Die Insel Poel in alten Ansichten Band 1

Die Insel Poel in alten Ansichten Band 1

Autor
:   Jürgen Pump
Gemeinde
:   Poel, Die Insel
Bundesland
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5563-2
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Die Insel Poel in alten Ansichten Band 1'

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, Golwitz.

~eslallrant. und 'Pension SthWartz

9. Im Jahre 1910 erbaute sich Robert Schwartz dieses Wohngebäude, nicht aber in dieser Form. Er erkannte schnell, daß mit dem aufkommenden Bäderverkehr auch in Gollwitz Geschäfte zu machen waren. 1928 stockte er sein Wohnhaus auf und machte eine gutgehende Pension daraus. Man sicherte reichliche Verpflegung, saubere Betten und mäßige Preise zu, wie es in der Werbung nachzulesen ist. Auch Boote für Segelund Ruderpartien standen mit fachkundiger Führung zur Verfügung. Strandkörbe waren natürlich eine Selbstverständlichkeit. Ein Foto aus dem Jahre 1929. Übrigens, sein Onkel Joehen Schwartz, genannt 'Meiwenkönig' , fühlte sich im Auftrag der Universität Rostock für die Vogelwelt auf der Gollwitz vorgelagerten Vogelschutzinsel 'Langenwerder' damals verantwortlich.

10. Eine fröhliche Fuhre von Ausflüglern im Jahre 1914 auf der Insel Poel und ein herrlich weiter Bliek über Land und See.

11. Ob die Insel Poel einst mit Wald bedeekt war, ist nicht sicher. Zuletzt wird 1534 die Drenow (das heißt Gehölz) bei Kirchdorf erwähnt. Sie lag nordwestlich des Dorfes. Der 'Schwarze Busch' bei Kaltenhof, hier im linken Bildteil, könnte ein Rest der Drenow gewesen sein. Vermutlich wurde dieses Gehölz nur deshalb verschont, weil es den Seeleuten als Landmarke zur Orientierung diente. Ein Foto aus dem Jahre 1920.

12. Wir sehen hier eine Darstellung aus dem Jahre 1908. Noch gibt es nicht die Kurhäuser am 'Schwarzen Busch'. Auch die Badeanstalt fehlt. Man behalf sich, wie hier auf dem oberen Bildteillinks, mit Badehütten. Rechts steht der Geräteschuppen der Badeverwaltung. Für einen kleinen Imbiß aber sorgte schon damals der Kirchdorfer Gastronom Völter mit seiner Waldhütte, direkt im 'Schwarzen Busch' gelegen.

Kurhaus, Jnsel Poel ßesltzer: Fr. Fanter Tele!.25.

13. Schon zu Großvaters Zeiten fuhr man in die Sommerfrische zur Insel Poel. Der Poeier Dampfer sorgte für den Antransport der Gäste. Bereits 1910 war der 'Schwarze Busch' gastronomisch erschlossen. Das Kurhaus des Bauunternehmers Fanter war fertiggestellt, der Weg von Kirchdorfbis zum Strand im Frühjahr 1909 mit Bäumen bepflanzt worden. Das Foto zeigt das Kurhaus im Jahre 1912.

Kurhaus, Jnsel

14. Das Innere des Kurhauses Fanter im Jahre 1912. Hier sind es der Speisesaal (oben) und das Gastzimmer.

15. So kochte man im Kurhaus Fanter im Jahre 1928. Das Haus wurde zu dieser Zeit bereits vom Gastronomen Grahl bewirtschaftet. Links im Bild sehen wir die Gattin des Besitzers, Anna Grahl.

16. Ein herrliches Stimmungsbild von der Insel Poel. Es zeigt den Strand vom 'Schwarzen Busch'. Vorn links sehen wir die Sommerresidenz des Wismarer Weingroßhändlers Michaelis. Unmittelbar am Strand ist das Gebäude der Milchkuranstalt Rohrdantz der Molkerei Kaltenhof gut zu erkennen. In Unkenntnis der örtlichen Verhältnisse ordnete der Fotograf dieses Foto aus dem Jahre 1913 der Ortschaft Oertzenhof zu.

Ostseebàd Insel Poel

Strand vom schwarzen Busch aus

17. Der Strand am 'Schwarzen Busch' war bereits zu damaliger Zeit ein beliebtes Ausflugsziel Erholungsuchender. Mit Badehütten begann es, doch der Bauunternehmer Fanter erkannte schnell ein lukratives Geschäft. Es entstanden das Kurhaus und zur Freude aller Badelustigen eine Badeanstalt. Kurz danach ließ ein Herr Gelber ein weiteres Kurhaus dort entstehen. Später übernahm dieses Haus der Weingroßhändler F.G. Michaelis aus Wismar. Er nutzte es als Sommerresidenz. Hinzu kam ein schöner Nutzgarten. Alteingesessene Poeier wissen zu berichten, daß Diebe oft in diesem Garten für ihr leibliches Wohl sorgten. Michaelis wußte sich nicht anders zu helfen, als mit Fußangeln und Selbstschüssen seine Anpflanzungen zu schützen. Ein Hinweisschild machte auf diese Gefahr aufmerksam. Eine Aufnahme etwa um 1920.

18. An Freikörperkultur dachte im Jahre 1913 noch keiner. Man baute sich also am Strand am 'Schwarzen Busch' eine Badeanstalt, in der sich 'Männlein' und 'Weiblein' getrennt in einzelnen Umkleidekabinen verschämt ihrer Kleidung entledigten. In hochgeschlossenen Badeanzügen die Damen, die Herren schon mutiger, stieg man dann über Treppen in das kühle Naß. Die Verwaltung dieser Anlage hatte der Bademeister Gustav Steinhagen. Um Winterschäden vorzubeugen, wurde die Badeanstalt im Herbst abgebaut und eingelagert. Im rechten Bildteil sehen wir halbverdeckt das Kurhaus Fanter und die Sommerresidenz des Weingroßhändlers Michaelis. Vor dem Zugang zu dieser Badeanstalt liegt rechts ein Rettungsboot.

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