Neuenkirchen in alten Ansichten Band 2

Neuenkirchen in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Heinrich Fischer
Gemeinde
:   Neuenkirchen
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5799-5
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Neuenkirchen in alten Ansichten Band 2'

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9. Auch vom Kirchturm kann man übersichtliche Fotos schießen. In der Bildmitte erkennen wir das Verwaltungsgebäude (Gemeindeverwaltung), rechts die Hauptstraße in Richtung Lotenbeek und in der linken hinteren Hälfte die Gebäude der Buntweberei, Färberei und Ausrüstung der Firma J. Hecking. Der hölzerne Kühlturm ist im Laufe der Jahre durch Stürme arg in Mitleidenschaft gezogen worden und war dadurch sehr reparaturanfällig. Der Kühlturm wurde bereits vor etlichen Jahren abgerissen.

10. Von der Bahnhofstraße geht unser Bliek in Richtung Pfarrkirche. Links neben der Kirche ist der Schornstein der Brennerei Hoffmann, Hauptstraße, zu erkennen. Das Gebäude wurde 1877 errichtet. Im Vordergrund befinden sich die Gärten der Familien Löbbers und Albers. Bis Anfang des letzten Krieges fand hier auf der Bahnhofstraße die jährliche Kirmes am dritten Sonntag im August statt. Die Gartenfrüchte mußten also frühzeitig abgeerntet werden, denn die Flächen wurden für das Aufstellen der Karussells, Achterbahn und Kirmesbuden benötigt.

11. Der Mutter-Anna-Bildstock, in der Nähe des Bahnübergangs bei Dinkhoff, ist vor dem Ersten Weltkrieg aufgestellt worden. Ursprünglich stand er am Prozessionsweg. Der Prozessionsweg ist später in der Linienführung geändert worden, deshalb mußte der Bildstock versetzt werden. Über die Bewandtnis dieses Sühnedenkmals gibt es im Gemeindarchiv eine kurze Mitteilung. Sie lautet wie folgt: 'Am 25.9.1904 wurde der Holzschuster Heinrich Löbbers, 23 Jahre alt, um 21.30 Uhr vom Ackerer Anton Woltering körperlich verletzt, an deren Folgen ist er gestorbcn.' Das Foto zeigt den Bildstock vor der letzen Versetzung, diesseits der Bahnlinie.

12. Das sogenannte Albers'sche Haus, Hauptstraße 12 (früher Dorfbauerschaft 4), war bis um 1841 von den Gebrüdern Reekers bewohnt, die Leinenhandel mit Holland betrieben. Danach zog der Kaufmann Bernd Bruning dort ein, der mit seiner Familie von Amsterdam zurückkam. Er ließ das Haus umbauen und befaßte sich ebenfalls mit dem Handel von Leinengeweben. Außerdem richtete er eine Hauptagentur ein. 1849 meldete er das Gewerbe ab. Nach den Unterlagen im Gemeindearchiv ist dann Heinrich Albers der nächste Besitzer. Er arbeitete zeitweise bei der Firma L. Albers & Laer, Tabakfabrik, und starb im Jahre 1916. Im Zuge der Verbreiterung der Hauptstraße, verbunden mit der Anlegung von Parkplätzen, ist das Gebäude von der Gemeinde gekauft und abgerissen worden.

Gruss aus Neuenkirchen bei Rheine.

13. Hier sehen wir einen Abschnitt der Hauptstraße in Richtung Kirche. Von links nach rechts, das Haus von Dr. med. Anton Winninghoff (heute Elfers), dann die Schlosserei RudolfElfers, das Haus der Geschwister Kettelhack, in der Mitte die Besitzung der Kirchengemeinde (heute Wiesing), die Vorderansicht des Hauses Hermann Fischer (früher Wietheger), die alte Post (Große-Drieling) und das Textilgeschäft Schäfer/Puls. Die meisten Häuser sind schon seit Jahren abgerissen und durch Neubauten ersetzt worden.

