Hammelbach in alten Ansichten

Hammelbach in alten Ansichten

Autor
:   Fritz Röth
Gemeinde
:   Hammelbach
Bundesland
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4913-6
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Hammelbach in alten Ansichten'

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14. Der größte Teil der Hammelbacher Bevölkerung fand seinen Lebensunterhalt in der Landwirtschaft und in verschiedenen Handwerksbetrieben. Zusätzlich gab es noch eine Verdienstmöglichkeit in der Zigarrenfabrik.

Als Nebenbetrieb der Firma Strauss in Heppenheim wurde im Jahre 1900 in Hammelbach eine Zigarrenfabrik gebaut. Am Anfang waren hier dreißig Zigarrenmacher beschäftigt, deren Zahl sich später zeitweise bis zu einhundert Personen erhöhte. In den fünfziger Jahren wurde der Betrieb stillgelegt. Das mit dem Fabrikgebäude zusammenhängende alte Rathaus wurde abgerissen und das Fabrikgebäude in ein neues Rathaus mit Freitreppe umgebaut.

Das Bild zeigt den ehernaligen Arbeitsraum mit meister Kar! Stellrecht.

15. In Gegenden, in denen es viel Holz gibt, sind auch die Berufe entsprechend. Ein seltener Beruf, der mit Holz zu tun hat, ist das Drechslerhandwerk. Diese Berufsbezeichnung gibt es allerdings bei uns nicht. Hier spricht man vom Dreher, weil die Gegenstände auf einer Drehbank hergestellt werden. Tischbeine, Stuhlbeine sowie Haushaltungsgegenstände und Holzstützen waren Erzeugnisse vom Dreher Dörsam, Fast wie ein Schaufenster wirken die von ihm hergestellten sechs Holzsäulen, die den Vorbau zu seinem Hauseingang tragen.

16. Früher kannte man ja keine 'Friseure', da war, wie überall auf dem Land, der Rasierer da, der für die Beseitigung der Bartstoppeln sorgte, und der auch die Haare geschnitten hat. Dies geschah zumeist am Samstagabend oder am Sonntagfrüh . Der Rasierer kam aber auch ins Haus, auch zu Kranken.

Die Messingscheibe, die immer sauber geputzt am Eingang hing, war das äußere Zeichen dafür, daß hier ein Rasierer seinen Beruf ausübte, so wie hier bei Adam Joehum in Hammelbach.

Er war überhaupt der erste seines Berufes, der eine Rasierstube hatte, das heißt seinen Beruf stationär ausübte.

17. Hier sehen wir das alte Hammelbacher Rathaus. Früher waren die Amtsräume der Bürgermeister in deren Privatwohnung. Nach dem Ersten Weltkrieg hat sich das geändert. Die Diensträume wurden in das alte Schulhaus, das nun Rathaus wurde, verlegt.

Wie aufBild 14 schon beschrieben, wurde dieses alte Rathaus später abgerissen.

Heute bietet das neue Rathaus mit seiner Freitreppe, dem Marktplatz und dem Rathausbrunnen ein harmonisches Bild im Mittelpunkt unseres Ortes.

18. Die Feuerwehr war bei uns schon immer eine der wichtigsten der Allgemeinheit dienenden Einrichtungen. Die Haupttätigkeit war, wie der Name sagt, die Brandbekämpfung.

Über das Jahr verteilt fanden regelmäßig Übungen statt, um den Einsatz der Wehr im Ernstfall sicherzustellen.

Wie die anderen Vereine im Ort, so hat auch die Feuerwehr ihre Bälle abgehalten und Theater gespielt. Das Wichtigste war allerdings in beiden Fällen das 'Löschen'. Etwas verdeckt, aber noch erkenntlich, sieht man im Hintergrund eine der früher verwendeten Handwasserpumpen und die davorstehende alte Mannschaft.

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