Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 2

Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Manfred Lückert
Gemeinde
:   Bad Sooden-Allendorf
Bundesland
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4873-3
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 2'

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49. Geduldig warten die Bauern mit ihren Kuhgespannen, um ihr Getreide von der Dreschmaschine auf dem Alleerasen dreschen zu lassen. Kam ein Gewitter auf oder wollte sich jemand vordrängeln, war es mit der Geduld schnell vorbei. Dann wurde die Peitsche umgedreht und es gab nicht selten Schläge. In Stoßzeiten standen die Erntewagen bis hoch zur Sparkasse (1953 selbst gesehen). Andere Dreschplätze in Allendorf gab es hinter dem Zimmersbrunnen und bei der 'Weißen Mühle', Herr Bindbeutel besaß die letzte Dreschmaschine in unserer Stadt. Bis Anfang der sechziger Jahre war ihr Brummen auf dem Alleerasenzu hören. Foto um 1925.

50. Ein Blurnenkorso irn Soodener Kurpark, von Major a.D. Schäfer im Sommer 1925 erstrnals bei der Kurverwaltung angeregt und durchgeführt. Diese Aufnahme von 1927 zeigt den ' ... vorzûglicb herausgebrachten Viererzug des Herrn Major a.D. Schäfer. Die Ausschmückung des Wagens erfolgte durch die Gärtnerei Lieberum. Man muß wirklich die große Geschicklichkeu und den Sc/meid des Fahrers des Viererzuges bewundern, unter so schwierigen wegeverhaltnissen, wie sie im Kurpark sind, einen kurz vorher zusammengestellten, nicht vorher eingefahrenen Viererzug so mustergültig, auch im Trabe, vorzufûhren. (Original-Text Werra-Bote).

51. Der Radfahrverein 'Werratal' während des Erntefestes 1927 auf dem Marktplatz. Auf dem Brunnen, von links, Paul Heckmann und Karl Stöber. Ganz links, hinten: Conrad Dilcher und Fritz Nolte. Vorne , von links: Franz Schmidt, Irmgard Völker (geb. Scharf), Heinrich Taubel, Karl Böttner, August Gauler, Karl Moor (Schornsteinfeger), Paul Grau, Rudi Kraus (I. Vorsitzender), Georg Helmut Völker, Rudi Hottenroth, Emil Dilcher, Albert Müller, Willi Hottenroth, Hans Nöding (Bäcker), Änne Danisch (geb. Stöber), Siegmund Grunewald, August Scharf und vorne Hilde Nöding (geb. Nolte).

52. 'Wilhelm's Höh', das bekannte und beliebte Ausflugslokal, an der Straße zum Rothestein gelegen, am Tag der Eröffnung im Jahre 1927. Das Gebäude befand sich zuvor am Diebesturm (Gastwirtschaft mit Kegelbahn), wurde dort abgerissen und hier neu errichtet. In der Mitte stehend der Wirt Wilhelm Scharf (nach ihm benannt), neben ihm steht Hilde Schmidt (z. Stern). Links sitzt die Stadtkapelle, die zur Feier des Tages aufspielte. Im Vordergrund eine neugepflanzte Linde, heute zu einem stattlichen Baum herangewachsen. Früher befand sich auf dem Gelände ein Schießstand. Die eigentliche Gastwirtschaft befindet sich in der Ackerstraße (Deutsches Haus, der 'Deutsche'), Nachfolger war Kurt Scharf, heute Albrecht Kienz!.

53. Fritz Nolte am Steuer seiner sechssitzigen Limousine mit dem Nummerschild IT 10613, aufgenommen im Mai 1927 vor dem alten Forstamt (Ratshof). Anlaß der geschmückten Fahrt war das Radsportfest mit Bannerweihe vom 28. bis 29. Mai 1927 auf dem Franzrasen. Programmpunkte waren unter anderem: 50 km. Straßenrennen rings um den Hanstein, ein Festkorso durch die Straßen der Stadt, sowie Reigen und Radballspiele. Das Plakat am Kühler wirbt für den Bund Deutscher Radfahrer. Der hiesige Radfahrverein, Vereinslokal Hotel Werratal, ist 1921 gegründet worden. Neben Fritz Nolte sind unter anderen die Herren August Gauler und Rudi Kraus zu erkennen.

