Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 2

Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Manfred Lückert
Gemeinde
:   Bad Sooden-Allendorf
Bundesland
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4873-3
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Sooden-Allendorf in alten Ansichten Band 2'

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59. Der Lastwagen des Soodener Getränkehändlers Richwien am Rand der Eschweger Landstraße in Höfe-Weiden, etwa 1928. An der Ladefläche die Beschriftung: 'Brunnen Vertrieb, Bad SoodenWerra, August Richwien.' Am Führerhaus des Opel stehen,von links: Eduard Bachmann, Schlachter Otto Lieberum aus der Weberstraße und August Richwien. Im Hintergrund das Gasthaus 'Zur Linde' von Wilhelm Homburg, vormals Giessel. Hinter dem Zaun die durch Lichteinwirkung nur schwach zu erkennende alte Linde. Vor einigen Jahren wurde sie von einern LKW umgefahren, danach ist wieder ein neuer Baum gepflanzt worden. Zwischen Linde und Eingang befanden sich Tisch und Stühle, die zur Rast einluden.

60. Unsere beiden Heimatfeste sind tief in der Bevölkerung verwurzelt! Jeder Allendorfer, ob jung oder alt, bekommt bei dem Erntedankfest strahlende Augen. Seit 1858 wird es ohne nennenswerte Änderungen ausgiebig gefeiert. Sehr erfreulich sind die Initiativen des neuen Brunnenfest-Ausschusses, der das Söder Fest wieder zu neuer Blüte brachte. Es ist eines der ältesten Feste Hessens. Ursprung und Sinn des Brunnenfestes ('Pfingsttanz') sind wie einst im Dank für die Solequellen zu suchen. Die Erntekranzträger von 1928 mit Ehrendamen, es sind, von links:

Willi Grosser, Hans Büchner, Olga Müller, Dora Hohmann, Wilma Großkurt, Trina Sippel, Meda König, Käthe Hartmann, Elly Nöding und Fräulein Schmidt.

61. Mitglieder der Allendorfer Turner-Feuerwehr vor dem Musikhäuschen des FelsenkeIlers, 1928. Ein Faß Bier wartet darauf, geleert zu werden. Der FelsenkeIler, der bereits 1855 bestand, hat so manche Feier gesehen. Damals vor rund 140 Jahren spielte die Kapelle Muscat aus Eschwege zur Unterhaltung. Einige Namen der fröhlichen Zeeher und 'dazugestellten'; unten sitzend, von links: die Herren Willi Ilkenhans, Hermann Albrecht und Gustav Baum. Am linken Bildrand stehend Georg Hix, am rechten Bildrand stehend Willi Bock, der spätere Gastwirt des FelsenkeIlers. Bei dem Mädchen in der Mitte handelt es sich um eine Bedienstete von Bock's.

62. Der 1919 gegründete Mandolinen und Wanderclub Werratal aus AllendorflWerra im Jahre 1928 vor dem Musikantenhäuschen des FelsenkeIlers. Dies vor einigen Jahren abgerissene Stück Alt-Allendorf diente den verschiedensten Kapellen und Musikvereinen über Jahrzehnte als Ort unzähliger Auftritte. Früher schloß sich hier ein großer Kaffeegarten an. Von den Mitgliedern des Mandolinenvereins, der sich große Verdienste im hiesigen Kulturleben erworben hat, sind unter anderen zu erkennen: Otto Dörr (links der Fahnc). Emil Holzhauer (rechts der Fahne), Willi Hoffmann, Otto Schrnidt, Adolf Schaurnberg und die Gebrüder Hupfeid. Vorder Fahne Emil Baum, in jener Zeit der 1. Vorsitzende.

