Ochsenfurt in alten Ansichten Band 3

Ochsenfurt in alten Ansichten Band 3

Autor
:   Hans Hohe
Gemeinde
:   Ochsenfurt
Bundesland
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3185-8
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Ochsenfurt in alten Ansichten Band 3'

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59. 'Die Rose' zählt zu den ältesten Bürgerhäusern und war, in günstiger Lage am Marktplatz, Sitz von Kaufleuten. Der Ratsherr und Wachszieher Dietrich Fröhlich war 1710 Nachfolger des seit 1701 hier ansässigen angesehenen Handelsmannes Martin Öhninger. Herr J.A. Behringer betrieb um 1900 hier eine Spezereihandlung mit Schuhhaus. In späteren Jahren erfolgte der Umbau zur Gaststätte 'Zur Rose' mit Tankstelle. (Aufnahme von 1925).

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fufgang zur Kirche.

60. In dem prächtigen Fachwerkhaus am Aufgang zum Kirchplatz war seit Jahrhunderten eine Bäckerei. Einige Vorbesitzer: 1795 Josef Metzger; 1873 Andreas Kleinschrod und 1900 Simon Fuchs. Bemerkenswert ist der seit langem aus dem Straßenverkehr verschwundene Karren für die Paketpostzustellung (Aufnahme von 1906).

61. Das Kaufhaus Korb am Markt war um die Jahrhundertwende hier das bedeutendste Textilgeschäft. Zahlreiche Stapel von Stoffballen zeigen die gute Sortierung. (Aufnahme von 1925.) Einige Vorbesitzer: 1737 Huterer J ohann J osef (Amtmann in Rückermain zu Würzburg); 1784 Meßbach Michael, Färber; 1860 Dr. Koch, Arzt; 1900 Benz Gottfried, Spediteur und 1911 Huttner Georg. Heute: Salamanderhaus Kleinschrod.

62. Seit dem 15. Jahrhundert ist in Ochsenfurt eine Apotheke nachweisbar.

Apotheker-Sortiment aus eigenem Laboratorium in alten Zeiten.

63. Apotheker Siegmund Höhn erwarb um 1750 dieses Haus seines verstorbenen Nachbarn, Stadtphysikus Dr. Nikolaus Seitz und richtete ein Laboratorium ein.

Die prächtig geschnitzte Eckstütze der Fassade und das kleine Apothekermuseum in der Offizin, eingerichtet von Rudolf Speth, zeugen vom Kunstsinn der Apotheker.

64. Schalttafel und Dynamomaschinen bedienten der Betriebsleiter Fritz Baude und sein 1. Maschinist Ludwig Schäffner. 1897 wurde, nachdem schon die beiden Brauereien ihren Strombedarf durch eigene Anlagen deckten, die Energieversorgung der Bevölkerung mit elektrischem Strom geplant, die Bayerische Elektrizitätsgesellschaft, später 'Helios' genannt, wurde nachdem 45% der Hausbesitzer anschlußwillig waren, mit der Fertigung der Anlage beauftragt. In einer ehemaligen Sandgrube am Main wurde das Elektrizitätswerk errichtet.

65. Wagner und Zimmerleute waren früher in der Kellereistraße heimisch. Die Wagnertradition hielten Johann, Adam und Wolfgang Sieber aufrecht.

Auf dem rechten Bild sehen wir: Wagnerobermeister Heinrich Sieber, der einer der Letzten seines Handwerks war.

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66. Auf dem Gelände des ehemaligen Stift Burkardischen Kastenhofs wurden Anfang des 19. Jahrhunderts eine Brauerei und eine Mälzerei, von Heinrich Gehring, errichtet. Der Lagerbierkeller war in der Uffenheimer Straße.

Unten: der Bärenbräu, am Oberen Tor, warb schon 1897 mit einer Grußkarte aus Ochsenfurt. Im Keller wurde damals schon elektrischer Strom in einem eigenen Elektrizitätswerk erzeugt, wobei Dampfkraft die Dynamomaschinen antrieb.

67. Die Mechanische Werkstätten Karl Kinkeie gehört zu den Betrieben, die auf lOOjähriges Bestehen zurückblicken. Der Begründer Stefan KinkeIe kam 1885 aus dem Schwäbischen, eröffnete eine Kunstschmiedewerkstatt und setzte auch seine Dampfdreschmaschine ein, Die 4. Generation siedelte 1982 in das Gewerbegebiet aus,

Beim Festzug des großen landwirtschaftlichen Festes 1926 war ein, in der Werkstatt Kinkele gefertigtes Sandschiff , mit der Besatzung: Karl Kinkele , Fritz Schäffer und Albert Zehnter, dabei.

Das Werksgelände (früher Haus Nr. 396, jetzt Zwinger 12) gehörte zum Ärar der Domprobstei. Hier residierte neben anderen: 1725 der domkapitelische Präsenzmeister Andreas Braun, nach ihm, 1764 der Hofkammerrat Schirmer.

Karl Kinkeie

68. Dampfdreschmaschinen im Einsatz auf dem Dreschplatz am Main,

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