Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2

Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Paul Metzger
Gemeinde
:   Bonn am Rhein
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1635-0
Seiten
:   144
Preis
:   EUR 19.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2'

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89. So sah die Ecke Breite StraßejMeckenheimer Straße, die am 1. Januar 1978 in Thomas-MannStraße umbenannt wurde, mit dem nach der Jahrhundertwende gebauten Hotel 'Zur Post' im Jahre 1929 aus: typisch für den historisierenden Stil der Zeit akzentuieren antikisierende Halbsäulen die Fenster des ersten Geschosses. Nach links schließen sich die zur selben Zeit entstandenen Häuser bis zur Bornheimer Straße an. Nach 1973 wurden diese, nachdem sie nach dem Kriege wieder instandgesetzt worden waren, abgerissen. An ihrer Stelle steht mit der Adresse 'Berliner Platz 2' das neue Stadthaus, das am 20. Mai 1978 öffentlich eingeweiht wurde.

90. In der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli 1929 verkehrte der 'Feurige Elias' - die Vorgebirgsbahn, hier an ihrer Endhaltestelle auf dem Friedensplatz - zum letzten Mal seit 1898 als Dampfzug zwischen Bonn und Köln; seitdem ist der Rheinuferbahnhof die Endstation. Zur gleichen Zeit hatte man die Bahn elektrifiziert und auf Normalspur ausgebaut. Rund um ihren ehemaligen Bahnhof auf dem früheren 'Viehmarkt' hatte sich ein Geschäftszentrum entwickelt, begünstigt durch den Abbruch des Sterntores und der Sterntorkaserne, die 1908 der Spitzhacke zum Opfer fiel.

91. Zunehmender Publikumsverkehr und aufstrebende Geschäftstendenz machten diesen Neubau der Städtischen Sparkasse erforderlich, der 1913 am damaligen Friedrichsplatz auf dem Gelände der abgebrochenen Sterntorkaserne eingeweiht wurde. Dieses Foto entstand kurz nach der Fertigstellung. Das kriegszerstörte und schon bald wiederaufgebaute Jugendstilhaus mußte 1959 einem modernen, sachlich gehaltenen Neubau weichen. Am 14. Oktober 1844 war im Alten Rathaus am Markt der Geschäftsbetrieb der Sparkasse eröffnet worden, die sich seitdem mit zahlreichen Filialen über das ganze Stadtgebiet ausdehnte.

92. Die St.-Georgskapelle der Deutschordenskommende Ramersdorf (siehe Abbildung 122), ein dreischiffiger Hallenbau aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, war im 19. Jahrhundert verwahrlost; 1844 sollte sie abgebrochen werden. Durch die Initiative des Bauinspektors Johann Claudius von Lassaulx wurde sie 1846-1850 auf den Alten Friedhof in Bonn übertragen, wobei im Innern einige Details vereinfacht wurden und die Wandgemälde verlorengingen. So blieb eines der wenigen Denkmäler des romanischen Übergangsstils im Rheinland erhalten. Nach dem Krieg erhielt die Kapelle neue Fenster, die Georg Meistermann schuf.

93. Dieses Foto der 'Unterstation des Electricitaetswerks der Stadt Bonn, erbaut 1903', wie die Inschrift in der Hausfront unter dem Stadtwappen mitteilt, entstand im gleichen Jahr. Der in Anklang an Renaissanceformen am Mülheimer Platz 2 errichtete Bau war durch die erweiterte Stromversorgung notwendig geworden. Seit 1945 war das Gebäude, das 1926 vergrößert werden mußte, baufällig. Es wurde 1963 abgebrochen, als der Neubau des Kaufhauses Hertie entstand. Die Stromversorgung Bonns begann am 18. Februar 1899 mit der Inbetriebnahme des Elektrizitätswerkes an der Immenburgstraße.

94. So präsentierte sich im Jahre 1928 das 'Hansa-Eek', ein beliebtes Restaurant an dem Verkehrsknotenpunkt Ecke Bahnhof-/Meckenheimerstraße, gebaut von den Bonner Architekten Eberhard und Karl Tenten. Ihm gegenüber steht der alte Bahnhof der Rheinuferbahn, die seit 1906 von hier nach Köln verkehrte. Der heutige Bahnhof wurde 1934/35 gebaut. Zur selben Zeit wurde die Bahn BonnBad Godesberg-Mehlem bis hierhin durchgefûhrt; ebenso endeten hier die Straßenbahnen von Siegburg und Bad Honnef. Das 'Hansa-Eek' wurde 1959 abgerissen. Seit 1979 nimmt eine Grünfläche mit einem Zugang zur V-Bahn dieses Terrain ein.

95. Nach 1928, dem Entstehungsjahr dieses Fotos, veränderte sich das Viertel um den heutigen Rheinuferbahnhof grundlegend: Häuser in der seit 1875 bebauten Thomastraße - benannt nach dem Baumeister Johann Peter Thoma (1832-1895) - und in der damaligen Meckenheimerstraße wurden abgerissen, um Raum für den neuen Rheinuferbahnhof und die 1936 fertiggestellte Eisenbahnunterführung zu schaffen. Der Verkehr der Rheinuferbahn wurde am 12. August 1978 eingestellt; an ihre Stelle trat die neue Linie 16, die von Bad Godesberg bis Köln-Mülheirn streckenweise unterirdisch verkehrt.

96. Dieses klassizistische Eckhaus mit fünf Achsen in der Friedrichstraße und zehn in der Wilhelmstraße - hier auf einem Foto um 1910 - stammte aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als sich die Stadt über die Befestigung nach Norden ausdehnte. 1966 mußte der Häuserblock zwischen Wilhelmstraße, Maargasse, die seit 1971 nach Bonns Partnerstadt Oxfordstraße heißt, Kasernen- und Friedrichstraße dem Bau der City-Tiefgarage weichen. Die Freifläche wurde 1969 mit einem Ausstellungspavillon und einem Kinderspielplatz neu gestaltet.

97. Die ehemalige Wilhelmschule, die 1832 nach Plänen des Schinkel-Schülers Friedrich Waesemann in der Wilhelmstraße vollendet wurde, ist typisch für die Bauten dieser Straße seit 1827. Je acht Achsen sind neben dem dreiachsigen Mittelrisalit mit Giebelabschluß angeordnet. Der Bau, den dieses Foto von 1927 zeigt, fiel am 18. Oktober 1944 teilweise den Bomben zum Opfer. Wiederaufgebaut beherbergt er seit dem 25. Oktober 1949 im 'Haus der Erwachsenenbildung' die Volkshochschule Bonn. Die Zentrale der Stadtbücherei war ebenfalls seit 1949 hier untergebracht, bis sie 1980 das alte Stadthaus arn Bottlerplatz bezog.

98. Die 'Königliche Medizinische Universitäts-Poliklinik' wurde am 1. Oktober 1903 als selbständiges Institut in dem klassizistischen Haus Wilhelmstraße 31 untergebracht. Dieses Foto mit dem Johanneshospital im Hintergrund wurde 1904 gemacht. Das sich rechts anschließende Gebäude mit dem Belvedere beherbergt seit 1890 das Pharmakologische Institut; die Häuser am Straßenende sind Neubauten des Jahres 1904. Das ganze Ensemble bis zum Wilhelmsplatz wurde am 18. Oktober 1944 ausgebombt, nur die Fassaden der beiden hinteren Häuser konnten erhalten werden. 1955-1965 wurde die Poliklinik unter Einbezug des Nachbargrundstückes neugebaut.

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