Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 2

Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Manfred Lückert
Gemeinde
:   Bad Sooden-Allendorf
Bundesland
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4873-3
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 2'

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29. Der Bliek vom Hegeberg hinunter zum Kurpark mit der Kurhalle (vorn links), dem Musikpavillon und dem im Jahre 1908 erweiterten Kurhaus. Rechts, parallel zur Langen Reihe, die Bäume der Lindenallee. Dahinter endete damals, 1909, bis auf ein Gebäude, die Bebauung. Die Linden dienten einst zum Schutz eines großes Erdwalles, der Sooden und vor allem die Solequelle vor dem Hochwasser der Werra schützen sollte. (Wall= 'Hinter dem Wahl'). Hinter ihm waren nur Gärten, Felder, der Lindenkreis des Brunnenfestplatzes und das Isolierhäuschen der Kinderheilanstalt anzutreffen. Etwa ab 1910 kam dann noch der Kiesbagger-Betrieb am Bruch dazu. Ein Zug verläßt gerade den Bahnhof in Richtung Oberrieden.

ALLENDORF a. Werra Alt.s Haus, Kirchstrasse 101

30. Eine Teilansicht von der Kirchstraßc, im Mittelpunkt das sogenannte Kraus'sche Haus (MöbelKraus, heute Zahnarzt Or. Goldmann). Dies um 1907 entstandene Foto zeigt links daneben ein Haus mit einer großen Toreinfahrt und anschließend einen Teil des früheren Hotels 'Hildebrandt'. Im Jahre 1939 wurde das kleine Haus mit der Nummer 100 abgerissen und an dessen Stelle das heutige Restaurationsgebäude vom Hotel Hessischer Hof (Besitzer Hermann Scharf) neu errichtet. Die beiden Häuser rechts haben ihr Aussehen in den letzten Jahrzehnten ebenfalls verändert.

31. Eine lebendige Dokumentation vom Erntedankfest, aufgenommen vom Gasthaus 'Zurn Stern' (Louis Schmidt) am Sonntag, dem 21. August 1910. Vorn die Eschweger Stadtkapelle, dahinter der Erntekranz mit vielen weißgekleideten Jungfrauen, gefolgt vom Kriegerverein und Gardcverein 1908. (Gründer: Förster Burhenne). In diesem Jahr fuhr erstmals ein Wagen im Festzug mit. Arbeiter der Möbelfabrik Schrot hatten ihn gestaltet. Vorn an den Büschen des Hotel Werratal unter anderen zwei Soldaten in Ausgehuniform. Im Haus dahinter das bekannte Geschäft von Ritter Goetze.

32. 'Ein Gruss den Turnern!' steht auf dem Schild über den Köpfen der Zuschauer an der Ecke Markt! Schusterstraße. Vom 19. bis 21. August 1911 feierte der Turnverein Allendorf/Werra sein 50jähriges Bestehen. Einer der Höhepunkte war der große Umzug am Sonntag durch die Straßen der Stadt zum Festplatz (Foto). Wie man sieht scheint selbstverständlich die Sonne ... 1911 war eines der heißesten und trockensten Jahre seit Menschengedenken! Der Verein, aus dern auch eine Turnerwehr hervorging, war immer sehr aktiv. Zahllose Veranstaltungen, darunter auch viele Theateraufführungen und andere kulturelle Darbietungen im Felsenkeller , seien hier genannt.

33. Am 12. Mai 19]2, einem Sonntag, war es außergewöhnlich schwül. Abends gegen 20.30 Uhr entlud sich ein starkes Gewitter mit furchtbarem Hagelschlag (7 cm. hoch). Der Sturm warf die rund 700 Jahre alte Linde am 'Brunnen vor dem Tore' um, einige Äste beschadigten das Dach des nahen Gasthauses. Einige Personen auf diesem Bild seien genannt: Rechts Stadtförster Burhenne, neben ihm Oberforster Bähr (mit der üblichen Zigarre in der linken Hand), und neben diesem Gärtner Friedrich Hupfeid. Hinter der Steinbank stehen Gottfried Landgrebe und Friedhofsgärtner Christian Taubel. Etwas erhöht sieht man Fleischbeschauer Müller (Schulzengasse) und ganz links (halb verdeckt) Maurer- und Kastenmeister Konrad Heuckeroth. Auf dem Baumstamm stehend Otto Kreger, Edmund Schart, Willi Hupfeld und Kar! Büchner.

