Bad Bramstedt in alten Ansichten

Bad Bramstedt in alten Ansichten

Autor
:   Jan-Uwe Schadendorf
Gemeinde
:   Bad Bramstedt
Bundesland
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3498-9
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Bramstedt in alten Ansichten'

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39. Für das leibliche Wohl der Kurgäste wurde schon zur Jahrhundertwende gut gesorgt. Schon bei Heeschens wurde manches Schwein geschlachtet und einen guten Schnaps gab's gleich dazu. Von links nach rechts im Bild: Herr Schloicka, Mudder Heesch, Mine Hinz, der Bierlieferant Leo Büchler, Heinrich Paustian, Heino Leumann, Schlachter Fritz Holm, Vadder Mohne, der junge Kar! Schloicka und Kurhausschlachter Friedrich Babst.

40. Die Konkurrenz mit anderen Bädern brachte die Bramstedter Betreiber dazu, für schöne Außenanlagen und Spazierwege zu sorgen. Dieses Bild zeigt den Karpfenteich mit dem Entenhaus. Vom Teich ist heute nur noch ein kleiner Tümpel übriggeblieben, das Entenhaus ist gänzlich verschwunden.

4 L Eines der schönsten Ruheplätzchen am Matthiasbad war der Schwanensee, auch Gondelteich genannt (obwohl es wohl reichlich übertrieben ist, die Boote als Gondeln zu bezeichnen). Der Teich wurde gern für eine kleine Ruderpartie genutzt und über einen Durchstich konnte man auch in die Osterau hineinfahren. Auch den jüngeren Lesern dieses Buches wird der Teich in guter Erinnerung sein, haben ihn doch viele im Winter als vorzügliche Schlittschuhbahn genutzt.

42. In weitem Bogen schwingt sich die Osterau durch das Gelände des alten Kurhauses. Die Wiese auf der rechten Seite der Au wird heute als Reitplatz genutzt. Wäre es nach dem damaligen Bürgermeister Freudenthal gegangen, würde es diesen Anblick heute nicht mehr geben. Er wollte im Zuge der Begradigung der Aue diesen Bogen durchstechen und hatte schon mit den Arbeiten beginnen lassen. Doch ein Einspruch der Kurhausbesitzer zwang ihn zum Aufhalten. Als verbirktes Sumpfloch erinnert noch jetzt der angefangene Durchstich an dieses Ereignis.

43. Die höhere Privatschule und die Turnhalle am Bahnhof. Unter Federführung des Pastors Hempels war am 1. Mai 1908 die höhere Privatschule ins Leben gerufen worden. Sie fand zunächst in Räumen im Landweg 28 Unterkunft. Doch schon vier Jahre später, 1912, konnte man den lang gehegten Wunsch eines eigenen Hauses verwirklichen. Das Haus wird noch heute als Schule genutzt, und im Zuge der Erneuerung des Daches im Jahre 1986 hat man den schönen Aussichtsturm auf dem Dach wieder eingebaut, nachdem dieser bei einer vorangegangenen Sanierung entfernt worden war.

44. Der Aussichtsturm auf der höheren Privatschule kam dem Bramstedter Fotografen Julius Struve sehr gelegen, um dieses Panorama des Schlüßkamps einzufangen. Der Schlüßkamp ist im wesentlichen erst Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts bebaut worden. Zu seinen prägendsten Bauten zählt (links) die Wurstwarenfabrik des Otto Wilckens, die 1906 erbaut wurde und auch in Bad Bramstedt das Zeitalter der industriellen Fertigung einläutete. Heute produziert die Fa. Stich & Co in diesen Gebäuden Wurst- und Fleischwaren.

45. Voller Stolz präsentieren sich auf diesem Foto die Mitglieder der Bramstedter Turnerschaft vor ihrer damals neuen Turnhalle am Bahnhof. Nach langen Jahren mühevollen Sparens und Sammelns war es 1908 endlich soweit, die Halle konnte in Besitz genommen werden. Zur Finanzierung der Baukosten hatte man unter anderem Schuldscheine, sogenannte Bausteine ausgegeben, die dann in den folgenden Jahren zurückgezahlt wurden. Zum Gelingen des Projekts trug aber sicher auch die großzügige Schenkung des Geländes durch den aus Bramstedt stammenden Rendsburger Kaufmann Fülscherbei.

46. Eine der wenigen alten Aufnahmen der Altonaer Straße ist hier zu sehen. Die Straße war über Jahrhunderte eine der wichtigsten Nord-Süd- Verbindungen Schleswig-Holsteins und wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch die B 4 abgelöst. Die Straße wurde in den dreißiger Jahren des 19. J ahrhunderts großzügig ausgebaut. Davon künden noch heute die Meilensteine, die sich sowohl in der Bramstedter, alsauch in der Fuhlendorfer und Lentföhrdener Gemarkung finden lassen.

47. Ein Teil des Chausseeausbaues 1832 war die Überquerung der Hudau im Verlauf der Altonaer Straße. Diese Brücke trägt den namen des dänischen Königs Friedrich. Er soll bei der Einweihung der Brücke gesagt haben, daß diese Brücke wohl aus Gold gebaut sei und spielte damit auf die immensen Kosten an, die die Gründung und der Bau dieser Brücke verschlungen haben. Und wirklich scheint ein solides Bauwerk entstanden zu sein, denn auch nach eineinhalb Jahrhunderten steht es noch.

48. Obwohl dieses Foto sehr dunkel geraten ist, soll es veröffentlicht werden. Zeigt es doch als einziges den ursprünglichen Anfang des Butendoors. Links steht das Siemssche Bauernhaus und in der Mitte erkennt man die Pfeiler der Brücke über den 'Kaffeegraben' . An dieser Stelle stand in alten Zeiten das Hohe Tor (mehr als ein Schlagbaum ist es wohl nicht gewesen), nach dem die Straße ButenDoor ihren Namen erhalten hat. Der Kaffeegraben war eine Verbindung zwischen der Osterau und der Hudau und bildete zusammen mit diesen die Umrahmung des Bleecks: der so nach allen Seiten von Wasserumgeben war.

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