Aying in alten Ansichten

Aying in alten Ansichten

Autor
:   Maximilian Köchl
Gemeinde
:   Aying
Bundesland
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6103-9
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Aying in alten Ansichten'

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69 Am Ortsende van Peiß befindet sich auf der rechten Seite, parallel zur Straße, der Straßrnair-Hof früher auch Beim Schneider-Gschwendtner genannt. Der Hof schmiegt sich eng an den Hang des 'Kleinen Gesprais' und ist dadurch vom Westwind geschützt. Auch das weit vorspringende Vordach verleiht dem Haus Schutz und Geborgenheit. Die farbig gefaßten Lauben aus dem 19. [ahrhundert geben dem denkmalgeschützten Einfirsthof des späten 18. Iahrhunderts eine besonders charakteristische Note. Der alte Wagen vor dem Hof zeugt von längst vergangenen Tagen. Er war ein Universalgerät und diente zur Einfuhr von Gras, Heu, Ge-

treide, sowie der Kartoffeln. Pferde, Ochsen, zuweilen auch Kühe, dienten als Zugtiere.

70 Nähert man sich vonAying kommend dem Gemeindeteil Dürrnhaar, so zeigt sich heute ein Bild, das dem um die Iahrhunderrwende wenig ähnlich ist. Das Bild führt uns mehr als neunzig [ahre zurück: Der Einfirsthof des Lipp-Anwesens war ein zweigeschossiger unverputzter Blockbau mit traufseitiger Labn. Ein Teil des Wirtschaftsteiles war schindelgedeckt und mit Steinauflage. Der Lippen-Bauer [osef'Hecher erbaute 1746 mit eigenen Finanzmitteln eine Kapelle und setzte eine Linde. Der Dachreiter war ursprünglich flachgiebelig, die Westseite der Kapelle mit einer Holzverkleidung geschützt. Das Gasthaus des damaligen Besitzers Iosef

Biechl von 1880-1912 hat bis heute keine einschneidenden Veränderungen erfahren. Das Bild unten zeigt die nördliche Ortsteilansicht. Alle Gebäude wurden abgebrochen und durch Neubauten ersetzt. Im

Herter-Haus (unten rechts) wurde 1901 die erste Krämerei eröffnet. Beide Aufnahmen stammen aus der Zeit um 1900.

Gruß aus DÛRNHAAR

J. Bieehl's Gasthaus

71 Das alte Lipp-Anwesen mit seiner langjährigen Krämerei wurde zwar 1970 abgebrochen, aber nach stilsicherer Renovierung im Gebiet des Wallberges wieder aufgestellt und blieb somit der Nachwelt erhalten. Im Bild sehen wir den Ganzblockbau, von dem jedoch eine Hälfte verputzt wurde. Auf der Giebelseite ist gerade noch ein Teil der verbretterten Hochlabn zu sehen. Sicher war auch die traufseitige Labn vormals stileinheitlich gestaltet. Trotz zahlreicher Werbeschilder ist die Schwalbenschwanzverbindung der Bohlen deutlich erkennbar. Die Wiederbelebung der

Blockbauweise hat in unserer Zeit auch eine Rûckbesinnung auf alte Holzbau- und Verbundtechniken mit sich gebracht. Der Hofname geht auf den ersten nachweisbaren Siedler Georg Lipp zurück. Er

wurdeam27.]uli 1634zu Hause von einem spanischen Soldaten erschossen.

72 Eine der ersten Eintragungen in das Matrikelbuch des jahres 165 1 verzeichnet den Tod des Dürrnhaarer Bauern Wolfgang Westermaier. Auf ihn geht der heute noch gebräuchliche Hofname 'Wölfl' zurück. DerWölfl-Hof ist eines der wenigen, fast unveränderten Gebäude des Ortes. Das Bild zeigt das Anwesen in seiner Gestalt von 1 92 6 mit dem damaligen Besitzerpaar Michael und Anna Fromböck mitTochter und Enkelkind. Der Seitenflurhofhat eine Hochlabn mit verbretterter Giebelpartie und eine kleine Labn auf der Traufseite. Der Wirtschaftsteil wurde nach dem Brand von 1954 mit erh

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