Die Insel Poel in alten Ansichten Band 1

Die Insel Poel in alten Ansichten Band 1

Autor
:   Jürgen Pump
Gemeinde
:   Poel, Die Insel
Bundesland
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5563-2
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Die Insel Poel in alten Ansichten Band 1'

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29. Dieses Foto aus dem Jahre 1914 zeigt links die Villa 'Lina' .Pension und Restaurant zugleich, am Strand in Timmendorf. Sie wurde vom Gastwirt Adolf Schröder geführt. Auch heute noch wird dieses Gebäude als Gaststätte betrieben. Deutlich wird besonders in dieser Darstellung, wie offen und verletzlich dieser Ort bei Sturmfluten ohne schützende Mole war. Die Fischer- und Lotsenboote legten zur damaligen Zeit weiter nördlich an der Seenotrettungsstation an. Das Gebäude dieser Station existiert heute nicht mehr.

30. Der Timmendorfer Fischer Kar! Hartig mit seiner Jolle (Bezeichnung für Arbeitsboote mit Segeleinrichtung) im Jahre 1925 auf dem Weg in die Fanggründe. Ein hartes Stück Arbeit, wer vom Fischfang leben mußte, denn Sturm und Flaute konnten einern Fischer schon das Leben schwerrnachen. Trotz Motorkraft fordert dieser Beruf bis in die heutige Zeit seinen ganzen Mann.

31. Eine der vielen Urlauberquartiere auf der Insel Poel aus damaliger Zeit. Hier ist es die Pension Steinhagen in Wangern. Erwähnenswert ist der niederdeutsche Text vom mecklenburgischen Heimatdichter Rudolf Tarnow: 'Hier is dat gaud.wat ick di segg. Du gei hst för't ierst nich wedder weg.' Ein Foto urn 1920.

32. Die Familie Hans Waack vor ihrem Gasthaus in Weitendorf. Ein Ausflugslokal, das nicht nur in den Sommermonaten gerne genutzt wurde. Aber besonders in der warmen Jahreszeit hatten die Wirtsleute alle Hände voll zu tun, denn Tagesgäste legten mit ihren Booten oft scharenweise dort an. Hierzu hatte man in der nahegelegenen 'Kirchsee" extra einen Steg gebaut, der allerdings im Winter immer wieder demontiert werden mußte. Der Poststempel dieses Grußes aus Weitendorf datiert vom 19.04.1912.

33. 'Kehrwieder' , eine freundliche Aufforderung des Gastwirtes Hans Waack, der Gäste und Einheimische gern zu damaliger Zeit nachkamen.

34. Ein herrlicher Bliek über die 'Kirchsec' und die Kuhweiden zum Hauptort Kirchdorf. Links unten sehen wir eine Ansicht vom Innern des schönsten und größten Saales der Insel in Weitendorf. Hans Waack betrieb in seiner Gaststätte zur Belustigung seiner Gäste auch ein Orchestrion , das wirrechts hinten im Saal erkennen können. Einen Groschen soll der lautstarke Spaß gekostet haben. Ein Gast verschickte diese Karte im Jahre 1912.

35. Vom Dorf Neuhof kommend, führte zu damaliger Zeit ein Schienenstrang, der zur Beförderung von Zuckerrüben und anderen Feldfrüchten diente. Man transportierte die Lasten mit Loren, die von Pferden gezogen wurden. Im Kirchdorfer Hafen endete dieser Strang. Hier traten die landwirtschaftlichen Erzeugnisse ihren Seeweg - auf Prahme verladen - an, die der Poeier Dampfer dann nach Wismar schleppte. Die Abbildung zeigt im Vordergrund diesen Transportweg im Jahre 1929. Ein Nebenstrang führte vom Hafen zum Kirchdorfer Markt. Hier handelte der Gastronom Tankmar Mahncke auch mit Seegras. Das Bergen von Seegras war ein schwerer, aber auch ein guter Nebenverdienst für die Poeier.

36. Der erste Bericht über eine Mühle auf der Insel Poel datiert aus dem Jahre 1311. Es waren zu Beginn Bockwindmühlen. Später baute man die holländischen Mühlen mit drehbaren Hauben. Die Windmühlen gehörten noch vor Jahrzehnten zum Landschaftsbild Mecklenburgs, und die letzte Poeier Mühle wirkte neben der Kirche und den Schloßwällen wie ein Wahrzeichen auf der Insel. Diese Aufnahme entstand etwa 1925. Im Vordergrund ist der Schienenstrang zu erkennen, der aus Malchow kornrnend, die Straße von Wismar überquert. Er diente ebenso wie der Neuhofer Strang für den Transport von Feldfrüchten. Im Niendorfer Hafen wurde dann das Erntegut verschifft. Im Jahre 1953 wurde die Niendorfer Mühle ein Opfer der Flammen.

37. Eine vielseitig hübsch gestaltete Karte, die die Umrisse der Insel Poel gut hervorhebt. Neben dem Hauptort der Insel- Kirchdorf - ist auch die Seestadt Wismar im unteren Teil dieser Karte nicht vergessen. Besonders auffällig ist die zweimalige Darstellung der zwischen Insel Poel und der Seestadt Wismar liegenden Insel 'Walfisch'. Den Namen verdankt sie ihrer Form. Seeleute nannten sie so im Jahre 1629. Als Festungsanlage, als Verbannungsort für Pestkranke. aber auch als Ausflugsort hat sie eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Sie war bis 1903 im schwedischen Besitz. Ein letztes Überbleibsel aus dem Pfandvertrag zwischen MeckIenburg und Schweden. Eine Urlauberin verschickte diesen Gruß am 25. März 1904.

38. Selten waren Luftaufnahmen zur damaligen Zeit. Hier ist es ein Foto vom Hauptort der Insel Poel Kirchdorf von 1930. Es zeigt die noch recht gestreute Sielungweise mit landwirtschaftlichen Nutzflächen dazwischen.

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