Mahlow in alten Ansichten

Mahlow in alten Ansichten

Autor
:   Christlieb Ludwig
Gemeinde
:   Mahlow
Bundesland
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5724-7
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Mahlow in alten Ansichten'

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39. Im Bahnhofsgebäude befanden sich die Diensträume und eine Dienstwohnung, die viele Jahre von dem Oberbahnhofsvorsteher Richard Garbrecht mit seiner Familie bewohnt wurde. Der ebenfalls vorhandene Wartesaal war gleichzeitig Restaurant und wurde langjährig von Arthur Helms bewirtschaftet.

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40. Hier das Bahnhofsgebäude von der Gleisseite her. Die starke Inanspruchnahme der Strecke führte dazu, daß bereits bis 1892 das zweite Gleis zwischen Mariendorf und Zossen ausgebaut war.

Mahlow

Militä-bahnhof

41. Das Gebäude des Militärbahnhofs Mahlow steht dem der Berlin-Dresdener Eisenbahn schräg gegenüber. 1873 wurde mil dem Bau der Königlichen Militäreisenbahn mil einern eigenen Gleis von Berlin nach Zossen und dann weiler über Kummersdorf nach Jüterbog begonnen. 1875 wurde diese Strecke ebenfalls in Betrieb genommen und ausschließlich vom Militär betrieben und genutzt. Die Lokomotiven und Waggons trugen die Aufschrift K.M.E. Ab 1888 wurden auf dieser Militärstrecke auch zivile Züge abgefertigt. Durch den Versailler Vertrag war Deutschland gezwungen, die K.M.E. zwischen Berlin und Zossen 1919 abzubauen.

42. Die Strecke der Königlichen Militäreisenbahn von Marienfelde nach Zossen (23 km) verläuft fast schuurgerade und wurde deshalb von der Studiengesellschaft für elektrische Schnellbahnen für Schnellfahrversuche ausgewählt und ausgebaut. Diese Versuche fanden von 1901 bis 1903 statt. 1901 wurden bereits mehr als 150 krn/h erreicht. Der Oberbau war diesen Geschwindigkeiten abernicht gewachsen. So wurden für die Verstärkung des Oberbaus Soldaten von drei Eisenbahnregimentern eingesetzt. Die ständigen Bau- und Pflegemaßnahmen führten dazu, daß der Oberbau der bestgepflegteste der Welt war. Das Bild zeigt den von der AEG gebauten Wagen im Militärbahnhof Mahlow mit dem am 27. Oktober 1903 eine Geschwindigkeit von 210 krn/h erreicht wurde.

43. Der andere Versuchswagen wurde von der Firma Siemens geliefert und erreichte am 25. November 1903 eine Geschwindigkeit von 210,2 km/ho Das war Weltrekord, eine Sensation. Für die Durchführung der Versuche mußten auch Leitungsmaste aufgestellt und drei Fahrleitungsdrähte übereinander gezogen werden. Für das nötige Licht bei den nächtlichen Bauarbeiten sorgte eine Spiritus-Glühlicht-Bcleuchtung. Bei den Schnellfahrversuchen gab es natürlich auch Zuschauer an der Strecke, insbesondere wurde die Jugend angezogen.

44. Diese Aufnahme wurde etwa 1914 von der Ladestraße aus gemacht. Links im Bild ist das 1912 gebaute Haus Schadow mit der Bäckerei zu sehen. Ganz rechts das große Haus ist der 'Lindengarten' .

45. Vom Bahnhofsvorplatz führt die Bahnhofstraße in östlicher Richtung. Auf der Ansichtskarte sind links das Haus des Kolonialwarenhändlers Höff!er, 1927 erbaut, das Haus Mehring, 1929 fertiggestellt, mit dem Zeitungsvertrieb und Schreibwarengeschäft, daneben der Tabakwarenladen Wächter und das Haus des Bäkkers Schadow zu sehen. Rechts der Straße erkennt man das Haus des Schlächtermeisters Beow, das schon 1911 errichtet wurde. Im Hintergrund sieht man die Gaststätte 'Flora-Park'.

46. Die Kutsche war in den zwanziger Jahren durchaus noch bei den Bauern ein gebräuchliches Verkehrsmittel. Hier sehen wir eine Pferdekutsche vor der Bäckerei Schadow, mit der die Einkäufe nach Hause transportiert wurden.

47. In der Heimstättenstraße 2 befand sich die Tabakwarengroßhandlung Wilhelm Tharra, der auch ein Einzelhandelsgeschäft betrieb. Die Heimstättenstraße ist nach der Siedlungsgesellschaft benannt, die zuerst Land vom Gut Mahlow kaufte und mit der Besiedlung der Gemarkung in Bahnhofsnähe begann. Die Heimstätten AG hatte am 14. März 1894 an den Landrat einen' Antrag zur Anlegung einer Colonie auf dem in der Nähe des Bahnhofs Mahlow zu beiden Seiten der Chaussee von Lichtenrade nach Blankenfelde gelegenen Terrain' gestellt. Bereits am 19. Juni 1894 erteilte der Landrat dazu die Genehmigung.

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Trebbiner Stra~?

48. Um 1912 war die Trebbiner Straße noch eine ungepflasterte Chaussee. Sie hatte keinen Rinnstein, keinen Gehweg, dafür an beiden Seiten einen Straßengraben. Am Ende der Straße sind die Häuser zu sehen, die um die Jahrhundertwende für Eisenbahner gebaut wurden.

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