Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2

Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Paul Metzger
Gemeinde
:   Bonn am Rhein
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1635-0
Seiten
:   144
Preis
:   EUR 19.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bonn am Rhein in alten Ansichten Band 2'

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49. Auf diesem Bild der Jahrhundertwende sehen wir die 1884 fertiggestellte Anlage des Hauptbahnhofs zwischen der Fußgängerunterflihrung an der Poppelsdorfer Allee, die gleichzeitig gebaut wurde, und dem Hauptgebäude im Hintergrund. Die rechte Seite nimmt die nach 1883 bebaute Bahnhofstraße ein, die nach 1967 wegen des Baus der Ll-Bahn ganz abgetragen wurde. Mit der Eröffnung des Neubaus des Hotels 'Continental' in dem Gebäudekomplex 'Am Hauptbahnhof' Nr. 4-8 fand die Neugestaltung des Bahnhofsviertels 1978 ihren vorläufigen Abschluß.

so.

a. Rh.

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Poetstrasse

50. Die Poststraße, nach 1883(84 angelegt, war die neue, direkte Verbindung vom Bahnhof zur Innenstadt. Mit dem Neubau des Bahnhofs begann in seinem Bereich ein Bauboom, begünstigt durch die Finanzlage der Gründerzeit und den zunehmenden Eisenbahnverkehr. Hier auf diesem Foto von 1910 sehen wir die Schienen der Straßenbahn, die bis 1975 hier verkehrte. Die noch nicht abgeschlossene Neugestaltung der Post- und Maximilianstraße bewegt seit Jahren die Bürgerschaft, die sich für die Erhaltung des letzten Eckhauses der Gründerzeit in diesem Bereich, des ehemaligen Café Krimmling (links in der Mitte mit dem Zwiebelturm) einsetzt.

51. Der Verein vom heiligen Karl Borromäus, der 1845 zur Förderung christlicher Gesinnung gegründet worden war, weihte am 8. Mai 1913 seinen Neubau am Wittelsbacherring ein, den dieses damals entstandene Foto zeigt. Der Bonner Architekt Jakob Stumpf hatte die Pläne geliefert. 1921 richtete man hier eine Bibliotheksschule ein, an der seitdem Kurse für Bibliothekare stattfinden. 1927 wurde das Haus von demselben Architekten erstmals erweitert. Der zweite Erweiterungsbau wurde 1959 eingeweiht; die Baupläne stammten von den Architekten Toni Kleefisch und Karl Leyers.

52. So sah der Sportplatz des Bonner Fußballvereins an der Richard-Wagner-Straße 1927 aus. Der 1901 gegründete Verein hatte ihn 1902 angelegt, da er im Hofgarten keine Fußballspiele mehr austragen durfte. 1935 mußte die Anlage einer Wohnsiedlung und dem weiteren Ausbau dieses Stadtviertels weichen. Im Hintergrund erkennen wir die Schornsteine des Gas- und Elektrizitätswerkes an der Immenburgstraße. Das auf dem Plakat angezeigte Gesellschaftsspiel gegen 'Borussia Mönchengladbach' endete am 6. Februar 1927 mit einem 5:3-Sieg für den BFV.

53. Der Neubau der Landwirtschaftskammer Rheinland wurde 1915 eingeweiht; aus dieser Zeit stammt die hier abgebildete Postkarte. Der aus Mittelbau und Seitenflügeln bestehende, Iünfgeschossige schloßähnliche Bau wurde von Regierungsbaumeister a.D. Heinrich Roettgen an der Endenicher Allee - damals noch im freien Feld - errichtet. Eine Freitreppe führt zum Haupteingang, den zwei überlebensgroße, einen Erker tragende Statuen rahmen. Die Landwirtschaftskammer war am 15. März 1899 durch königliches Dekret gegründet worden. Sie sollte bei der Umwandlung des Agrarstaates zu einem Industriestaat vermittelnd wirken.

