Bad Bramstedt in alten Ansichten

Bad Bramstedt in alten Ansichten

Autor
:   Jan-Uwe Schadendorf
Gemeinde
:   Bad Bramstedt
Bundesland
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3498-9
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

Lieferzeit: 2-3 Wochen (unverbindlich). Der gezeigte Umschlag kann abweichen.

   


Auszüge aus dem Buch 'Bad Bramstedt in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19. Ein Bliek in das Innere der Kirche in Richtung Eingang. In der Bildmitte ist der von der Familie Fuhlendorf urn 1700 gespendete Leuchter zu sehen, der auch heute noch diesen Platz einnimmt. Rechts die zwei Figuren sind heute um das Kruzifix ergänzt, das damals noch über dem Altar hing.

20. Eine Aufnahme des Altars der Bramstedter Kirche. Über dem Altar steht ein Jesusbildnis des Bramstedter Künstlers Wrage aus dem späten 19. Jahrhundert. Es ist in guter Rückbesinnung auf den herrlichen Flügelaltar aus dem 17. Jahrhundert heute nicht mehr in der Kirche. Die beiden Altarleuchter stammen aus dem späten 17. Jahrhundert und sind eine Dankgabe für die heilende Wirkung des Bramstedter Gesundbrunnens. Das Taufbecken aus dem 11. Jahrhundert ist auf dem Foto leider nur knapp zu sehen.

21. Von einer merkwürdigen Begebenheit berichtet dieses Bild. Am 16. Juni 1911 kehrte der Wettund Dauergeher C. Dierdorf aus Bonn in Wesselmanns Gast- und Logierhaus ('Südpol' genannt) ein. Er machte zu dieser Zeit eine Reise durch Deutschland in 270 Tagen, bei der er ein 6OO-Liter-Faß vor sich herrollte. Heute wäre dies wohl eine Unternehmung die zur Eintragung in das Guinessbuch der Rekorde führen könnte. Der Südpol mußte übrigens wie manch anderes Haus dem Bau der B 4 weichen. Er würde heute mitten auf der Kreuzung Kirchenbleeck vor dem 'Winkel' stehen.

6russ aus Bramstedt (fjolslein) .

.. Zum llordp } .. ~ Gaslvi Ischalt von::;' Dehn.

22. Das Pendant zum Wesselmannschen 'Südpol' war der in Richtung Norden dahinter gelegene Dehnsche 'Zum Nordpol', Im Unterschied zum erstgenannten steht das zweite Haus noch heute als Gaststätte 'Im Winkel'. Und wer einen Bliek auf dieses Bild und das Gebäude in natura wirft, wird bemerken, daß das Fachwerk, das heute zu sehen ist, nachträglich angebracht wurde. Aber tut das dem schönen Anblick Abbruch?

23. Die Westseite des Kirchenbleecks mit dem Stegemannschen Bauernhaus und der 'Roland-Garage' des H. Krohn. Man sieht, daß das Automobillangsam Besitz vom Straßenbild ergreift. Zu den ersten Autobesitzern gehörte auch Rechtsanwalt Schumann, der das heutige Krankenhaus als Villa sein Eigen nannte. Das Haus der 'Roland-Garage' steht heute noch - wenn auch in stark veränderter Form. Das benachbarte Bauernhaus ist einem Neubau gewichen.

24. Anläßlich der Sedanfeier im Jahre 1895 fand sich dieser Umzugswagen der Turner zum Foto vor dem Fehrsschen Haus am Kirchenbleeck ein. Links im Hintergrund das Organistenhaus. In der vorderen Reihe, sitzend als Zweiten von links, sieht man den Bramstedter Lehrer und Organisten August Kühl. Er ist nicht nur Historiker der Ortsgeschichte gewesen, sondern ihm verdankt Bramstedt auch das Bramstedt-Lied. Bei dem Zweiten von rechts könnte es sich um Julius Struve, Fotograf, handeln, dem viele Bilder dieses Buches zuzuschreiben sind.

25. Am 8. November 1910 überquerte zum ersten Mal ein Zeppelin die Stadt Bad Bramstedt. Es war das Luftschiff 'Parseval 6', das hier vom Liethberg aus gesehen über der Stadt - im Vordergrund die Rosenstraße - schwebt. Da diese Aufnahme dem Fotografen nicht ganz gelungen war, fertigte er als Postkarte eine ähnliche Aufnahme an, auf der er frei weg den Zeppelin einzeichnete. Man muß sich eben nur zu helfen wissen. Ob dieser kleine Trick dem Absatz der Karte geschadet hat, wird sich wohl nicht mehr in Erfahrung bringen lassen.

26. Am Ufer der Osterau gelegen und auf diesem Bild von der Beeckerbrücke aus betrachtet, das Haus des Paul Oertling. Er betrieb damals ein 'Drogen- und Farbenhaus' darin; außerdemhatten nacheinander mehrere Bankgeschäfte ihr Domizil an dieser Stelle. Auf diesem Foto ist es die Kreisbauernbank. Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß die öffentliche Bücherei der Stadt in dem Haus ihren Ursprung hat. Der damalige Bürgerverein gründete sie und Kaufmann Oertling bot ihr zunächst Unterkunft. Heute befindet sich an dieser Stelle der Stadt ein modernes Schuhfachgeschäft.

27. Aus dem Fenster der Villa Mehrens an der Beeckerbrücke heraus ist dieses Foto des westlichen Kirchenbleecks entstanden. Die Beeckerbrücke ist die einzige Nord-Süd-Ouerung für schwere Fahrzeuge im Bramstedter Stadtgebiet. Die heutige Brücke entstand im Zuge des Kiel-Altonaer Chausseebaues im 19. Jahrhundert. Auch historisch hat sie für Bramstedt Bedeutung: Soll es doch die Brücke gewesen sein, von der aus König Christian IV. seine Wiebeke Kruse erblickte, als er durch Bramstedt kam. Viele Jahre später schenkte er ihr Gut und Schloß Bramstedt.

28. Die Villa Mehrens an der Beeckerbrücke wurde 1907/08 erbaut und zierte gut sechzig Jahre das Stadtbild. Lange Jahre hatte die Sparkasse ihr Domizil darin, bis das Haus im Zuge des Sparkassenneubaus Mitte der siebziger Jahre abgebrochen wurde. Schön zu sehen ist auch die Furt durch die Osterau, die trotz des stabilen Brückenbaues noch viele Jahre bestand. Ursprünglich nutzte man die Furt, um mit Vieh oder schweren Wagen die Aue zu queren. Auch diente diese Stelle als Waschplatz.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Kolophon | Privacy | Haftungsausschluss | Allgemeine Geschäftsbedingungen | Lieferbedingungen | © 2009 - 2021 Europäische Bibliothek Verlag