Bad Bramstedt in alten Ansichten

Bad Bramstedt in alten Ansichten

Autor
:   Jan-Uwe Schadendorf
Gemeinde
:   Bad Bramstedt
Bundesland
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3498-9
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Bramstedt in alten Ansichten'

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49. Der Beruf des Schlachters hatte schon immer eine große Bedeutung. So verwundert es nicht, daß dieser Berufsstand auch in Bad Bramstedt zahlreich vertreten war. Dieses Bild zeigt die Schlachterei des Hinrich Büttner im Butendoor Nr. 11. Zwar gibt es diese Schlachterei schon seit gut fünfzig J ahren nicht mehr, doch noch heute erinnern diverse Haken an den Wänden und an der Decke an den ehemals ausgeübten Berufszweig, Links neben dem Eingang steht Hinrich Büttner, ganz rechts Frau Anna mit Sohn Willi.

50. Im Verlauf des Butendoor heißt ein Stückehen Land 'Auf der Vogelstange'. Diesen Platz nutzten unsere Urgroßväter um in der Bramstedter Turnerschaft der Körperertüchtigung nachzugehen. Reek, Ringe, Barren und Seitpferd sind auf dem Foto gut als Gerätschaften zu erkennen. Der Name Vogelstange gibt ferner darüber Aufschluß, daß auf diesem Platz auch die Vogelschützen alljährlich ihr Wettschießen um die Königswürde durchführten.

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51. Um 1914 ist dieses, noch heute existente Haus im Landweg entstanden. Damals war es die Herberge 'Zur Heimat'. Das war eine Einrichtung, die den umherziehenden Wandergesellen aber auch den Grandmonarchen (Tippelbrüder sagen wir heute) Unterkunft und Verpflegung boten. Dieses geschah teilweise auf Kosten der Stadt. Als Gegenleistung mußten die Monarchen jedoch im Ort arbeiten und durften sich meist nicht länger als einen Tag aufhalten. Es sei an dieser Stelle erwähnt, daß der Wald am neuen Kurhaus überwiegend von Monarchen gepflanzt worden ist.

52. Ein Gruppenbild vor dem ehemals Hartkopfschen Haus im Landweg, das 1912 erbaut wurde. Noch bis vor wenigen Jahren stand das Haus in fast unveränderter Form und selbst die Schaufenstereinrichtung stammte noch aus dem Anfangsstadium. Ja, um die Nostalgie komplett zu machen, sogar Zigarren und Zigaretten wurden dort noch verkauft. Schade, daß der Umbau des Hauses diese Zeugen der Vergangenheit hat verschwinden lassen.

53. Das Haus Landweg 24. An diesem Platz steht heute das 1930 gebaute Verlagsgebäude der Paustianschen Druckerei (jetzt: C.H. Wäser). Das alte Haus zeigt auf seiner linken Seite den für die Bauzeit typischen Vorbau, die 'Utlucht'. Es handelt sich dabei um einen Raum, von dem man nach zwei oder drei Seiten auf die Straße schauen kann. Glücklicherweise blieb nach dem Abriß des Hauses der Balken über der Dielentür mit seiner Inschrift erhalten. Er ist jetzt in die Mauer des Garagengebäudes eingebaut.

54. Die Bramstedter Wassermühle an der Osterau. Nach ihrem Abriß für den Sparkassenneubau erinnert nur noch der Name Mühlenstraße an sie. Über viele Jahrhunderte gab es in Bramstedt eine Mühle. Und so notwendig wie es für die Bauern war, ihr Getreide mahlen zu lassen, so lukrativ war es für den Müller das Privileg des Mühlenrechtes zu haben. Einer der bekarmtesten war Nik. Paustian, nach dem die Mühle auch den Namen paustiansche Wassermühle hatte. Neben der Mühle konnte er eine Zeit lang auch das Bramstedter Schloß und Gut Gayen sein Eigen nennen.

55. Ein Gruppenbild vor der Paustianschen Wassermühle. In der Bildmitte sieht man Hugo Bracker, dem offensichtlich (wenn man das Buch in der Hand recht deutet) der kaufmännische Teil des Mühlenbetriebs anvertraut war. Das Bild soll etwa 1900 entstanden sein.

56. Eine Segelpartie auf dem Mühlenteich unternehmen auf dem Bild einige Herren. Der See erstreckte sich oberhalb der Mühle im Verlauf der Osterau etwa auf dem Gelände des heutigen Freibades. Die Straßennamen Schlüßkamp (= Schleusenwiese ) und Achtern Dieck (= Hinterm Deich) geben noch heute einen Hinweis auf die ehemals große Ausdehnung des Mühlenteichs. Schade, daß uns dieses Gewässer nicht mehr zur Verfügung steht.

57. Die Mühlenstraße in alten Tagen. Die Historiker sind sich übrigens nicht einig, ob die östlich gelegenen Häuser die ursprüngliche Bebauung darstellen und die Häuser am Bleeck davor gebaut wurden, oder ob umgekehrt erst der Bleeck mit Bauten 'umrahmt' wurde und die Mühlenstraße und die Häuser Achtern Bleeck eine spätere, hintere Baulinie darstellen. Doch wie dem auch sei, glücklicherweise sind uns beide Straßen noch heute erhalten und sind nicht allzusehr verändert.

58. Ein Bliek von der Osterauinsel auf die Rückseite der Paustianschen Wassermühle. In der Bildmitte sieht man das Mühlenwehr und dahinter den Lagerschuppen, der an der Stelle des heutigen Buswendeplatzes stand. Teile des Wehrs sind noch heute erhalten und sind die letzten Zeugen des Vorhandenseins einer Mühle an dieser Stelle. Schade, daß man die Mühle im Bausturm Anfang der siebziger Jahre einem Parkplatz geopfert hat.

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