34. Die angeblich irn Jahre 1218 anläßlich der erworbenen Stadtrechte Allendorfs gepflanzte Linde war, wie soeben erwähnt, im Mai 1912 umgestürzt. Am 17. März 1913 pflanzte man im Beisein von Prominenz, Vereinen und Schulkindern (im rechten Teil des Bildes) an derselben Stelle einen neuen Lindenbaum. Der Musikverein hat gesungen und der Posaunenchor hat geblasen, der Musiker Gustav Hupfeld aus Orferode war der Dirigent. Diese Linde ging leider ein, woraufhin Gärtner Taubel 1914 ohne großes Aufsehen einen neuen Baum pflanzte, der sich bis heute gut entwiekelt hat. Im Hintergrund die Kunstund Handelsgärtnerei Friedrich Hupfeid.

35. Herbststimmung am Markt, ein Wochentag in den letzten Jahren vor dem Ersten Weltkrieg. Blätter von der früheren zweiten Lindenreihe bedeeken den Platz um den Brunnen. Dieses Gemälde zeigt links einige Frauen, die zu ihrem Arbeitsplatz in der Bodenheim'schen Papierwarenfabrik (Dutenfabrik) gehen. In den unteren Räumen befindet sich heute ein Supermarkt. Im Gebäude am rechten Bildrand (Dr. Reccius) befand sich damals das Manufaktur- und Kurzwarengeschäft von Albert Brandt.

Kleinvach b, Allendorf a. d. Werra

36. Das idyllisch gelegene Kleinvach in Aufnahmen aus der Zeit um 1910. Auffallend das flache Ufer mit anschließender Wiese (Festplatz) und alten Linden. Einer dieser stattlichen Bäume wurde am 19. Oktober 1913 zum Andenken an die Völkerschlacht bei Leipzig von Pfarrer Hochhuth aus Sooden gepflanzt. An seinen Wurzeln liegt noch heute eine Flasche mit Schriftstücken. Das aufgemalte Schiff erinnert an die Fahrt von Herrn Rodes Dampfer im März 1905. Vor dem Eingang der Gastwirtschaft standen Linden, ringsum luden Tische zum Verweilen ein. Im Saal (hinten) feierte man so manches Fest. Die Wirte nach Ferdinand Göbel hießen: Adolf Göbel (guter KlavierspieIer), Heinz Thomas (aus Asbach) und heute dessen Sohn Adolf.

37. Eine seltene Aufnahme vom Ahrenberg, seit 1974 Stadtteil von Bad Sooden-Allendorf, Der Ort war 1387 und 1485 als hessisches Lehen der Freiherren von Dörnberg belegt, die es 1807 an vier Bauern verkauften. Kirchlich gehört der Ort seit 1575-1585 zur Pfarrei Sooden. Landwirtschaft wird auch heute noch betrieben (Vorzugsmilch), die bekanntesten Namen der hier wohnhaften sind Stöber, Sander, Immke und Lückert. Was 1905 mit einer kleinen Erfrischungsstation für Wanderer begann, hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem weithin bekarmten Hotel und Restaurant entwickelt. Dazu kommt ein herrlicher Bliek in das Werratal in Richtung AIlendorflWahlhausen. Foto um 1913.

38. Schicke junge Herren aus Allendorf/Werra an einem Sonntag in den Anlagen des FelsenkeIlers. Die Aufnahme aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zeigt, von links: Schmied Wilhelm Büchner, Küfer und bester Turner seiner Zeit Eduard Hebaum, Metzger Hans Stöber aus der Schusterstraße (sein Bruder Ede Stöber war Metzger in Sooden) und sitzend Metzger Kar! Reutel vom Neuen Markt. Damals trug man noch mit Stolz die Ausgehuniform; viele Allendorfer dienten bei den Marburger Jägern oder bei der Kavallerie in Kassel.

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