Bad Bramstedt in alten Ansichten

Bad Bramstedt in alten Ansichten

Autor
:   Jan-Uwe Schadendorf
Gemeinde
:   Bad Bramstedt
Bundesland
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3498-9
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

Lieferzeit: 2-3 Wochen (unverbindlich). Der gezeigte Umschlag kann abweichen.

   


Auszüge aus dem Buch 'Bad Bramstedt in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

29. Noch eine Aufnahme des Kirchenbleecks. Sie ist vor 1899 entstanden, denn zum Zeitpunkt dieses Bildes befand sich das Geschäft des Kaufmanns Bracker noch in dem mittleren Haus. Herr Bracker baute jedoch 1899 am Kirchenbleeck gegenüber der Kirche ein neues Wohn- und Geschäftshaus im Stil der Jahrhundertwende. Dieses neuerbaute Haus besteht noch und hat das Amtsgericht in seinen Mauern untergebracht. Rechts im Hintergrund sieht man den Wesselmannschen 'Südpol'.

)Yi a ienbeck

30. Wenn auch die Qualität der Aufnahme nicht sehr gut ist, sei dieser Bliek aus dem Maienbeeck auf den Kirchenbleeck abgedruckt, weil es nicht viele Aufnahmen aus dieser Zeit und dieser Perspektive gibt. Das Haus links, Zigarrengeschäft J.H. Möller, fiel, wie auch der 'Südpol' dem Straßenausbau zum Opfer. Die Häuser auf der rechten Seite bestehen heute noch alle, zumindest in ihren Grundmauern. Das äußere Erscheinungsbild der Gebäude hat sich freilich stark verändert.

31. In den Turm der Maria-Magdalenen-Kirche stieg der Fotografum diesen Bliek auf den Kirchenbleeck und den Maienbeeck einzufangen. Die Aufnahme wird etwa 1905 entstanden sein, da im Hintergrund gerade der Anbau an das Schulgebäude entsteht. Links vorn ist das Organistenhaus, rechts daneben das Fehrssche Haus, das bei seinem Abbruch das letzte Reetdachhaus am Ort war. Weiter rechts das kleine Stillersche Haus, das älteste Wohnhaus der Stadt: es soll1594 bereits gestanden haben; dennoch wurde es kurzerhand in unserer Generation niedergerissen. Etwa in der Bildmitte das Wohn- und Geschäftshaus des Kaufmanns W. Bracker, das heutige Amtsgericht.

32. Tja, das war zu Kaiserzeiten ein Ereignis: Kindervogelschießen. Zum Umzug durch die Straßen des Fleckens Bramstedt haben sich die Kinder vor der Volksschule im Maienbeeck mit Blumenstökken und -bögen versammelt, den obligatorischen Strohhut auf dem Kopf. Rechts im Hintergrund unter den Bäumen sieht man die Blaskapelle, die den Umzug musikalisch begleiten wird, links im Bild die Giebelseite des Hauses des Uhrmachers Gustav Mohn. Das Gebäude existiert noch immer.

33. Wenn man es nicht wüßte, wäre es heute schwer diese Straße wiederzuerkennen: der Maienbeeck. Wie schön machen sich doch die Bäume und wie wenig stehen noch davon. Die Straßenbezeichnung hat übrigens nichts mit dem Monat Mai zu tun. Der Begriff Maien oder Mai weist auf eine feuchte Niederung hin, so daß Maienbeck als Bach durch die feuchte Niederung bzw. sumpfiges Gelände zu verstehen ist. Der Bach fließt noch jetzt unterhalb der Realschule in Richtung Bramau, so daß wir diese Namensgebung nachvollziehen können.

34. Zu diesem Bild des hinteren Teils des Maienbeecks kann sich der Betrachter in unseren Tagen noch in die Straße stellen und fast alle Gebäude betrachten. Lediglich das Haus ganz links ist verschwunden und das hinter den Bäumen versteekte dritte von rechts. Die große Werbeinschrift des Schneidermeisters P. Haase konnte man noch vor wenigen Jahren unter dem neuen Anstrich durchschimmern sehen.

35. An der Ecke der Straßen Maienbeeck und Maienbaß errichtete der Kaufmann Paulsen sein Geschäfthaus, von dem hier ein Schaufenster zu sehen ist. Erfreulich ist, daß nicht nur das Haus erhalten blieb, sondern auch das Geschäft. Ja, es geht sogar soweit, daß man auch heute noch Artikel für Kleinkinder erwerben kann. Nur die Mode, wie soll es anders sein, hat sich im Laufe der Jahrzehnte geändert.

"" '.

36. Einen Bliek in den hinteren Teil des Maienbeecks gewährt diese Aufnahme. Die Straße führte damals die Bezeichnung 'Klingbarg' , die auf eine stark ansteigende, meist sandige Höhe hinweist (der Schäferberg) . In Erinnerung an diesen Namen wurde vor einigen Jahren eine Seitenstraße des Maienbasses wieder so benannt. Die Häuser auf der linken Seite des Fotos sind im Laufe der Jahre stark verändert worden, während die zur Rechten noch heute gut wiederzuerkennen sind.

37. W. Pape, Klempner, steht in großen Lettern über der Haustür dieses Gebäudes am Klingbarg. Neben der Tür am Haken hat der Meister für die Passanten und Kunden Stücke seines Könnens aufgehängt, woran der Betrachter in unserer Zeit erkennen kann, daß zum Klempnerberuf eben nicht nur das Installieren von Leitungen gehört. Die kleine Familienversammlung vor dem Haus läßt auch vermuten, welche Bedeutung es hatte, wenn der Fotograf kam.

38. Das Matthiasbad. Hier nahm das neuere und modeme Kurwesen Bad Bramstedts Ende des 19. Jahrhunderts seinen Anfang. Begründet wurde es von Matthias Heesch, der 1871 die heilende Wirkung der Bramstedter Sole (wieder) entdeckte. 1911 baute der Kaufmann Behncke ein weiteres Haus in die Nähe des Matthiasbades und aus beiden Häusern entstand das 'Alte Kurhaus'. Beide Häuser dienten ihrem Zweck bis zur Erbauung des neuen Kurhauses 1930.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Kolophon | Privacy | Haftungsausschluss | Allgemeine Geschäftsbedingungen | Lieferbedingungen | © 2009 - 2021 Europäische Bibliothek Verlag