Telgte in alten Ansichten

Telgte in alten Ansichten

Autor
:   Hans Melchers
Gemeinde
:   Telgte
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0822-5
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Telgte in alten Ansichten'

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39. Im Bereich der Einmündung der Josefstraße in das Steintor empfing ein fahnen- und b1umengeschmückter Torbogen die über 100 000 Wallfahrer des Jubiläumsjahres 1904. Links im Bild, hinter der Marienstatue, blieken die Schornsteine des 'Langen Jammer' hervor.

40. Die Feierlichkeiten anläßlich der dritten Jubelfeier im Jahre 1904 dauerten zwei Wochen an. 'Telgte hat sich selbst übertroffen', urteilte ein Zeitgenosse. Zu dem festlichen Gepränge gehörten auch die drei Herolde, die vor dem Gasthof Stumpe zum Ausritt Aufstellung genommen hatten. Wilhelm Sauerland, Kaspar Vogt und Josef Schlüter (von links nach rechts) verbargen sich unter den mittelalterlichen Kostümen.

41. Zum Andenken an Fürstbischof ChristoptBernhard von Galen (1650 bis 1678), den Kirchen- und Landesfürsten, dem großer Förderer der Telgter Wallfahrt und Erbauer dei Wallfahrtskapelle, hatte Pfarrer Hovestadr (1894 bis 1921) schon 1898 die Errichtung eines Denkmals angeregt. Nach dem Entwurt des Bildhauers Professor Schiemann, Münster. wurde das Denkmal am 16. Oktober 1902 enthüllt. Von dem für 7 000 Goldmark aus Spenden der Bevölkerung im Renaissancestil errichteten Denkmal entwendeten nach dem Zweiten Weltkrieg Diebe die linke der beiden Putten.

Denkmal des fürstbischofs Bernhard ven Gaien.

42. Von den vielen Prozessionen verdient die Osnabrücker Fußprozession besondere Erwähnung. Sie kam erstmals 1852 nach Telgte. Zur Begrüßung der Pilger hatten die Anwohner der Emsstraße aus Anlaß der 75. Wiederkehr dieser Wallfahrt, an der 4500 Personen teilnahmen, am Emstor einen 'Triumphbogen' errichtet. Bischof Wilhelm aus Osnabrück dankte 'für den so freundlich durch Schmuck der Straßen zum Ausdruck gegebenen Willkomm'.

43. Im Jahre 1933 ließ der Umbau der aus dem 17. Jahrhundert stammenden alten Pasteratsscheune zum heute in ganz Deutschland viel beachteten Heimathaus Münsterland den 'Telgter Dreiklang' entstehen: Heimathaus, Gnadenkapelle und Propsteikirche. (Nach einer Zeichnung von Emil Stratmann.)

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44. Beherrschender Mittelpunkt des heutigen Knickenbergplatzes war das Schülerwohnheim des 'Knickenberg'schen Institutes', das etwa 180 bis 200 Schüler beherbergte. Das Institut war eine höhere Privatschule mit Internat. 1844 hatte Joseph Knickenberg, sein Begründer und erster Leiter, den ersten auswärtigen Schüler in seine Privatwohnung aufgenommen. Aus zunächst bescheidenen Anfängen entwickelte sich die Schule, die jahrzehntelang zwischen 260 und 300 Schüler hatte, zu großem Ansehen. Über Telgte und Westfalen hinaus gelangte sie zu hoher Bedeutung. Unter dem Druck wirtschaftlicher Notwendigkeiten mußte das Institut Ostern 1943 seine Pforten schließen. Das Schülerwohnheim , zuletzt als 'Parteihaus' genutzt, brannte im November 1943 aus bisher unbekannter Ursache aus.

45. Der Lehrkörper des Knickenberg'schen Instituts im Jahre 1927, stehend von links:

Bleckmann, Marx, Storz, Bouillon und Hotes, Sitzend von links: DI. Hers, Osthoff, K1averkamp, Evers und Kraß.

46. Nach längeren Verhandlungen entstand 1820 auf dem Grundstück an der Mühlenstraße, auf dem bis zum Stadtbrand 1739 das Haus des Vicars der St. Nicolaivicarie gestanden hatte, als Fachwerkbau das neue Schulgebäude. Es bot Schulraum für 180 Schüler - für die Mädchen war eine eigene Schule an der Herrenstraße vorhanden - und für den Lehrer eine kleine Wohnung. Im Jahre 1975 wurde das ehemalige Schulgebäude nach einer grundlegenden Restaurierung als Altentagesstätte unter dem Namen 'Knickenberghaus' einem neuen Verwendungszweck zugeführt.

47. Die Große Mühle (heute Bernmeyer Haus) und die Öl- und Walkenmühle nach einem Gemälde von Karl Schäfer, um 1860. Bereits in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts hatten die Akten der münsterischen Hofkammer von mehreren gründlichen Ausbesserungen dieser Mühlen berichtet. 1908 wurde die Große Mühle stillgelegt; die Ölmühle war um 1890 außer Betrieb gesetzt worden. Im Hintergrund krönt noch der 'Heidenturm' die Pfarrkirche. Rechts im Bild ist die zum Mühlenhof gehörende Scheune zu sehen, die 1977 abgerissen wurde.

48. Fünfzehn Jahre später, 1875, überragt der gerade fertiggestellte neue Turm von St. Clemens die Mühlenpartie an der Ems mit der Stauanlage. (Nach einem Gernälde von Nix.)

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