54. Der Bliek aus einem Doppeldecker hinunter auf Allendorf, fotografiert während des Flugtages am 29. Juli 1928. Die Piloten Raab und Katzenstein aus Kassel führten kleine Rundflüge zwischen hier und Kleinvach durch, als 'Flugplatz' dienten die Wiesen unter den Weingärten. Wer genügend Mut hatte , konnte mitfliegen. Ein Flugzeug soll unter der Brücke am Fischerstad hindurchgeflogen sein. Ein Fräulein Thomas sprang mit dem Fallschirm ab und wäre fast in der Werra gelandet. Für die Kinder gab es einen Schokoladenregen, die Kurkapelle spielte während der etwa zwei Stunden flotte Märsche zur Unterhaltung. Im Vordergrund ist die Chemische Fabrik an der Eschweger Landstraße zu sehen. Sie wurde 1934/35 abgerissen, unmittelbar danach errichtete man dort die Molkerei. Es handelt sich hier um eine der ältesten Luftaufnahmen unseres Ortes!

55. Ein Bliek in die Lange Reihe um das Jahr 1928. Zahlreiche Geschäfte prägen heute das Bild der damals noch überwiegend aus Wohnhäusern bestehenden Straße. Einer der ersten Läden war die 'ObstGemüse-u. Blumenhandlung' von Julius Lieberum, vorne rechts zu erkennen. Im Hintergrund. zwei Häuser vor dem Hotel 'Zur Post', der Laden des Metzgermeisters Ede Stöber, heute Buchwald. Vorne rechts das Fachwerkhaus verfügt noch über ein altes Rundfenster .

56. August Eichhorn neben seinem Werk: Im strengen Winter 1929 formte er den damaligen Reichspräsidenten von Hindenburg aus Schnee. Wieviel Tage die Temperaturen nach Vollendung des gelungenen 'Schneernanns' noch unter Null blieben, ist mir nicht bekannt. So geschehen im Garten von Willi Hoffmann (Hobbyfotograf und Geiger). Im Hintergrund ist die frühere katholische Kirche zusehen.

57. Eine Szene aus Alt-Sooden: Frauen wasehen am Brunnen hinter dem Kurhaus ihre Wäsche. Mit Handwagen und umfunktionierten Mistkarren wurden die Wäschestücke transportiert. Dieser Platz galt, ähnlich dem Allendorfer Marktbrurmen. als eine Art mobile Tagespresse. Wenn allzu muntre Reden sie begleiten ... Das Wasser des Brunnens kommt vom Balzerborn. 1570 wurde von dort die erste hölzerne Wasserleitung nach Sooden verlegt. Rechts ist wieder die alte Badehalle zu sehen, dahinter ein Stück vom Schornstein des Badehauses. Baulich hat sich hier in den letzten zwanzig Jahren viel verändert. Das Foto entstand am 4. August 1928.

58. Ein Teil der damals - 1928/29 - hier im Ort und in der näheren Umgebung zugelassenen Autos. Hätte man heute nur ein einziges Exemplar von diesen meist schwarzen und offenen Fahrzeugen! Bei dem Wagen ganz rechts handelt es sich um einen DKW rnit Holzkarosserie , davor steht ein 125-er DKWMotorrad. Ganz links ein Hanornag, dem Tierarzt Ohlmann aus Kammerbach gehörend. Daneben mit geschlossenem Verdeck der Ford von OHo Kreger. Das Haus Dr. Wenderoth/Reccius ist hier noch mit dem alten Eingang, daneben das Arntsgericht, worin sich spätcr das Gymnasium befand. Das um 1864 erbaute städtische Haus hieß im Volksmund wegen des Turms usw. 'Vogelbauer'. Im Hintergrund noch die zwei Reihen Linden.

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