63. Ein seltenes Dokument aus dem StadtteilOrferode: Die feierliche Einweihung des Ehrenmals für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Das ganze Dorf dürfte damals, im Jahre 1930, auf den Beinen gewesen sein. Die beiden Fahnen wurden von den Schuljungen Oskar PressIer und Rudolf Rüppel getragen, Lehrer Christian Spenner schritt im Gehrock voran. Diese Gedenkstätte wurde nach dern Zweiten Weltkrieg um zwei Steine erweitert , um die NamenstafeIn von den diesmal gefallenen Orferöder Soldaten einfügen zu können. Die Neuanpflanzungen ringsum sind inzwischen derart gewachsen, daß dieser Platz des Gedenkons - den man eigentlich öfters besuchen sollte - heute mitten im Wald liegt.

64. Blühende Kirschbäume am Rand des Hungrabens, aufgenommen im April 1930. Beschaulichkeit und Romantik vergangener Zeiten. Hinter diesen Bäumen befanden sich einst zahlreiche Gärten, die nach dem Beginn der Schulneubauten im Jahre 1956 nach und nach verschwanden. Unten die um 1864 errichtete Friedhofsmauer, wegen der es damals im Stadtparlament zu größeren Auseinandersetzungen kam. (Auch schon in den Jahrenl) Vielen Bürgern war sie zu gewaltig und entsprechend zu teuer.

65. Eine Luftaufnahme von Bad Sooden, etwa 1929/30. Unser Bliek fällt auf den neugestalteten Schwanenteich (1927), das gerade erst verkürzte Gradierwerk, die Anlagen und den Spielplatz vor dem Hotel Schaper. Weiter links die mächtige Lindenallee. ganz am Bildrand die Schule, gefolgt vom 'Waldkaffec' und der Villa Viktoria am Rand des Hegeberges. Im Zentrum der Kurpark mit dem Fachwerk-Badehaus, ganz vorn die Witzenhäuser Landstraße, die bis 1951 als Hauptdurchgangsstraße den Verlauf nach rechts durch das Gradierwerk in Richtung EIIershausen nahm.

66. Ja, im Laufe von sechzig Jahren hat sich so manches verändert! Der Bliek auf unsere Stadt etwa von der Stelle, wo heute ein Sanatorium steht. Zahlreiche Felder bedeeken große Teile der Gebiete Soodens, die heute bebaut sind. Am Rand von Allendorf kann man die ersten Siedlungshäuser in der Wolfsgrube erkennen. Eine ansprechende Aufnahmc des damaligen Fotografen Scheuffler, April193û.

67. Theaterspielen ... eine ehemals ganz große Leidenschaft der Sooden-Allendorfer. Vor allem das Stück 'Robert und Bertram' mußte vor ausverkauftem Haus mindestens zehnmal aufgeführt werden. Die oft wochenlangen Proben konnten nicht lang genug dauern, der Spaß dabei war stets riesig. Dieses Foto entstand 1930 im Saal des Hotels Werratal und zeigt unter anderen, sitzend mit Schriftstück, Kaufmann H. Narewczewitz (Kirchstraße), neben ihm Elli Nöding. Am linken Bildrand Friedel HupfeId, ganz rechts OHo Schramm als Bursche. In der obersten Reihe, von links, Emil Holzhauer (er schuf die Dekorationen), Willi Hoffmann und Herrmann HupfeId.

68. Mitglieder des Turnvereins AllendorflWerra, 1861, in Aufstellung vor dem FelsenkeIler, 1930/31. Die Turnerriege war gut besetzt und sehr aktiv. Geturnt wurde auf dem Franzrasen und auf der Wiese vor dem FelsenkeIler, dem Vereinslokal. Hier waren jeweils Turngeräte aufgestellt, der Saal der Gaststätte diente im Winter als Turn- und Vergnügungsraum. Ja ... wer zählt die vielen Bälle und musikalischen Kränzchen, die hier stattfanden! Um nur zwei Namen zu nennen: in der zweiten Reihe sitzend, der 6. von links ist Eduard Hebaum, Leiter der Männerriege und Teilnehmer an deutschen Turnfesten (Berlin, Köln); neben ihm, 7. von links der hervorragende Turner Hermann Albrecht.

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