Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2

Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Paul Metzger
Gemeinde
:   Bonn am Rhein
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1635-0
Seiten
:   144
Preis
:   EUR 19.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2'

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19. Dieses ehemalige Kanonikerhaus am Münsterplatz - hier auf einer Fotografie von 1929 - ließ der Stiftsdechant C.A. Radermacher in den Jahren 1751-1753 errichten; es ist das einzige erhaltene Adelspalais im Stadtinnern von Bonn. 1876 erwarb die Reichspost das Gebäude und richtete hier ein Postamt ein. Bald danach wurde das allegorische Relief - Sinnbild des Postwesens - des Bildhauers Wilhelm Albermann (1835-1913) an der Fassade angebracht. Das Jagd- und Sportgeschäft Philipp Reeb, das seit 1903 in dem benachbarten Haus seinen Laden unterhielt, wurde 1935 von der Post erworben und 1938 als ein Erweiterungsbau in barockem Stil neugebaut.

20. Am 22. Mai 1927 entstand diese Aufnahme des Beethovendenkmals auf dem Münsterplatz, als anläßlich des 100. Todestages Ludwig van Beethovens vom 22.-31. Mai ein großes Musikfest stattfand. An ihm nahm der deutsche Reichskanzler Wilhelm Marx mit seinen Gästen, dem französischen Unterriohtsminister Edouard Herriot und dem österreichischen Gesandten Dr. Frank, teil. An dem von dem Dresdner Bildhauer Ernst Hähnel (1811-1891) 1845 geschaffenen Denkmal wurden Kränze niedergelegt und Konzerte veranstaltet.

21. Im Jahre 1897, kurz vor dem Abbruch dieses stattlichen Kanonikerhauses aus dem 18. Jahrhundert an der Nordseite des Münsterplatzes, wurde dieses Foto aufgenommen. Im 18. Jahrhundert wohnte hier die Hofrätin Helene von Breuning, die ein kultiviertes und kunstsinniges Leben führte. Häufiger Gast war Ludwig van Beethoven, der mit ihrer Tochter Eleonore befreundet war und ihr Klavierunterricht erteilte. Nach dem Abbruch des Hauses wurde ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet, das später in den Besitz des Kaufhauses Leonhard Tietz, des heutigen Kaufhofes, überging.

22. Am Münsterplatz/Ecke Remigiusstraße wurde im 18. Jahrhundert dieser Bau des AegidiusKonvents errichtet, die Kapelle 1731 eingeweiht; die Aufnahme zeigt ihn im Jahre 1898. Das vorherige Gebäude war bei der Beschießung 1689 vollkommen ausgebrannt. Der Konvent, dessen Anfänge in das Jahr 1112 reichen, diente den Haushälterinnen verstorbener Kanoniker als Unterkunft. 1898 wurde das Haus Verkauft und abgebrochen; die Bewohnerinnen waren in ein neues Gebäude in der 'Breiten Straße' umgezogen.

23. Im Jahre 1929 - diese Aufnahme entstand im Februar 1930 - konnte das Kaufhaus Tietz sein 50jähriges Bestehen feiern. Damals hatte der Münsterplatz noch eine in einzelne Häuser gegliederte Front. Die heutige Fassade des Kaufhofs entstand 1979 nach dem Entwurf von Hans Kammerer und Walter Beiz, sie löste die allzu monotone des Jahres 1953 ab. Bereits 1901 hatte Leonhard Tietz in der Remigiusstraße eine Filiale seiner Warenhäuser eröffnet. Noch vor dem Ersten Weltkrieg wurden die alten Häuser abgerissen; an ihre Stelle trat der hier abgebildete zweckmäßige Neubau rnit Haupteingang am Münsterplatz.

24. Dieses Foto vom Februar 1930 zeigt die nördliche Häuserfront des Münsterplatzes, die nach 1900 die alte Bebauung ersetzte, von Haus NI. 22 (links angeschnitten) bis zur Remigiusstraße. Tiefgreifende Veränderungen brachten Zerstörung und Wiederaufbau. Das Haus Nr. 20, links neben der Drogerie, die erhalten werden konnte, war bereits 1933 umgebaut worden; Balkone und Verzierungen wurden damals entfernt. An seiner Stelle errichtete der Kaufhof 1981 einen Neubau, der sich stilvoll in die neue Front einfügt.

25. Rund um das Münster und den Münsterplatz bauten Kanoniker des Cassius-Stiftes ihre Häuser, von denen eines der schönsten dieses an der Ecke Martinsplatz/Am Hof aus dem Jahre 1752 war; wir sehen es hier auf einem Foto von 1902. Das zweistöckige, siebenachsige Gebäude mit einem breiten Walmdach hatte ursprünglich zwei kleine Seitenflügel; dadurch wirkte das Haus wie ein Barockschlößchen. 1905 erwarb die Stadt Bonn das Anwesen von den Grafen von Renesse, denen es seit dem 19. Jahrhundert gehörte, und ließ es im gleichen Jahr abbrechen; die Seitenflügel waren bereits vor Jahren niedergelegt worden.

26. Der Bau der romanischen Helenakapelle, deren Hoffront wir auf dieser Aufnahme - ebenfalls von 1902 - sehen, geht in das 12. Jahrhundert zurück. Die Kapelle befindet sich im Obergeschoß des Hauses, Die beiden rundbogigen Fenster in der fast meterdieken Mauer sind von Rundstäben eingerahmt, die auf Säulchen mit Würfelkapitälen ruhen. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten, die die beträchtlichen Kriegsschäden beseitigten und bei denen Fresken des 13.-15. Jahrhunderts zum Vorschein kamen, erhielt die Kapelle 1973 einen neuen Aufgang von der Straße 'Am Hof' her.

27. Die Aufnahme der Ecke MartinsplatzjAm Hof entstand 1912; das fünfgeschossige Eckhaus wurde 1906 auf dem Grundstück des Renesse'schen Haus (Abbildung 25) errichtet. Die sich links anschließenden Häuser aus der Zeit des Jugendstils haben fast unversehrt den Krieg überstanden, während das Eckhaus selbst und das rechte Haus - ebenfalls im Jugendstil errichtet - den Bomben zum Opfer fielen. Nur der Schaaffhausensche Bankverein mit seiner historisierenden Renaissancefassade aus dem Jahre 1898 - er war bis auf die Umfassungsmauern ausgebrannt - wurde wiederaufgebaut. Seitdem sind dort Universitätsinstitute untergebracht.

28. In dem der modernen Kunst aufgeschlossenen Kunstsalon von Friedrich Cohen, der 1828 gegründet worden war, zeigte August Macke (1877-1914) im Mai 1912 eine große Zahl seiner Bilder. Im Sommer 1913 bereiteten die Brüder Heinrich und Friedrich Cohen mit seiner Hilfe hier die gut besuchte Ausstellung der 'Rheinischen Expressionisten' vor. Macke führte selbst durch die Ausstellung, die von der Presse sachkundig und positiv beurteilt wurde. Diese Abbildung stammt aus Cohens Universitätskalender für das Jahr 1911.

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