Die Insel Poel in alten Ansichten Band 1

Die Insel Poel in alten Ansichten Band 1

Autor
:   Jürgen Pump
Gemeinde
:   Poel, Die Insel
Bundesland
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5563-2
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Die Insel Poel in alten Ansichten Band 1'

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19. Ein Urlaubsgruß aus dem Jahre 1923 von der Insel Poel. Das Foto zeigt den Zugang der damaligen Badeanstalt am 'Schwarzen Busch'. Die Rückseite dieser Karte war mit 400 Mark frankiert, nichts außergewöhnliches während der Inflationszeit!

20. Die Milchkuranstalt Rohrdantz der Molkerei Kaltenhof am Strand vom 'Schwarzen Busch'. Doch nicht nur Milchprodukte wurden hier angeboten, auch andere Erfrischungen gab es hier für das leibliche Wohl. Ein humorvoller Freizeitdichter machte hierzu im Jahre 1930 einen lustigen Vers in niederdeutscher Sprache:

Drinkt Baddermelk / Dat Beer gift Slag, de Win gift Gicht. / De Branntwin Kapper in't Gesicht. / De Porter uns dat Blood verdickt, / Champagner gor dat Been uns knickt. / De Grog makt dumm, de Kaffee blind. / De Tee makt uns de Kraft to Wind. / Dat, wat de Minsch noch drinken kann, / is Boddermelk, de nährt den Mann. / Makt frisch dat Hart, dat Liw uns rein, / un klor den Kopp un flink de Bein: / Drinkt Boddermelk. Im Bild rechts sehen wir einen Rettungskahn der Badeanstalt.

21. Burgenbau war eine beliebte Beschäftigung der Sommerfrischler. Es entstanden oft wahre Meisterwerke, und man überbot sich nicht nur bei Strandfesten gegenseitig, zum Leidwesen des Bademeisters Gustav Steinhagen. Er hatte nämlich die undankbare Aufgabe, im Herbst diese Kunstwerke wieder einzuebnen. Das geschah mit einer 'Slöp' (ein mit Steinen beschwertes landwirtschaftliches Gerät zum Glätten des Bodens, das mit Pferden gezogen wurde). Bei genauerer Betrachtung ist im hinteren Strandabschnitt die Bretterbude des Bademeisters zu erkennen, der mit seiner Frau sogar den ganzen Sommer dort wohnte. Angeboten wurden hier Flaggen, Schaufeln, Tabakwaren, Schokolade, Konfitüren, Südfrüchte. Erfrischungen aller Art, Liegestühle und selbst Bücher. Eine Aufnahme aus dem Jahre 1927.

22. Vergnügen und Arbeit. Während Gäste sich in ihren Strandburgen im Jahre 1928 erholten, sorgten 'Graswerber' für einen sauberen Strand in Gollwitz. Doch verbarg sich hinter dieser Tätigkeit auch ein harter Erwerbszweig. Denn schon im Mittelalter erkannten die Inselbewohner den Nutzen des getrockneten Seegrases .. Sie verkleideten die Wetterseiten ihrer Häuser zum Schutz gegen Witterungseinflüsse von außen mit diesem Naturprodukt. Der Seegrashändler Mahncke in Kirchdorf sorgte für den Aufkauf und die Weiterleitung per Schiff nach Wismar. Dort wurde das Material zu Isoliermatten, Matratzen und Polsterfüllungen verarbeitet.

23. Der nordwestliche Küstenabschnitt Poels könnte als 'geologisches Museum' bezeichnet werden. Granit, Gneis, Porphyr, Kalkstein, Sandstein und Feuerstein findet man besonders im Kliffbereich, aber auch in den flachen Uferzonen, in Fülle. Oft tonnenschweren Broeken, sogenannten Findlingen, begegnet man hier. Das größte Exernplar, hier im Jahre 1925, ist der 'Blaue Stein'.

24. Das Kliff im nordwestlichen Teil der Insel im Jahre 1930. Herbststürme und Sturmfluten prallen immer wieder mit äußerster Wucht auf das Steilufer und sorgen für ständigen Abbruch im Uferbereich.

25. Seit es die Menschen hinaus auf die See zieht, spielt für sie die Schiffsortbestimmung eine wesentliche Rolle. Besonders bei Dunkelheit, Sturm und Nebel ist der Fahrensmann auf Hilfsmittel angewiesen. Eines dieser Hilfsmittel sind die Feuertürme. Die markanteste Navigationshilfe auf der Insel Poel ist der Timmendorfer Leuchtturm. Das Lotsenhaus mit dem Turm wurde im Jahre 1871 erbaut. Bereits zur Jahrhundertwende genügte dieser Turm nicht mehr den Anforderungen, aber erst im Jahre 1930 stockte man ihn auf. Betrug seine Höhe vorher 18,5 m über NN, ragte er nun 21,1 m empor. Diese Ansicht des Gebäudes stammt aus dem Jahre 1910.

26. Immer wieder fotografiert und präsentiert, der Timmendorfer Leuchtturm. Zugegeben, beeindruckend ist so ein Bauwerk schon auf die sogenannten Landratten. Und das Poeier Seezeichen machte da schon im Jahre 1915 keine Ausnahme. Auf dieser Abbildung sehen wir neben dem imposanten Turm und dem Lotsenhaus auch im Vordergrund rechts den Signalmast mit dem dazugehörigen Schuppen. Hier wurden die Signalmittel für Sturm- und Wetterwarnungen aufbewahrt.

27. Drei schöne PoeIer Ansichten auf einer Karte vereint. Wer konnte schon der Versuchung widerstehen, nicht auch einmal die Insel Poel zu besuchen, wenn er von Angehörigen diesen hübschen Gruß von der Ostsee erhielt. Verschickt wurde diese Karte im Jahre 1925.

Ostseebad Insel Poel

28. Ein Zeesenboot vor Timmendorf im Jahre 1915. Noch ist der Hafen unbefestigt. Erst 1928 entstand die Steinmole. Das Material hierfür lieferten die Steinfischer. Das Gebäude rechts im Bild zeigt das ehemalige Zollhaus. Dahinter versteeken sich die Pension Schröder und der Leuchtturm. Zwischen den Häusern und dem Zeesenboot ist der Signalmast mit dem Schuppen für Signalmittel zu erkennen. Im Mittelgrund steht unten am Strand eine kleine Hütte , die den Zöllnern als Wetterschutz diente.

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