Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 2

Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Manfred Lückert
Gemeinde
:   Bad Sooden-Allendorf
Bundesland
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4873-3
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 2'

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19. Das Königliche Salzamt mit Anbau um 1906. Hier saß die Verwaltung der Saline Sooden bis zum 1. April 1906. als man das Salzsieden nach undenklichen Zeiten wegen Unwirtschaftlichkeit einstellen mußte. Ein Fotograf erregte damals besonders bei Kindern noch große Aufmerksamkeit. In Richtung Weinreihe fährt eine einspännige Kutsche. Vorn rechts neben der Laterne stand bis zu Anfang dieses Jahrhunderts ein Brunnen mit einer kleinen Pferdetränke.

20. Das Salzamt, diesmal von der Weinreihe her in Richtung Landgraf-Philipp-Platz (früher 'Am Platz') fotografiert. Pfennigstube und Salzamt waren damals baulich miteinander verbunden. In den unteren Räumen der Pfennigstube befand sich in jenen Jahren die Apotheke Rhenius. Gegenüber, heute das Geschäft Eigenbrod, konnte man sich in einer Milchstube erfrischen. Foto: um 1910.

21. Eines der ältesten Fotos von einer Allendorfer Festlichkeit, etwa 1908/09 in der Kirchstraße aufgenommen. Es kann sich um ein Erntedankfest handeln, höchstwahrscheinlich ist es aber ein Treffen aller Musikvereine der näheren Umgebung. Zu sehen ist ein Teil des Festzuges, im Vordergrund marschiert der Musikverein Allendorf/Werra mit Vereinsfahne. Diese Treffen, auf denen natürlich sehr viel gesungen wurde, fanden damals auch in Wahlhausen, Lindewerra und anderen Orten statt. Man beachte die vornehme Garderobe. Links die 'Mechanische Anstalt von Alfred Kreger', die unter anderem 'Augengläser, Thermometer, Barometer, Putzmittel und Brennabor- Räder' anbot. Das Geschäft Kreger gibt es seit 1907.

22. Eine der ersten Allendorfer Ansichtskarten mit Fotografieu, 1898199. Oscar Tellgmann 'schoß' den Bliek von der Westerburg über die riesigen Gradierwerke und das Holzmagazin am Holzstad hinüber nach Allendorf. Vom Markt aus ist vorn rechts die Buchbinderei Pontow (seit 1919 Johannes Frühauf) und die Hirsch-Apotheke Rhenius (vormals Strippe!) zu sehen. Über dem Eingang derselben befand sich die Figur eines liegenden Hirsches. Die zwei Sonnenmarkisen am Haus Ecke Mühlgasse gehören zum Geschäft von C. Schaub (heute 'Ihr Platz"). Schließlich die Brücke mit dem Haus Eymer und der Kaiserlichen Post.

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23. Der Kasseler Theaterintendant von Gilsa suchte einen geeigneten Platz für eine Sommerresidenz. Der Apotheker Strippel machte ihn auf die Bergkuppe 'Zum Rothenstein' (roter Sandstein) aufmerksam. Am 13. August 1891 war feierliche Grundsteinlegung, seit 1894 ist das Schloß bewohnt. Baron von Knoop hatte den noch im Bau befindlichen Komplex gekauft. Die Allendorfer Handwerker freuten sich ob der vielen Aufträge , nur der Schmied war aus Wahlhausen. Knoop kaufte riesige Waldungen hinzu, setzte Hirsche aus Ungarn aus, baute ein Wildgatter. veranstaltete Pferderennen usw. 1928 kaufte Baron von Lüninck das Schloß mit Gärtnerei und Waldungen. seit kurzem hat es wieder den Besitzer gewechselt. Es wäre schön, wcnn die Türmchen links im Bild wieder errichtet würden. Foto: 1903104.

24. Das Solbad Sooden mit dem Kurmittelhaus im Zentrum, von der Westerburg aus im lahre 1908 fotografiert. Sooden endete an der Lindenallee, deutlich ist auch das gesamte Bahnhofsgelände zu erkennen. Zwischen Güterbahnhof und Bahnmeisterei befindet sich ein Gradierwerk. Später errichtete hier die Firma Schrot das Sägewerk. Im Hintergrund rechts begegnen sich zwei Züge auf der Strecke. Der Ausschnitt vorn zeigt das Gasthaus 'Wcsterburg' der Familie Klepsch in seiner ursprünglichen Form. Unweit des Gebäudes in Riehtung Wald befand sich ein großer Tanzplatz rnit überdachtem Ausschank und Musikantenhäusehen.

25. Eine Dampflok, aus Richtung Oberrieden kommend, hat das Gradierwerk durchfahren und befindet sich kurz vor der Solgrabenbrücke. Links ein Telegraphenmast, der an dieser Stelle sehr hoch war, da die Leitung über das Gradierwerk geführt werden mußte. Am 15. Mai 1876 fuhr auf dieser Strecke der erste Zug. Der Bau dieses Teilstücks der Bebra-Friedländer-Eisenbahn dauerte von 1872 bis 1876, dabei waren auch zahlreiche Italiener eingesetzt. Die 'dicksten Broeken' während des Baus waren der Bebenrothtunnel bei Neuseesen und die Werrabrücke bei Oberrieden. Foto: 1908/09.

26. Der untere Teil der Kirchstraße, die ihren Namen während der Umbenennung 1899 mit der sich anschließenden Södergasse teilen mußte. Wo heute ein Auto nach dem anderen parkt..; die Häuser kamen wesentlich besser zur Geltung. Vorn links das Haus von Schneidermeister Heinrich Friedrich (seit lRB3), 1906 von Sohn Gustav übernommen. 1947 übernahm dessen Sohn Gustav die Schneiderei. Zwei Häuser weiter das Friseurgeschäft Dilcher. Die seit einigen Jahren nicht mehr vorhandenen Linden zeigen sich links auf dem Gehsteig als frischgepflanzte Bäumchen. Links vom Kirchturm sieht man schwach einige Äste der 190B gefällten Kirchplatz-Linde. Foto: 1903/04.

27. Die Säge- und Schrotmühle Sorbe in Bad Sooden-Allendorf, aufgenommen im Jahre 1909. Wir erkennen, von links: Eliese Sorbe (geborene Büchner), Sohn Kar! Sorbe, Richard Sorbe, dessen Mutter und neben den Kühen mit der Peitsche der Fleischbeschauer Christian Müller. Herr Müller holt mit seinem Fuhrwerk kleingesägtes Holz ab. Die Mühle wird durch den Hainsbach angetrieben.

Soolbad Sooden a. Werra. ViII,nlcoloni,.

28. Die Anfänge der heutigen Rosenstraße , fotografiert im Jahre 1909. Rechts eines der Gradierwerke auf dem Gelände des heutigen Schwanenteiches (1927 abgerissen). Im Hintergrund die 'VillenKolonie', seit der Badgründung 1881 entstanden und nach und nach vergrößert. Einfache Wiesen- und Feldgrundstücke nahe Sooden stiegen damals wegen der Baugrundnachfrage innerhalb weniger Jahre um ein Vielfaohes. Links der alte Friedhof mit Totenhalle. Über allem wieder die Gaststätte 'Zur Westerburg '. Mit diescr Karte ließ am 5. Juni 1911 ein Soldat von der 'Soodener Kirmes grüßen.

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