Bensheim in alten Ansichten Band 1

Bensheim in alten Ansichten Band 1

Autor
:   Martin Hellriegel
Gemeinde
:   Bensheim
Bundesland
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4783-5
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bensheim in alten Ansichten Band 1'

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9. Die Nordseite des Marktplatzes, westlicher Teil, mit Bliek: in die obere Hauptstraße. Bei dem Eckhaus, das mit der Giebelseite zum Marktplatz steht, ist das Fachwerk schon kurz vor der Jahrhundertwende freigelegt worden, sicher von Heinrich Lang, der 1890 das Gebäude von der Familie Voß erwarb. Um die gleiche Zeit wurde auch das Erdgeschoß massiverneuert und der gleichhohe Anbau an der Ostseite des Hauses erstellt. Wie bei den meisten Fachwerkbauten in Bensheim, so wurde auch bei diesem Haus, das aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg stammt, das Fachwerk im Laufe der Jahrhunderte verändert. Vor allem fehlen viele Teile des Zierfachwerks.

Semmer.

10. Das Großherzogliehe Lehrerseminar. Die Gegenreformation in den 1461 an die Pfalz verpfändeten Teilen der Bergstraße war hauptsächlich ein Werk der Kapuziner, die am 1. April 1653 den Grundstein für den Bau des Klosters legten. 1655 zogen die Ordensmitglieder in den Neubau ein; die Kirche wurde erst 1662 geweiht. Ab 1805 durften die Kapuziner keine neuen Mitglieder aufnehmen (seit 1802 gehörte Bensheim zu Hessen-Darrnstadt). 1821 wurde in dem ehemaligen Kloster das Großherzogliche Lehrerseminar feierlich eröffnet. Bis 1911 blieb das Seminar in dem ehemaligen Klostergebäude (nach Suitbert Telgmann, 'Das Kapuzinerkloster in Bensheim ' in '1200 Jahre Bensheirn' , 1966).

11. Das Kapuzinerkloster. Nach dem Ersten Weltkrieg kamen wieder Kapuziner nach Bensheim. Sie konnten nach längeren Verhandlungen in ihre alten Gebäude einziehen. Der Orden errichtete 1920 eine Klosterschule, das FidelisKolleg. Die Schüler machten das Abitur am Bensheimer Gymnasium. Nach vielerlei Schikanen wurde das Kolleg 1941 aufgelöst. Viele Schüler des Kollegs fanden bei Bensheimer Familien freundliche Aufnahme und konnten so das Gymnasium weiter besuchen. Am 26. März 1945 wurde das Kloster durch Bomben zerstört. Nach dem Krieg begann sofort der Wiederaufbau (nach Suitbert Teigmann). Die Kapuziner verließen 1982 das Kloster. Inzwischen sind Franziskaner in die Gebäude eingezogen.

12. Das Winzerdorf auf dem Marktplatz. Das erste Bensheimer Winzerfest wurde in der Zeit vom 19. bis 22. Oktober 1929 gefeiert. Die westliche 'Mauer' des Winzerdorfes stand früher etwas weiter östlich, in ihrer Mitte befand sich der einzige Eingang. Bürgersteig und Fahrstraße - jetzt Fußgängerzone - lagen außerhalb des Winzerdorfes. Heute wird das Winzerfest in der ersten Septemberwoche gefeiert. Es beginnt samstags mit einer großen Weinprobe im Bürgerhaus und der anschließenden feierlichen Eröffnung im Winzerdorf auf dem Marktplatz. Am Sonntag ist dann der große Festzug. Die Festlichkeiten werden unter anderem mit Zusammenkünften, Tagungen und einer Modenschau bis zum folgenden Sonntag fortgesetzt.

Bensheim.

13. Haupteingang zur Pfarrkirche St. Georg und Knabenschulhaus. Im Jahre 1826 wurde die alte Bensheimer Pfarrkirche abgebrochen, nur der Turm blieb erhalten. Die Planung für die Neubau, der 1830 vollendet war, stammte von Georg Moller (bald nach der Fertigstellung der Bensheimer Kirche wurde MolIer Hofbaudirektor in Darmstadt). Am Sonntag, dem 13. September 1830, weihte der Mainzer Bischof Joseph Vitus Burg die neue Kirche. Es war die einzige Kirchweihe von Bischof Burg. Im Tympanon über dem Haupteingang ist der Kirchenpatron St. Georg als Drachentöter auf dem Pferd dargestellt; eine Sandsteinarbeit aus der Werkstatt des Darmstädter Hofbildhauers Johann B. Scholl, aus der auch die anderen Steinmetzarbeiten am Portal stammen.