14. Das Haus Wiegbold 57 - heute Hauptstraße 22war schon vor 1817 im Besitz der Familie Lau. In diesem Haus war früher das Kaiserliche Postamt untergebracht. Postexpedient Franz Lau ließ das Gebäude im Jahre 1841 umbauen. Sein Nachfolger wurde der Schwiegersohn Wilhelm Düsterbeck; ihm folgte dann Franz Schemmer. Infolge des ständig steigenden Postverkehrs veranlaßte die Oberpostdirektion 1884 einen Neubau an der Wettringer Straße. Die Familie Lau handelte früher mit Gewürzen und Manufakturwaren und unterhielt eine Schenkwirtschaft. Kurz vor der Jahrhundertwende kaufte Joseph Große Drieling aus Greven das Haus. Er führte die Schenkwirtschaft fort und war auch als 'Tierheilkundiger' bekannt.

15. Bernhard Lauscher, geboren in Burgsteinfurt, unterhielt seit dem 1. März 1904 in Neuenkirchen einen Friseursalon. Am 19. November 1928 erhielt die Familie Lauscher Verwandtenbesuch aus Düsseldorf. An sich ist ein Verwandtenbesuch ja nichts Außergewöhnliches. Das Besondere daran war aber, daß die Verwandten im eigenen Personenwagen anreisten. Das war zur damaligen Zeit fast eine Sensation im Dorf. Deshalb mußte dieser Besuch natürlich auch im Foto festgehalten werden. Die Aufnahme zeigt die Familie Lauscher mit ihrem Besuch vor dem Geschäft an der Hauptstraße.

16. Die Aufnahme zeigt die Mitglieder des Wirtevereins von Neuenkirchen. Das Foto ist wohl um die Jahrhundertwende entstanden. Laut Unterlagen irn Gerneindearchiv gab es damals 18 Schenk- oder Gastwirtschaften, die ein Gewerbe angemeldet hatten. Demnach müssen drei Personen den Fototermin verpaßt haben. Leider ist es trotz mehrfacher Befragungen bei älteren Leuten nicht möglich gewesen, die abgebildeten Personen einwandfrei zu identifizieren. Es konnten deshalb keine Namensnennungen vorgenommen werden. Jedenfalls ist es ein wertvolles Zeitdokument der Harmonie der Gastwirte, denen das Bier offensichtlich gut schmeckt.

17. Bereits im Jahre 1813 unterhielt Gerd Henrich Schmitz hier eine Schenkwirtschaft, Bäckerei und Brauerei. Brauhaus und Stallung befanden sich gegenüber auf der anderen Straßenseite. Am 1. April 1851 beantragte der Erbe, Heinrich Schmitz, den Umbau und gleichzeitige Aufstockung des Gebäudes. Im Jahre 1907 verkaufte die Familie Schmitz ihren Besitz an Heinrich Niehues. Während des Ersten Weltkrieges, am 10. Januar 1917, brannte das Hotel ab. Es wurde an der gleichen Stelle wieder aufgebaut. Wie aus dem Foto ersichtlich, lag das Gebäude hart an der Hauptstraße. Im Zuge der Verbreiterung dieser Straße kaufte die Gemeinde das Haus und ließ es abreißen.

18. Ein Schnappschuß von einem Teilstück der Hauptstraße. Vorn links steht die Autogarage von Hotel Niehues. Das nächste Gebäude gehört zur Bäckerei Evers (früher Clemens Helmken). Das Haus wurde in den dreißiger Jahren von der Gemeinde angekauft und abgerissen. Damit hatte man endlich die Möglichkeit eine Verbindungsstraße (Marktstraße) von der Hauptstraße bis zum Bergweg zu bauen. Es folgen auf dem Foto die Gebäude: Bäckerei Paul Evers (früher Strengen) und Metzgerei Franz Evers (früher Lacombe). Die Damen im Vordergrund sind nach der neuesten Mode des Jahres 1933 gekleidet und machen einen Spaziergang durch den Ortskern.

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