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Auszüge aus dem Buch ''

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69. Der Ortsteil Hammermühle liegt ebenfalls im Tal der Schwarzen Laaber, Zur Zeit der Aufnahme schrieb man etwa das Jahr 1900. Nahe der Hammermühle entstand 1866 das erste Wasserwerk von Parsberg. Interessant ist auch der links im Bild erkennbare Straßenzug mit der Laaberbrücke, War es damals noch eine staubige Schotterstraße mit einer einfachen Holzbrücke, so verläuft dort heute die fast zur Schnellstraße ausgebaute Staatsstraße 2234 in Richtung Hohenfels und zum Truppenübungsplatz.

70. Der Ortsteil Hörmannsdorf, seit 1. Mai 1978 in die Stadt Parsberg eingegliedert, hat ein sehr wechselhaftes Schicksal unter verschiedenen Herrschaften und unter den Glaubenswirren erlebt. Auch wenn der Ort zweifelsfrei wesentlich älter ist, reichen beweisbare Dokumente etwa 700 Jahre zurück. Am 10. April 1591 brannte der Ort vollständig ab. Nur der Kirchturm konnte unter größten Gefahren gerettet werden. Elisabeth von Parsberg ließ die Kirche nach dem Brand wieder aufbauen. Ihr heutiges Aussehen erhielt die St.-Willibalds-Kirche durch einen Neubau im Jahre 1896. Der Turm, der berelts 1591 den Großbrand überstanden hatte, blieb auch vorn Neubau ungeschoren und ist heute der älteste Teil der Kirche. Bei besagtem Brand konnte man auch eine uralte Glocke mit einer gotischen Inschrift vor der Zerstörung bewahren. Sie zählt mittlerweile zu den ältesten Denkmälern Hörmannsdorfs,

71. Der Ortsteil Darshofen ist sicherlich eine Siedlung, die auf mehr als tausend Jahre zurückgeht, was jedoch aus Mangel an geschichtlichen Quellen nicht nachzuweisen ist. Zuverlässige Nachrichten über das Dorf stammen erst aus dem 13. Jahrhundert. Damals bereits lag Darshofen im Besitz der Herren von Parsberg und seit dieser Zeit blieb der Ort mit dem Herrschaftssitz dieses vornehmen und uralten Geschlechts eng verknüpft. Ebenso wie das Dorf ist auch die Pfarrei Darshofen vermutlich sehr alt. Als erster Pfarrherr taucht im Jahr 1480 Johann Reynspeck von Neumarkt auf. Während des Wirkens von Pfarrer Pleitner wurde 1592 die Pfarrkirche neu gebaut. Zum Dank für die Wiedereinführung des alten Glaubens hatten 1616 die Gebrüder Wilhelm und Christoph von Parsberg gelobt, mit ihren Pfarreien Parsberg, Hörmannsdorf, See und Darshofen nach Bettbrurm zu wallfahren. Dieses alte Gelöbnis wurde in den letzten Jahren von der Pfarrei Parsberg wieder neu belebt. Die jetzige Pfarrkirche von Darshofen wurde im Jahre 1719 eingeweiht. Die Inneneinrichtung geht ebenfalls auf diese Zeit zurück, Seit 1. Juli 1972 ist Darshofen Ortsteil der Stadt Parsberg.

Willenhofen

72. Das Dorf Willenhofen dürfte nach den bayerischen Urkundensammlungen nicht älter als 600 Jahre sein. Tatsächlich bestand der Ort jedoch schon viellänger, denn im Jahre 1332 waren die Herren von Ehrenfels berelts lange in Willenhofen begütert. Von den Besitzungen der Parsberger in Willenhofen flossen etwa seit 1460 Einkünfte in die Stiftrnesse der Barbarakapelle von Lupburg. Bereits 1572 war ein Erhard Meyer aus Willenhofen Ratsmitglied des Marktes Parsberg. In der Tafeme zu Willenhofen durfte nur braunes und weißes Bier aus der Herrschaftsbrauerei Parsberg verzapft werden. Auf dem St-Moritz-Holzberge bei Willenhofen stand seit alten Zeiten eine dem Heiligen Mauritius geweihte Kirche. Alter, Aussehen und Einrichtung sind nicht bekannt. Sie soll 1726 wegen Baufälligkeit abgebrochen worden sein. Die heutige Kirche in Willenhofen stammt aus dem Jahr 1735. Am 28. September 1765 stifteten der ehemalige Posthalter Johann Jakob Götz und seine Ehefrau ein Kuratbenefizium in Willenhofen. Die früher selbstständige Gemeinde Willenhofen wurde ebenfalls aufgelöst und am 1. Juli 1972 in die Stadt Parsberg eingegliedert,

