Mahlow in alten Ansichten

Mahlow in alten Ansichten

Autor
:   Christlieb Ludwig
Gemeinde
:   Mahlow
Bundesland
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5724-7
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Mahlow in alten Ansichten'

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19. Auf dem Gut wurde auch eine Schafherde gehalten. Das Bild zeigt den Schäfer Paul Krünitz mit der Herde und dem Hütehund.

20. Mahlow ist ein Angerdorf. Beidseitig des Dorfangers sind das Gut und die Höfe angeordnet. Linden säumten die Dorfstraße. Auf dem Anger steht die Kirche und am westlichen Ende liegt der Dorfteich, genannt Bauernpfuhl. Früher war auf dem Anger zwischen Kirche und Teich noch die alte Laufschmiede. Rechts im Bild sind Wohnhaus und Stall der Familie Kallies und anschließend das Gehöft der Familie Steeger zu sehen.

21. Die Dorfaue mit Teich, der von schönen Bäumen umstanden war, galt als guter Treffpunkt für Jung und Alt. Auch das Federvieh freute sich über das Wasser vor der Haustür. 1906 berichtet das Teltower Kreisblatt: 'Nachdem die alte Laufschmiede von der Dorfaue verschwunden ist, hat man auch das Spritzenhaus mit der Arrestzelle abgebrochen und an eine andere Stelle gesetzt. Es wäre wünschenswert, wenn der AbessinerBrunnen, der zur Schmiede gchörte, erhalten bliebe, denn im Dorfe ist bei großer Trockenheit stets Wassermangel.'

22. Der Hof der Familie Thiemes befindet sich in der Glasower Straße 5, heute Mahlower Straße. Er wurde Berghof genannt, weil er an einer Anhöhe erbaut wurde. Tatsächlich liegen die Gebäude etwa 8 m höher als die um den Dorfanger. Das Grundstück befindet sich seit 1590 in Familienbesitz. Das am 25. April 1911 aufgenommene Bild zeigt das Wohnhaus. Im rechten Fenster ist Frau Thiemes mit ihrem Sohn Carl zu sehen.

23. Pfingsten 1917 wurde dieses Foto gemacht. Es war üblich, an Türen und Toren Maiengrün (Birkenzweige) anzubringen. Die Frauen hatten in den Kriegsjahren viele Arbeiten zu verrichten, da ja eine große Anzahl von Männern Militärdienst leisten mußte. Das Bild zeigt in der Mitte Frau Auguste Thiemes, rechts von ihr die Söhne Fritz und im Matrosenanzug Carl. Die beiden anderen Kinder sind aus der Nachbarschaft.

24. Hier fährt der Landwirt Fritz Thiemes mit seiner Frau und seinem Sohn zur Kirche. Auch Besuchsfahrten wurden mit der Kutsche gemacht. Dieses Bild entstand im Mai 1908.

25. Ein Tretautomobil aus dem Jahr 1913. Chauffeur ist Carl Thiemes, der auf dern elterlichen Hof übt.

26. Frau Thiemes seiht nach dem Melken der Kühe die Milch in die Milchkanne. Das Melken früh und abends war eine wichtige Aufgabe der Frauen. Die Befestigungsart des Seihtuches mit Wäscheklammern war damals durchaus üblich. Der Melkeimer ist noch heute im Besitz der Familie.

27. Die frische Milch mußte zu einer Sammelstelle - einer Rampe- am Gutshof gebracht werden. Dort wurde sie in einer Anlage gekühlt und zusammen mit der Milch vom Gutshof zum Verkauf nach BerIin gefahren. Die jüngeren Arbeitskräfte transportierten die Milch zum Sammelpunkt. Hier ist der Wagen mit zwei Milchkannen, dem kleinen Sohn und dem treuen Begleiter - dem Hund - beladen. Die Holzpantinen waren die typische und praktische Fußbekleidung.

28. Dieses 1929 fotografierte Bild zeigt den Glasow-Pfuhl mit dem Bliek auf das Gehöft der Familie Kanitz. Rechts daneben das Haus der Familie Engelmann, Das Wasser trat bei länger anhaltendem, starkem Regen über die Ufer des Teiches, so daß auch manchmal ein Stück der Dorfstraße überschwemmt wurde. Der Pfuhl wurde als Pferdeschwemme genutzt, und im Sommer fuhr man gern einmal mit dem Wagen durch das Wasser, damit die Speichen in den Holzrädern nicht 'spack' wurden, sondern schön fest im Reifen saßen. Im Winter schlitterten die Kinder gern über das Eis mit ihren Holzpantinen, die sie im Sommer und Winter als Fußbekleidung trugen.

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