Bad Bramstedt in alten Ansichten

Bad Bramstedt in alten Ansichten

Autor
:   Jan-Uwe Schadendorf
Gemeinde
:   Bad Bramstedt
Bundesland
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3498-9
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Bramstedt in alten Ansichten'

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9. Keine schöne, aber eine notwendige Erinnerung an unsere jüngere Vergangenheit: In einer Bombennacht 1943 wurden mehrere historische Häuser im Südosten des Bleeckes zerstört, unter anderem das Zimmersche Anwesen und das Sängerheim . Diese (damals verbotene) Aufnahme gibt von diesem Ereignis Zeugnis und sollte uns Mahnung sein.

10. Der Süden des Bleeckes kurz nach der Jahrhundertwende. Ganz links das Ficksche Haus, daneben Rudolf Schoenemanns Kolonialwarenhandlung, das kaiserliche Postamt und das Hotel Stadt Hamburg des Gastwirts Hesebeck. Das Hotel, ein Bramstedter Traditionslokal, mußte dem Ausbau der B 4 weichen. An die Existenz des Postamtes am Bleeck erinnert uns dieser Tage noch das Hotel 'Zur Post'; doch von der ursprünglichen Gebäudeanordnung ist heute kaum mehr etwas zu erkennen.

11. Die Südwestseite des Bleeckes noch vor der Jahrhundertwende. Die beiden Häuser in der Bildmitte beherbergten damals das kaiserliche Postamt (noch für einige Jahre) und den 'Kaisersaal' der Familie Fuhlendorf. Das Haus mit dem Postamt wurde einige Jahre später aufgestockt und steht heute noch, auch der 'Kaisersaal' findet sich für uns am selben Ort im selben Haus. Damals warb der 'Kaisersaal' um Radfahrer, wie auf der Negativplatte dieses Fotos zu erkennen ist: 'All Heil- zur frühen Einkehr für Radfahrer' verkündet ein Schild am Haus.

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12. Wo heute ein mehrstöckiges Gebäude die Ansicht des Bleecks dominiert, standen zu Vaters und Großvaters Zeiten diese Häuser: In der Mitte das Holsteinische Haus und rechts das Mestorfsche Geburtshaus. Zur Zeit dieser Aufnahme (vor 1906) bewirtschaftete Hinrich Reimers die Gaststätte. Nach Abbruch des Mestorfschen Hauses entstand vor dem Holsteinischen Haus eine Terrasse und manch älterer Bramstedter wird sich mit Wehmut an schöne Stunden an diesem Ort erinnern.

13. Eine idyllische Aufnahme am Meyerschen Wehr hinter dem Schloß. Seit einigen Jahren überspannt an dieser Stelle die Schloßbrücke die Hudau. Die jungen Damen auf dem Bild geben Zeugnis von der Tatsache, daß in jenen Tagen ein Mädchenpensionat in den Räumen des Schlosses betrieben wurde.

Solbad Bramslede

14. Neben dem Bleeck ist der Kirchenbleeck der zweite stadtbildprägende Platz (Bad) Bramstedts. Dieser Bliek über die Beecker Brücke auf den Platz in Richtung Norden entstand wohl um 1900. Im zweiten Haus von links konnte man sich schon damals frisieren lassen (wie auch heute noch). Ein zweites Schild verkündet am Haus die Präsenz eines 'Zahn-Ateliers' und dies gibt Kunde von der ursprünglich häufigen Identität von Barbier und Dentist. Hier wurde sozusagen alles in einem Abwasch erledigt.

15. Der Kirchenbleeck vor ungefähr siebzig Jahren. Die beiden Häuser mit dem Krüppelwalm links und rechts stehen heute noch. Links war damals Hermann Gau als Barbier und Dentist ansässig, rechts vertrieb Wilhelmine Blinkmann Putzwaren. Das Haus in der Bildmitte bewohnte damals die Familie Bornhöft. Es wurde im Zuge des Straßenausbaues der B 4 abgerissen. Heute mündet an dieser Stelle die Straße Schlüßkamp in den Kirchenbleeck ein.

16. Dieser Bildausschnitt aus einer Kirchenbleeckaufnahme gibt dem Betrachter einen Eindruck der seinerzeitigen Mode und insbesondere der Konstruktion einer Kindersportkarre. Ob der kleine Insasse des Wagens - mittlerweile sicher im Rentenalter - sich noch an dieses Foto erinnert? Im Hintergrund das Haus der Bornhöfts, die damals unter der Bezeichnung 'Sophus Wilckens Nflgr.' firmierten.

17. Einige Jahre vor der Jahrhundertwende baute die Kirche am Schlüßkamp das neue Pastorat. Wenn man dieses Bild sieht, kann man sich vorstellen, daß der Herr Pastor sich darin wohlgefühlt haben wird und seine Nachfolger es noch heute tun. Vom Vorgängerbau befindet sich im Bramstedter Stadtarchiv noch eine Zeichnung.

18. Dieses Grabmal des Professors Friedrich L.W. Meyer vor der Kirche steht seit 1840. Es handelt sich um das nördlichste, freistehende, gußeiserne Grabmal Deutschlands. An der Spitze erkennt man das Symbol der Freimaurer. Meyer war viele Jahre Besitzer des Schlosses und hinterließ bei seinem Tod einen namhaften Betrag für die Armenfürsorge, das sogenannte Meyersche Legat. Auch nannte man einen Weg in den Bramauwiesen, auf dem er oft nachdenkend spazierenging, Philosophengang.

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