Mahlow in alten Ansichten

Mahlow in alten Ansichten

Autor
:   Christlieb Ludwig
Gemeinde
:   Mahlow
Bundesland
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5724-7
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Mahlow in alten Ansichten'

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Mahlow

Panorama

49. Auf dem um 1929 aufgenommenen Bild erkennt man links in dem hohen Gebäude den Lindengarten am Bahnhofsvorplatz. Daneben das langgestreckte Haus mit den Mansardenfenstern ist die Post, 1905 von der Deutschen Post-Direktion Potsdam gebaut. Darin befanden sich neben den Räumen der Post, das Gerneindebüro, das Büro des Amtsvorstehers und Wohnungen. In einer der Wohnungen lebte der Postillion. Jede der dort wohnenden Familien hatte auf dem Hof ihren eigenen kleinen Stall mit Toilette und einen Stapel mit Brennholz.

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50. Die 1910 gebaute Villa Fischer in der Trebbiner Straße wird auch grüne Villa genannt, weil das Dach mit grünen Ziegeln gedeckt und die gemauerten Zaunpfähle auch mit grünen Ziegeln abgedeckt waren.

51. Das Grundstück Glasower Straße 8/9, jetzt Glasower Damm, kaufte Otto Wuthe 1907 vom Gutsbesitzer Richter und errichtete im folgenden Jahr darauf das abgebildete Haus. Über den Mansardenfenstern kann man noch heute den Spruch lesen: 'Deutsches Haus, Deutsches Land, schirm es Gott mit starker Hand.' Die Anbauten entstanden 1924. Das Baugeschäft Otto Wuthe ging später an seinen Schwiegersohn Martin Lichterfeld über.

52. Der Töpfermeister Ernst Naucke eröffnete 1900 seinen Betrieb, der später von seinem Sohn Georg weitergeführt wurde. Auf diesem Bild ist der Meister mit einem Ofen zu sehen, den er 1906 in seiner Wohnung gesetzt hat. Herr Naucke beschäftigte mehrere Gesellen, von denen einige bei ihm in Kost und Logis waren. Ein Ofen in der dargestellten Art, hier mit Majolika-Kacheln, wiegt etwa 1 000 kg. Für die Errichtung benötigte ein Töpfer fünf bis sechs Tage.

53. Im Jahre 1911ließ Ernst Naucke in der Zossener Straße 16, jetzt Maxim-Gorki-Straße, dieses Haus und ein Nebengebäude errichten. Der damals gesetzte Zaun grenzt noch heute das Grundstück von der Straße ab. Das Bild von 1912 zeigt von links nach rechts die Kinder Erich und Georg Naucke, den Brunnenbauer Richard Wenzel, und Ernst und Wilhelmine Naucke.

54. Im September 1906 wurde die Straße von Mahlow nach Glasow feierlich eröffnet. Als Vertreter der Kreisbehörde war der technische Kreisausschuß-Obersekretär Herr Hoffmann erschienen. Für einen Festzug auf der neuen Strecke hatte der Aufseher Henschke die Chausseewalze ausschmücken und mit Bänken versehen lassen. Darauf nahmen die Musiker und mehrere Gemeindevertreter Platz. Auf halbem Wege zum Bahnhof wurde eine Seidenschnur durchschnitten und von Herrn Hoffmann in einer Rede auf die Bedeutung dieser Chaussee für die beteiligten Ortschaften hingewiesen. Das Bild zeigt die Formierung des Festzuges auf der Brücke über den Glasowbach.

55. Mit den ersten Neubauten in der Nähe des Bahnhofs entstanden auch Ausflugslokale. Das Gaststättengebäude muß um 1900 gebaut worden sein und der Saal etwa 1910. Am Giebel über dem Eingang zur Gaststätte stand 'Casino Restaurant-Heimstätte Hermann Scheuer'. Hinter dem Haus gab es einen Garten mit einer Kaffeeküche. Dort konnten die Familien ihren Kaffee selbst kochen. Heute befindet sich in dem Gebäude ein Sportzentrum.

56. Ein Bliek in den Gastraum des 'Schmetterlingsheims' - so hieß der Gasthof später- zeigt die Einrichtung. Auf der Theke laden Schinken, Würstchen und Eier zum Imbiß ein. Es gibt die Überlieferung einer Wette, die hier abgeschlossen wurde. Danach ließ sich der Besitzer des Gutes Selchow, wenn er mit der Bahn nach Berlin fuhr, mit der Kutsche zum Bahnhof Mahlow bringen. Der Kutscher wartete manchmal in der Gaststätte 'Schmetterlingsheim' auf die Rückkehr seines Herrn. Hier wettete er nun mit Gästen, daß er mit seinem Pferd in die Gaststube reiten würde. Die Wette wurde angenommen und der Kutscher gewann. Er erschien hoch zu Roß, nach Ersteigung der sechs Stufen, in der Gaststätte vor der Theke.

57. Im Vereinszimmer der Gaststätte hingen an den Wänden viele Schaukästen mit Schmetterlingen. Diese hatte Paul Scheuer von seinen Reisen mitgebracht. Wir sehen hier Herrn Scheuer, stehend 2. von rechts, vor ihm seine Tochter und 1. von links seine Frau. Der Nachfolger im Geschäft wurde sein Schwiegersohn Ulrich Kubenz.

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58. Die etwa 1912 gemachte Aufnahme zeigt das Haus mit der Gaststätte 'Lindengarten' . Es wurde 1910 am Bahnhofsvorplatz von Kar! Dommisch gebaut. Kurze Zeit befand sich in diesem Haus links neben der Gastwirtschaft die Fleischerei Beow. Nachdem der Schlächtermeister Wilhelm Beow 1911 in sein eigenes Haus zog, mietete der Friseur Hermann Schulz die Geschäftsräume. 1924 wurde der Saal angebaut.

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