54. Die Burg Endenich - seit dem 13. Jahrhundert ein kurkölnischer Rittersitz - ist als Gesamtanlage bereits im 18. Jahrhundert nicht mehr nachweisbar. Dieses Foto von etwa 1920 zeigt den Mittelbau der Vorburg am Burggraben, an den sich rechtwinklig zwei Seitentrakte anschließen. Der Kern der Burg hat weiter nach hinten gelegen. Wir sehen hier auf das rundbogige Portal, auf die eine steinerne Brücke anstelle der früheren Zugbrücke führt. 1952 erwarb die Stadt Bonn die Anlage, die im Luftkrieg große Schäden davongetragen hatte, und baute die erhaltenen Teile seit 1962 wieder auf. Seit 1967 beherbergt die Burg eine Zweigstelle der Stadtbücherei und ein Gedenkzimmer für Wilhelm Schmidtbonn (1876-1952).

SS. Auf dieser Postkarte von etwa 1910 sehen wir die Klostergebäude der Benediktinerinnen von der ewigen Anbetung, die seit 1888 hier bestehen. Die neugotische Kapelle stamrnt aus dem Jahre 1892. 1941 wurden die Nonnen von der Gestapo vertrieben; kurz nach Kriegsende kehrten sie in das zerstörte Kloster zurück, dessen Wiederaufbau 1957 beendet war. Schon früh wurde an dieser Stelle, an der nach der Tradition die heilige Cassius, Florentius und Maluslus den Märtyrertod erlitten hatten, eine Kapelle errichtet. An ihre Stelle trat der von Kurfürst Joseph Clemens 1721 eingeweihte Bau, der nur aus einem flachgedeckten barocken Saal bestebt.

Bonn.

BrUder.

56. Das Krankenhaus der Bonner Niederlassung der Genossenschaft der Barmherzigen Brüder - seit 1938 heißt es St.-Petruskrankenhaus - ist eine neugotische Dreif1ügelanlage am Bonner Talweg; den rechten Flügel bildet die Kapelle. Diese Postkarte zeigt den 1892 fertiggestellten Bau im Jahre 1905. 1903, 1909 und 1914 wurden zur Erweiterung danebenstehende Villen in der Poppelsdorfer Allee und am Bonner Talweg erworben. Die schweren Kriegsschäden waren schon kurz nach Kriegsende behoben. 1964-1974 wurde der heutige Neubau errichtet, der Altbau 1970 abgerissen.

Friedrich - Wi J hel rn-Stift.

57. Bis 1907, zur Zeit dieser Aufnahme, war das 1852-1854 gebaute evangelische Friedrich-WilhelmStift mehrmals erweitert und so in seinen klaren klassizistischen Formen beeinträchtigt worden. Nachdem der Eingang am Bonner Talweg durch einen von Säulen getragenen Balkon überdacht worden war, erhielt auch die Gattenfront an der späteren Loëstraße Balkone, wodurch die ursprünglich akzentuierende Wirkung des durch einen Giebel mit Ecktürmchen und Pilastern verstärkten Mittelrisalits verlorenging. Das gleiche gilt für die romanisierenden Fenster, die später Fensterläden erhielten. Bis 1963 blieben Teile des von Christian von der Emden (1796-1869) errichteten Gebäudes, der auch 1846-1849 das katholische Johanneshospital gebaut hatte, erhalten.

58. Mit der Front in der Loëstraße, die noch weitgebend unbebaut war, wurde 1915 mit dem Bau der heutigen Clara-Schurnann-Schule begonnen; zum Teil steht sie auf dem Grundstück des ehemaligen Friedrich-Wilhelm-Stifts, Als 1919 dieses Foto gemacht wurde, war die Schule tertig. Auffallend ist in der Fassade der im barocken Stil gehaltene Haupteingang im rechten Teil des Gebäudes. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Schule, die 1945 nach der Pianistin und Frau Robert Schumanns benannt wurde, ausgebombt, aber nach dem Krieg in der ursprünglichen Form wiederaufgebaut.

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