jahre 1621. Diese Jahreszahl ergibt sich aus den höher gestellten Buchstaben eines lateinischen Spruches in fünf Meter Höhe, die als römische Ziffern zu lesen sind (sogenannten Chronodistichon). Nach 1657 war das Haus im Besitz des Richters und Bürgermeisters Hermann von Beckingen, des Lohnherrn Christ. Gießenbier, der Familien Pauk, Hartmann und Obenhaus, des Schlossers Rennert und des Schmiedes Hilgenböker.

BAD SALZUFLEN

Hinter der Wieke

74. Die Lange Straße, die in ihrem vordersten Abschnitt einen Bogen um den Salzhof ('Wieke') beschreibt. Das große Haus links ist 1621 von Pfarrer Johann Loofher gebaut. Dann folgt das kleine Haus Nummer 9, heute Clapier, vcrher Barbier Ebenbach. Es folgt das schmucklose Haus Nummer 11, das einstmals zu den fünf hervorragendsten Häusern der Stadt gehörte und zur Zeit unbewohnt ist. Daneben steht das kleine, heute verschwundene Haus Nummer 13, an dessen Stelle Schneidermeister Tölle gebaut hat; hier haben sehr bedentende Familien der Stadt gewohnt. In dern sehr großen 'Rendantenhause' Nummer 15 wohnten ehemals Gießenbier und Chirurgus Mose1. 1821 wurde es an die Rentkammer verkauft als Dienstsitz für Salinenbeamte. Seit 1956 ist das Haus wieder Privatbesitz.

75. Lange Straße 13 (früher Nummer 18) gehört nach dem Neubau 1922 dem Schneidermeister Tölle. Vorher stand hier ein Fachwerkhaus, das 1614-1640 dem Bürgerrneister und Secretarius Hermann Heilersiek gehörte, Nach ihm wohnten hier der Kramer Kloekenbrink, der Bürgermeister Appelius und seit 1752 der Stadtchirurgus David Mosel, Weitere Besitzer waren die Familien Thülemeyer, Frodermann und Wehmeier. Die Beschriftung des Hauses war trotz des einheitlichen Anstrichs gut zu lesen, zum Beispiel über dem Torbogen: 'Sors mea in mann Dei' ('Mein Schicksal ruht in Gottes Hand').

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76. Haus Kayser an der Fußgängerzone, Lange Straße 35, erbaut 1618 von Henrich Ladewich. Spätere Besitzer waren Cleve, Lamrn, Gießenbier, Rodewig, Schmack, Hildebrand, Schalk, Hollmann, Schäfermeier und Schutzjude Herz Katzenstein. Von diesem kauft der Schuhmacher-Meister J. Conrad Sehring das Haus 1847; dessen Schwiegersohn war der Realschullehrer Carl Kayser.

77. Drei Häuser an der Dammstraße aus der 'guten alten Zeit'. Das Haus Windel mit der großen Dieleneinfahrt und dem Lindenbaume zeigt sich als rechtes Ackerbürgerhaus und ist doch inzwischen zur Gastwirtschaft 'Kate' geworden. Die Häuser des Fuhrmanns Heinrich Lambracht (Bildmitte) und des Maurers Oberdiek sind abgebrochen und weiter zurück wieder aufgebaut worden.

78. Das Haus Blanke an der Dammstraße ist 1646 nach einem Brande wieder aufgebaut. Die schöne Schnitzerei mit neuzeitlichen Sprüchen über dem Torbogen stammt vom Böttcher August Döring, der das Haus vor und nach 1900 besaß. Vor ihrn, und zwar seit 1702, waren die Salzufler Abdecker Hausbesitzer, nämlich Jürgen Brandhorst, Rötger Phi!. Mosel, Joh. Phil. Mosel, Johannes Fischer (gelernter Scharfrichter aus Lerngo), Bernd Kulemann und Carl Vogt. Heute gibt es mehrere Laden in diesem Hause, zum Beispiel 'Brotkörbchen' und Würstchengrill.

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