14. Einzug des Mainzer Bischojs Heintien Kirstein im Jahre 1910. Ein besonderes Ereignis für die Katholiken war der Besuch des Bischofs. Der kam zur Firmung und zur Visitation. Auf dem Bild zieht Bischof Kirstein vom Pfarrhaus aus in die Pfarrkirche ein. Unter dem kleinen Baldachin (Himmel), der nur von zwei Meßdienern getragen wurde, sehen wir den Bischof, begleitet von Kaplan Jacob, der später Pfarrer von Bensheim wurde. Der Bischof hat damals angesichts des kleinen Baldachins vorwurfsvoll gefragt: 'Ist das ein Baldachin für einen Bischof?' Der große Baldachin hatte vier Stangen und wurde von vier Männern getragen.

15. Bischofsempfang um 1930. Bischof Ludwig Maria Hugo fuhr mit einem vornehmen Mercedes vor. Ganz links steht der Kirchenschweizer (Käischeschitz) Valentin Löw, vor dem Auto sieht man den Bischof und Kaplan Link, etwas zurück Pfarrer Brückner. Das Gebäude im Hintergrund ist das Bensheimer Rathaus, vom Kirchenplatz aus gesehen.

16. Der Hochaltar von St. Georg in der Weihnachtszeit. Die ursprüngliche Ausstattung der Kirche war klassizistisch, wie das bei einem dreischiffigen Kirchenneubau im Pseudobasilikastil in der Biedermeierzeit üblich war. In der Gründerzeit entsprach die einfache Inneneinrichtung nicht mehr dem Zeitgeschmack. Die Decke über der Apsis wurde ausgemalt und im Chor ein wuchtiger Altaraufbau installiert. Schon 1849 waren die Fensterscheiben im Chor ausgewechselt worden. Später karn dann noch die Beleuchtung um den Altaraufbau mit vielen elektrischen Birnen hinzu, die oben mit einem Kreuz abschloß. Diese Festbeleuchtung wurde nur an hohen Feiertagen eingeschaltet.

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Starfenburg.

17. Bliek auf die Altstadt. Vom Turm des Rodensteiner Hofes blickt man auf das Haus Nibelungenstraße 6 (links im Vordergrund, damals Schönberger Straße, Bürgermeisterwohnung). Auf der rechten Seite sieht man den nördlichen Teil der Hauptstraße. Vor der Kirche ist das alte katholische Knabenschulhaus gut zu erkennen. Die sparsamen Stadtväter von Bensheim ließen 1836 den Heppenheimer und den Auerbacher Torturm abbrechen, um mit den Steinen ein neues Schulhaus zu bauen. Die Einweihung war im Jahr 1843. Dieses Schulhaus auf dem Kirchenplatz wurde am 26. März 1945 so stark beschädigt, daß die Ruinen nach dem Krieg abgebrochen werden mußten.

Bensheirn.

18. Die Mittelbrûcke. Die Mittelbrücke über dem Winkelbach war die Verbindung zwischen der alten Stadt und der Vorstadt. Im Jahre 1732 wurde die Brücke bei einem großen Unwetter zerstört. Damals gelobten die Eheleute Ernsperger, auf der Brücke zwei Heiligenfiguren errichten zu lassen. Bensheim bekam eine neue Mittelbrücke und im Jahre 1740 erhielt die Brücke als ersten Brückenheiligen die Sandsteinfigur des Johannes Nepomuk. In einem Chronogramm auf dem Sockel wird auf die Überschwemmung von 1732 hingewiesen: MIChaeLstagl thät Vns WohL! Welsen/ Den so grosen Vntergangl/ DrVM Iohann/ VVlr aLLe prel. sen/ aCh steh bel/ In WasserszWang. Als zweite Figur wurde im Jahre 1747 Franz Xaver aufgestellt. Heute stehen auf der Mittelbrücke Nachbildungen der Originale.

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