73. Der Ortsteil Herrnried war einst Hofmark und bereits im 14. Jahrhundert im Besitz der Reutter von Herrnried, Ein Vorfahre Hademars von Laaber, Friedrich Eystetter, hatte zu 'herrenrewt' (=Herrenreuth =Herrnried) eine ewige Messe gestiftet. Am 6. April 1422 bestimmte Eystetter, daß sein Eidam Rüdiger Pferinger dieser Stiftung getreuer Helfer und . Lehensherr sein sollte. Später berichtet die Chronik, daß Wilhelm Franz Ferdinand, Freiherr von Rummel, Herr zu Herrnried und Waldau, als Pfleger und Hauptmautner vom Magistrat der Stadt Hemau feierlich in Amtstracht bewillkommnet wurde. Er starb in Neuburg und wurde 1775 in Herrnried begraben. Die Schloßkapelle Mariä Heimsuchung datiert samt Inneneinrichtung aus dem Jahre 1854. An den Wänden der Kirche ist eine Anzahl von Grabsteinen, insbesondere aus dem 18. Jahrhundert, angebracht, Auch Herrnried ist seit 1. Juli 1972 Ortsteil der Stadt Parsberg.

74. Neben der Stadt Parsberg ist heute der Markt Lupburg die zweite Mitgliedsgemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Parsberg und soll deshalb hier nicht unerwähnt bleiben. Es würde jedoch jeden Rahmen sprengen, wollte man hier die äußerst bewegte Geschichte Lupburgs in ihrer Gesamtheit aufzeigen, Deshalb in aller Kürze nur soviel: 1129 taucht ein 'Ludevicus de Loupourc' auf, der in Kaiserurkunden unmittelbar nach den Grafen genannt wird. Dieser Ludwig dürfte wohl auch als Gründer Lupburgs anzusehen sein. Die Burg, deren Alter auf etwa 800 Jahre geschätzt wird, wechselte im Laufe der Jahrhunderte häufig ihren Besitzer, war ab 1803 in Privatbesitz und befindet sieh heute im Eigentum des Landkreises Neumarkt. Gerade in den letzten Jahren wurden immer wieder große Anstrengungen unternommen, um die größtenteils in Ruinen liegende Burg vor dem gänzlichen Verfall zu bewahren. Unsere Aufnahme zeigt eine Süd-Westansicht des Marktes aus dem Jahre 1906.

75. Von der Marktgemeinde Lupburg sind neben dem Hauptort vor allem die Ortsteile Degerndorf und See, früher jeweils eigenständige Gemeinden, erwähnenswert. Der Ortsteil See, im Süden Lupburgs gelegen, befand sich seit alten Zeiten im Herrschaftsgebiet der Herren von Pars berg, was sich auch bis zu deren Aussterben im Jahre 1730 nicht änderte. Sehr alt dürfte auch die Pfarrei See sein, denn Kaiser Ludwig übertrug schon 1326 die Schutzherrschaft über die Pfarrei den Herren von Parsberg. Parsberg selbst war damals eine Filiale der Pfarrei See,

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76. Degerndorf zählt zu den ältesten Orten unseres Juras. Hügelgräber der Kelten sind noch heute sichtbare Zeugen grauer Vorzeit. Durch seine Lage im Tal der Schwarzen Laaber hatte der Ort im Laufe seiner Geschichte immer wieder unter dern Hochwasser zu leiden. Verheerende Feuersbrünste haben den Ort in den Jahren 1755 beziehungsweise 1906 jeweils größtenteils zerstört, Ehedem war Degerndorf eigenständige Pfarrei, bis 1750 der Pfarrsitz nach Lupburg verlegt wurde, Besenders verehrt wird in Degerndorf die Gottesmutter, der auch die Kirche geweiht ist. Ihre heutige Form erhielt die Kirche durch eine gründliche Renovierung im Jahre 1740, bei der auch die Wunden des Dreißigjährigen Krieges geheilt wurden. Unser Bild zeigt den Ortsteil Degerndorf nach dem Brand im Jahre 1906.

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